Gehärtete Klinge sägen?

Nico Bolle

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Moin! Nachdem ich bei der SuFu nicht so recht fündig geworden bin: Wie kann ich am besten bereits gehärtete Klingen kürzen, ohne, dass sie überhitzen? Sie sind bereits eingstielt und daher ist sägen und neu härten keine Option. Härte um 61 HRC.
Ein Kumpel hat es testweise mit seiner Parkside Metallbandsäge probiert. Klinge liegend, geringer Speed und mit Pausen. Die Klinge hat trotzdem am der Schneide eine bräunliche Verfärbung bekommen. Er hat allerdings an der Scheidkante begonnen zu sägen. Es ein frisches, gutes Sägeband, ob Bimetall o.Ä. weiß ich nicht.
Wäre es evtl. besser, die klinge senkrecht stehend zu sägen?
Kann man (nicht brennbares) Kältespräy zum Kühlen benutzen?
Falls sich leichte Überhitzung nicht vermeiden lässt: Reicht es, die Klinge so weit abzuschleifen, wie der verfärbte Bereich ist?
Oder wäre eine Kaltkreissäge eine bessere Option? Da wäre das Kühlen evtl. einfacher.

Danke schon mal. :)

VG

Nico
 
BS habe ich. Dürfte aber lange dauern und materialintensiv werden, wenn man das häufiger macht? Warum nicht sägen, wegen der Hitzeentwicklung?
 
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Falls sich leichte Überhitzung nicht vermeiden lässt: Reicht es, die Klinge so weit abzuschleifen, wie der verfärbte Bereich ist?
Wo fängt leichte Überhitzung an? Wenn man sich die Finger verbrennt oder ab den ersten Farben? An Besten kühlt man regelmäßig ab, bevor man sich die Finger verbrennt. Ohne regelmäßiges, vor allem zeitiges Kühlen vor dem Farbwechsel reicht das nicht unbedingt. Die Klinge speichert einen Teil der Temperatur und erhitzt sich zunehmend schneller, wenn sie nicht ständig wieder runtergekühlt wird.
Man kann die Temperaturentwicklung in überschaubaren Grenzen halten, indem man einen Minimot/Dremel/Proxxon mit kleiner Trennscheibe verwendet. Von denen wird man zwar einige benötigen, dafür breitet sich die Temperatur nicht so großräumig aus. Es dauert etwas länger, aber kühlen muss man trotzdem. Sollte es sich allerdings um eine 8mm Klinge handeln, vergiss das mit dem Minimot... o_O
Alternativ und oldschool: Bügelsäge oder PUK-Säge mit HM-bestücktem Fliesenschneiddraht im Handschnitt. Damit kann man auch Kurven sägen, ohne die Klinge zu überhitzen.
 
Geht gut mit einem regelbaren Bandschleifer.
Die Messer die ich fertige bearbeite ich vor allem im gehärteten Zustand. Daher kann ich aus der Praxis bestätigen, dass das gut funktioniert.
Wichtig: Gut kühlen, am besten mit einer Nebelkühlung zusätzlich zum Wassereimer. Ausserdem ist die Bandgeschwindigkeit entsprechend der Körnung sehr wichtig, um nicht zu viel Wärme zu erzeugen.
Als Bänder funktionieren Keramikbänder sehr gut.
Wenn du viel abschleifen willst, nutze am besten 40er oder 36er. Danach 120er, 240er...
 
Das klingt gut! Ich habe einen BS von S- Kurpiers mit Nebelkühlung. Ich werde mir dazu mal ein paar Cubitron II Bänder bestellen und mal schauen, was da so geht :) Mit solch groben Bändern habe ich noch nie gearbeitet. Danke für alle Tips!
 
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