Japanisches Küchenmesser gesucht - beidseitig geschliffener Allrounder - Miyabi 5000er Serie?

Eines meiner dünnst ausgeschliffen Messer war das handverlesen Shiro Kamo Orka SG2 mit 0,05mm hinter der Wate. Sehr ordentlich verarbeitet, ausgezeichnet geschliffen und - bezahlbar. Wenn ich das so mit meinen anderen Kochmessern vergleiche.

Schneidet wie Hulle!

Für meine europäischen Küchenarbeit auf dem Brett ist ein solches Messer kaum praktikabel einsetzbar. Klar, ein japanischer Profikoch hat nach 7 Jahren Ausbildung eindeutig die besseren Skills für ein solches Messer und verarbeitet auch genau die Lebensmittel in der Art und Weise, wie sie in der japanischen Küche vorgesehen sind.

Jedenfalls. Weder ich, noch die nachfolgenden Besitzer haben das Orca länger behalten. Weil. Genau. Geil, aber wenig nützliches Werkzeug.
Genau aus dem Grund such ich eben kein so "Laser"-dünn ausgeschliffenes Messer - mit der Folge, dass sich @ikarus_2228 über diesen Gedankengang von mir lustig macht.

Natürlich. Eine SG2 Klinge mit 0,2mm hinter der Fase wäre deutlich stabiler und meiner Küche zuträglicher. Nur. Das bekomme ich halt mit einem deutlich weniger spröden Stahl einfacher hin und habe weniger Aufwand in der Pflege.
Mit dem weniger spröden Stahl meinst du nun wieder Sandvik?

Jeder kann und soll das nehmen, worauf er Lust hat. Aber dann bitte nicht mit den falschen Argumenten.
Bin hier ich gemeint? Welche Argumente von mir waren falsch?

Und ja. Wie ein Messer aussieht, wie gut und aufwändig ausgestattet und verarbeitet, ist mir persönlich besonders wichtig.
Mir auch, weswegen ich mich nicht sehe, etwa für die - nochmal: sicher ganz hervorragenden - Messer von Schanz die aufgerufenen Preise hinzulegen. Dafür sehen sie mir zu minimalistisch-funktional, zu "toolig" aus.
 
Eines meiner dünnst ausgeschliffen Messer war das handverlesen Shiro Kamo Orka SG2 mit 0,05mm hinter der Wate. Sehr ordentlich verarbeitet, ausgezeichnet geschliffen und - bezahlbar. Wenn ich das so mit meinen anderen Kochmessern vergleiche.

Schneidet wie Hulle!

Für meine europäischen Küchenarbeit auf dem Brett ist ein solches Messer kaum praktikabel einsetzbar. Klar, ein japanischer Profikoch hat nach 7 Jahren Ausbildung eindeutig die besseren Skills für ein solches Messer und verarbeitet auch genau die Lebensmittel in der Art und Weise, wie sie in der japanischen Küche vorgesehen sind.
Ironischerweise ist das Orca nicht ein originär japanisches Messer, sondern das Design eines Schweizer Messerhändlers mit dem erklärten Ziel, das am leichtesten schneidende Küchenmesser im Programm zu haben. Alltagstauglichkeit war vermutlich keine primäre Anforderung, weder für europäische noch für japanische Küchen. Es ist m.E. eigentlich kein Messer für die Benutzung, sondern genau für den „Wow“-Effekt, maximal den kontrollierten „Genussschnitt“.

Ich habe auch eines und benutze es vor allem für Demozwecke, um Anderen die Bedeutung der Geometrie für den leichten Schnitt zu verdeutlichen: ein dickes Solinger, ein gutes, ausgewogenes Kochmesser und das Orca, in gleichen Winkeln auf denselben Steinen mit System zu identischer Schärfe geschliffen. Zwischen den Schneiderlebnissen liegen Welten. Allerdings musste ich danach schon mehrfach Anfängern wieder ausreden, dass sie unbedingt dieses Messer brauchen 😆.
 
Mir auch, weswegen ich mich nicht sehe, etwa für die - nochmal: sicher ganz hervorragenden - Messer von Schanz die aufgerufenen Preise hinzulegen. Dafür sehen sie mir zu minimalistisch-funktional, zu "toolig" aus.
Um welche Optik geht es dir, das Damastmuster bei deinem Masakage?
Jürgen Schanz kann dir so ziemlich jeden Griff dranbasteln, wenn es daran liegen sollte.

Warst Du schon mal bei Jürgen Schanz?
In einem kleinen Industriegebiet in Stutensee/Friedrichstal Nähe Karlsruhe/Bruchsal, eher unscheinbar. Man kommt rein steht an einer Theke, hinten dran die Werkstatt. Das ist ne kleine Bude, viel Handwerkskunst, sowas will man entweder unterstützen oder auch nicht. Ich finde es absolut genial welchen Namen sich Jürgen Schanz in der Szene gemacht hat. Ob ich jetzt ein Messer von Ihm kaufen würde: Ja, warum nicht. SB1 soll absolut Alltagstauglich sein. Optisch lässt sich fast alles aufbohren, aber wird natürlich dann auch teurer.
 
Um welche Optik geht es dir, das Damastmuster bei deinem Masakage?
Jürgen Schanz kann dir so ziemlich jeden Griff dranbasteln, wenn es daran liegen sollte.

Warst Du schon mal bei Jürgen Schanz?
In einem kleinen Industriegebiet in Stutensee/Friedrichstal Nähe Karlsruhe/Bruchsal, eher unscheinbar. Man kommt rein steht an einer Theke, hinten dran die Werkstatt. Das ist ne kleine Bude, viel Handwerkskunst, sowas will man entweder unterstützen oder auch nicht. Ich finde es absolut genial welchen Namen sich Jürgen Schanz in der Szene gemacht hat. Ob ich jetzt ein Messer von Ihm kaufen würde: Ja, warum nicht. SB1 soll absolut Alltagstauglich sein. Optisch lässt sich fast alles aufbohren, aber wird natürlich dann auch teurer.
Nein, mir gehts nicht *unbedingt* um den Damast, das hatte ich ja schon eingangs gesagt. Aber ein Messer für ~ 300 € muss halt in *irgendeiner* Art und Weise Begeisterung auslösen für mich, weißt du?
Dass Schanz verschiedene Griffe anbieten kann, weiß ich. Bei mir liegt es daran, wie die Klingen gestaltet sind: Blanker Monostahl, kein besonderes Finish irgendeiner Art, das - in meinen Augen - uninsipirierte und zweidimensionale Logo...
Da finde ich, machen es die Japaner eben schöner. Damast kann hübsch sein, aber besonder toll finde ich auch Nashiji- und die verschiedenen Hammerschlag-Optiken. Auch eine in die Klinge eingeschlagene Signatur in Kanji-Schriftzeichen ist für mich ein Zeichen für Qualität und Handwerkskunst.
Aber auch Deutsche Schmiede schaffen es, Funktionalität mit Ästhetik zu verbinden, ich denke da etwa an Uli Hennicke!
Die Hohenmoorer fallen für mich halt leider raus, weil zu teuer und rostend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit dem weniger spröden Stahl meinst du nun wieder Sandvik?

Im Bereich rostfrei - ja.

Das eigentliche Thema ist, wie von @Cybernikus schon ausgeführt, eine extrem dünne Fase ist wenig praktikabel.

Persönlich finde ich eine sauber geschliffene Fase mit 0,2mm oder knapp darunter, auch für feinste Schnitte mehr als ausreichend - und pflegeleicht.

Mein Masterpiece Workhorse Apex Ultra von Fabian buckelt nur wenig vorne auf dem Daumennagel und zerlötet dennoch mühelos alles, was unter die Klinge gerät. Das ist für mich die hohe Kunst eines Customs.

Das Problem von rostfreien Monostählen ist die meist monotone Optik. Das meinen vermutlich auch viele, wenn sie schreiben, dass die typischen SB1 Messer von Jürgen Schanz etwas langweilig im Vergleich zu vielen Japanern aussehen.

Das Shiro Kamo Orca sieht übrigens ebenso „unscheinbar“ aus und hatte im Gegensatz zum optisch sehr ansprechenden Mazaki mit 0,07mm hinter der Fase daher auch kein Sammelbleiberecht.

@Cybernikus. Doch, manche verkaufen das auch als Arbeitsmesser.

Es gibt SG2 Messer mit Damastflanken, die mir rein optisch und von den sonstigen Eckdaten gut gefallen. Das ist aber überwiegend die Preisregion deutlich 350 Euro plus und man muss dennoch mit den Schwankungen der Manufakturarbeit leben.

Da muss jeder selbst durch und seinen Weg finden. Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten und damit etwas beitragen.

grüsse, pebe
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Bereich rostfrei - ja.

Das eigentliche Thema ist, wie von @Cybernikus schon ausgeführt, eine extrem dünne Fase ist wenig praktikabel.

Persönlich finde ich eine sauber geschliffene Fase mit 0,2mm oder knapp darunter, auch für feinste Schnitte mehr als ausreichend - und pflegeleicht.

Mein Masterpiece Workhorse Apex Ultra von Fabian buckelt nur wenig vorne auf dem Daumennagel und zerlötet dennoch mühelos alles, was unter die Klinge gerät. Das ist für mich die hohe Kunst eines Customs.

Das Problem von rostfreien Monostählen ist die meist monotone Optik. Das meinen vermutlich auch viele, wenn sie schreiben, dass die typischen SB1 Messer von Jürgen Schanz etwas langweilig im Vergleich zu vielen Japanern aussehen.

Das Shiro Kamo Orca sieht übrigens ebenso „unscheinbar“ aus und hatte im Gegensatz zum optisch sehr ansprechenden Mazaki mit 0,07mm hinter der Fase daher auch kein Sammelbleiberecht.

@Cybernikus. Doch, manche verkaufen das auch als Arbeitsmesser.

Es gibt SG2 Messer mit Damastflanken, die mir rein optisch und von den sonstigen Eckdaten gut gefallen. Das ist aber überwiegend die Preisregion deutlich 350 Euro plus und man muss dennoch mit den Schwankungen der Manufakturarbeit leben.

Da muss jeder selbst durch und seinen Weg finden. Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten und damit etwas beitragen.

grüsse, pebe
Wäre das Helle Dele was für dich? :)
 
Nein, mir gehts nicht *unbedingt* um den Damast, das hatte ich ja schon eingangs gesagt. Aber ein Messer für ~ 300 € muss halt in *irgendeiner* Art und Weise Begeisterung auslösen für mich, weißt du?
Dass Schanz verschiedene Griffe anbieten kann, weiß ich. Bei mir liegt es daran, wie die Klingen gestaltet sind: Blanker Monostahl, kein besonderes Finish irgendeiner Art, das - in meinen Augen - uninsipirierte und zweidimensionale Logo...
Da finde ich, machen es die Japaner eben schöner. Damast kann hübsch sein, aber besonder toll finde ich auch Nashiji- und die verschiedenen Hammerschlag-Optiken. Auch eine in die Klinge eingeschlagene Signatur in Kanji-Schriftzeichen ist für mich ein Zeichen für Qualität und Handwerkskunst.
Aber auch Deutsche Schmiede schaffen es, Funktionalität mit Ästhetik zu verbinden, ich denke da etwa an Uli Hennicke!
Die Hohenmoorer fallen für mich halt leider raus, weil zu teuer und rostend.

Klar, beim Finish gibt es Unterschiede.
Rostfreie Serienmesser sind generell oft eher "blank/clean".

Kanji Schriftzeichen, das hat rein gar nix mit Qualität oder Handwerkskunst zu tun. Auf nem KAI ist auch Kanji abgedruckt.

Custom Messer sind halt nochmal ne ganz andere Hausnummer als Serienmesser.

Machen wir uns nix vor, du schaust halt primär nach japanischen Messern, auch wenn es funktional bessere Messer für dich gäbe, die dir dann als Serienmesser nicht gefallen.

Viele Einsteiger wissen vermutlich noch nicht mal, welcher Griff Ihnen besser passen würde, sondern kaufen nach Optik.
 
Das Shiro Kamo Orca sieht übrigens ebenso „unscheinbar“ aus und hatte im Gegensatz zum optisch sehr ansprechenden Mazaki mit 0,07mm hinter der Fase daher auch kein Sammelbleiberecht.

Du meinst das Shiro musste gehen weil sieht unscheinbar aus und mit 0,07mm Fase zu dünn im Vergleich zu nem hübschen Mazaki?
Würde aber auch nie auf die Idee kommen ein Orca mit nem Mazaki zu vergleichen, sind ja schon sehr unterschiedlich oder ich ordne Mazaki falsch ein.
 
Das Orca war 0,05mm, das Mazaki 0,07mm

Das Orca mit dünnem Rücken, das Mazaki mit fettem Rücken und deftigem Taper.

Im Handling natürlich sehr unterschiedlich, aber beide mit ultra dünner Fase, die sich auf dem Brett vergleichbar empfindlich zeigten. Und darum geht‘s ja hier.

grüsse, pebe

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Das Orca war 0,05mm, das Mazaki 0,07mm

Das Orca mit dünnem Rücken, das Mazaki mit fettem Rücken und deftigem Taper.

Im Handling natürlich sehr unterschiedlich, aber beide mit ultra dünner Fase, die sich auf dem Brett vergleichbar empfindlich zeigten. Und darum geht‘s ja hier.

Danke, hab es nun verstanden, auch wenn ich tatsächlich über die 0,07mm beim Mazaki überrascht bin. Aus welchem Jahr stammt dein Mazaki?
Er ist, soweit ich weiß, wenig konstant, so dass über die Jahre immer wieder Änderungen in die Batches liefen.

Ansonsten kenne ich den Aufbau von Mazaki ganz gut, da ich selbst eines habe, auch wenn ein Nakiri.

Du hast nicht zufällig auch ein Ashi aus Schwedenstahl und hast die Fase gemessen? - nur rein aus Interesse, will dich nicht damit nerven.
 
@vitaminc

Das Mazaki müsste um 2019 gewesen sein. Erste Generation. Die war richtig heftig.

Ashi, leider nein. Ich hab‘ in dieser Richtung nur ein Custom Gyuto von Luc mit 14C28N.

grüsse, pebe
 
@vitaminc

Das Mazaki müsste um 2019 gewesen sein. Erste Generation. Die war richtig heftig.

Ashi, leider nein. Ich hab‘ in dieser Richtung nur ein Custom Gyuto von Luc mit 14C28N.

grüsse, pebe

Da es darum geht, das die Ultra-Dünnen deutlich empfindlicher sind - ich persönlich empfinde das Ashi tatsächlich weniger empfindlich, ich kann allerdings aufgrund fehlendem Wissen und Messmethodik nicht die Fase messen, würde es aber definitiv in der Kategorie Laser sehen. Liegt meine persönliche Einschätzung nun wiederum am Stahl? - also keine Ahnung ob AEB-L oder Sandvik 13C26.
 
AEB-L und Sandvik 13C26N sind ident, nur unterschiedliche Hersteller und deren Bezeichnung.

Laser ist bei mir 0,15mm und weniger.

Da kann man sich aus meiner Sicht schon über Unterschiede in der Empfindlichkeit unterhalten, aber solche Klingenmaße bleiben in meiner Welt, stahlunabhängig, empfindlich. Der härtere Stahl dann eher überempfindlich - im Vergleich.

Ich wiederhole mich. Aber 0,2mm an einem gutmütigen 60/61 HRC Stahl, sauber geschliffen ist für mich ein schneidiger Allrounder - in den Händen eines geübten Messernerds.

grüsse, pebe
 
AEB-L und Sandvik 13C26N sind ident, nur unterschiedliche Hersteller und deren Bezeichnung.

Laser ist bei mir 0,15mm und weniger.

Da kann man sich aus meiner Sicht schon über Unterschiede in der Empfindlichkeit unterhalten, aber solche Klingenmaße bleiben in meiner Welt, stahlunabhängig, empfindlich. Der härtere Stahl dann eher überempfindlich - im Vergleich.

Ich wiederhole mich. Aber 0,2mm an einem gutmütigen 60/61 HRC Stahl, sauber geschliffen ist für mich ein schneidiger Allrounder - in den Händen eines geübten Messernerds.

grüsse, pebe

Ich will das nicht zu weit fortführen, da wohl jeder so bisschen selbst absteckt, ab wann etwas empfindlich ist und ab wann nicht. Ich setze mein Ashi weniger als Allrounder ein, sondern als besondere Alternative für bestimmtes Schnittgut. Ich wollte nur nochmal klarstellen, dass auch Laser durchaus alltagstauglich sein können, wenn die Geometrie und der Stahl eine stabile Schneide unterstützen und man damit auch umgehen kann.
 
Ich will das nicht zu weit fortführen, da wohl jeder so bisschen selbst absteckt, ab wann etwas empfindlich ist und ab wann nicht. Ich setze mein Ashi weniger als Allrounder ein, sondern als besondere Alternative für bestimmtes Schnittgut. Ich wollte nur nochmal klarstellen, dass auch Laser durchaus alltagstauglich sein können, wenn die Geometrie und der Stahl eine stabile Schneide unterstützen und man damit auch umgehen kann.

So isset!

Ich beziehe aber gerne Newbies und Normalos in meine Berichte mit ein und solche reagieren regelmäßig und berechtigt verwirrt bei manchen Aussagen.

Alle anderen kennen ohnehin keine Grenzen - the sky is the limit.

grüsse, pebe
 
Was halten wir denn von diesem Messer: 8.3 Inch Chef Knife Stainless Silver Steel No. 3 Blade Ebony Handle
Das sechste Foto ist ein Kehlshot, was man selten bei solchen Angeboten findet. Sieht doch ganz gut aus. Gibt es auch mit anderem Griff.
Oder als Nakiri. Oder als 17cm Gyuto (obwohl hier die Angaben widersprüchlich sind) Da gibt es unten einen Kehlshot von einem User, der auch gut ausschaut, der Kehlshot nicht der User. Man kann auch nur die Klinge kaufen. Das Lieferdatum ist wahrscheinlich dem chin. Neujahr geschuldet, das morgen beginnt. Hier würde ich auf jeden Fall Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen.
 
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