Kazoku Prestige 1k & 6k - Schleifstein Vorstellung und Vergleiche

Hier wurde ein Achat aus China angemerkt, korn etwa 8k- 10k. Ich habe von Ali Express eine Grünen Achat, recht langsam, aber mit Öl macht der als abschluß durchaus seine Arbeit. Wenn zeit keine Rollex spielt, ist der mit system brauchbar. Synthetische steine sindeventuell schneller, wie ein Koseki mit 10k. Aber das ganze soll ja spaß machen und nicht eine hetzjagt nach minuten.
 
Interessant find ich aber, dass bei mir das schliffbild genau andersrum war.
Hat dhl vielleicht die Steine umlackiert???
Ich war mir auch unsicher, weil @Username86 den Pinken auch als gröber beschrieb als den Gelben (und nebenbei bemerkt den Gelben als härter als den Arashiyama, was ich auch nicht bestätigen kann). Wie ein Schliffbild aussieht, hängt immer auch vom Stahl und von der Nutzung ab, genauso wie die Arbeitsgeschwindigkeit bzw. der Abtrag (vor allem vom Druck). Die Bilder sind von der Flanke eines Messers aus Shirogami #1, d. h. von einem sehr wenig verschleißfesten Stahl, der flächig bearbeitet wurde (also implizit mit geringem Druck). Ich habe daher mir die Schneidfase eines Spyderco aus Magnacut unter dem Mikroskop angesehen, wo eben eine kleine Fläche eines relativ verschleißfesten Stahls bearbeitet wurde -- mit demselben Ergebnis. Bilder habe ich leider keine davon, alle vier Testmesser haben inzwischen Finishes anderer Steine.
Ich denke aber, dass man mit keinem der beiden Steine was falsch macht, besonders bei dem Preis.
Nein, keinesfalls, ich fand im Großen und Ganzen beide gut und auch im Wortsinne preiswert. Aber ein krasser Preis-Leistungs-Tipp sind sie halt auch nicht, von Shapton und Imanishi gibt es jede Menge in dem Körnungs- und Preisbereich, und wenn man auf S&G verzichten kann, wird die Liste noch länger und der Preis mitunter geringer.
 
Ich war mir auch unsicher, weil @Username86 den Pinken auch als gröber beschrieb als den Gelben (und nebenbei bemerkt den Gelben als härter als den Arashiyama, was ich auch nicht bestätigen kann).
Bei gleichem Druck und Messer hatte der Renge deutlich sichtbar mehr Abrieb erzeugt. Als die Steine bei C.H.K. zum Testen waren hatten er und neko den Unterschied nicht so groß empfunden, da man mehr Abrieb auf dem Prestige 6000 erzeugen konnte wenn man etwas mehr Druck ausgeübt hat. Mangels Zeit hatte ich dies nicht mehr weiter getestet, der Renge 6000 ist bei mir kein Splash&Go-Stein mehr und gönnt sich ein 2min Wasserbad oder sehr häufiges Nach-Splashen.

Zum Vergleich mit dem Arashiyama 6000: Den Stein hab ich nicht im direkten Vergleich bei mir gehabt, jedoch hatte ich damals mehrmals in den Arashiyama 6000 eingeschnitten, was mir beim Prestige und Renge 6000 nicht mehr passiert ist. Auch entstand beim Arashiyama mehr Slurry, was bei beiden Prestige weniger sich zeigt. Daraus hatte ich die Schlussfolgerung gemacht, der Arashiyama 6000 sei weicher. Wenn du den direkten Vergleich hast und dies nicht so empfunden hast, umso besser. Wie haben sich die drei 6000er Imanishi Steine denn geschlagen gegeneinander?
 
Auch von mir ein dickes Dankeschön an @C.H.K. . Dank ihm konnte ich auch gleich 3 Steine testen.

in der Zwischenzeit hatte ich auch die Gelegenheit einen Shapton Kuromaku zu testen, was natürlich die Ergebnisse beeinflußt, die Eindrücke sind noch sehr present, aber es war kein Direkt-Vergleich.
Ich selber habe auf dem King 1k/6k Kombistein vor ca. einem Jahrzehnt angefangen und habe mir beim letzten Black Friday (2025) den Naniwa Chosera Pro 5000 im Angebot gegönnt, nachdem ich schon einige Steine der Serie besitze.

ich schreibe einfach zu allen mir bekannten Steinen in der Körnung etwas, so kann man sehen wo ich her komm und ist ja eh alles relativ.
Messer/Stahl: Opinel Carbon, Herder Carbon Schnippler, Herder Lignum, (Vic, Wüsthof 1.4116), 12C27, culilux 14C28N & NC62, Aogami 2. Spiegelseite westliches Stemmeisen.

King (1000/)6000
Sehr weich gebundener Stein, erzeugt relativ viel Schlamm/Sauerei, schnelles Hohlschleifen und trotzdem setzt er sich gern mal zu (lässt sich nicht ganz mit Fingern entfernen. Schwarze Punkte bleiben bei chromhaltigen Stählen gerne mal), vor allem wenn man so wie ich, vergessen hat, ihn lang vorher zu wässern. Für dass wie schnell er sich hohlschleift, finde ich ihn auch nicht besonders schnell. (Wobei die 6k Seite noch die angenehme von beiden ist. Die 1k Seite macht verdammt viel Dreck und schleift sich wirklich schnell hohl.)
Ohne System habe ich eigentlich nur noch mit der Schneide auf dem 6k abgezogen (also Messerrücken voraus), weil man einfach viel zu leicht einschneidet (so war meine Anfänger Erfahrung). Mit System ist die Gefahr geringer aber immer noch da, man muss auf jeden Fall immer deutlich konzentrierter bleiben wenn man gegen die Schneide arbeitet.
Das Schleifgefühl ist durch die geringe Härte recht cremig/sahnig wobei es schon ins gummiartige übergeht. Speziell wenn man die Flanken/Seiten eines Messer bearbeitet bremst es schon, wobei das auch wieder an meinem nachlässigen Wässern liegen könnte. Gefühl hat was von Radiergummi. Feedback ist aber durchaus gegeben. War also schon OK um das Schleifen zu erlernen.
Ich benutze den nach wie vor für Winkelbestimmungen an unbekannten Messern (Edding-Methode) und für meine ersten Kasumi Versuche. Braucht lang zum trocken. Sprich man kann ihn eigentlich erst nach 2-3 Tagen wegräumen, wenn er wirklich gewässert wurde.
Hobeleisen oder Stemmeisen/Stechbeitel mache ich auch mehrmals im Jahr. Dazu muss man ihn wirklich teilweise zwischen drin abrichten, weil man sonst zum verrunden neigt und sich die Eisen versaut.
Also eigentlich gutes Feedback und Schleifgefühl, aber als alleiniger Stein war der für mich ungeeignet, weil ich ihn dann meist doch nie früh genug gewässert habe (Performance leidet dadurch) und das schnelle Hohlschleifen vor allem bei Holzwerkzeugen.

Kazoku Prestige 6000:
Schon deutlich härter als der King, aber der 2t weichste der betrachteten Steine mach meinem Eindruck. Ein eher weiches, feines & cremiges Schleifgefühl mit tollem Feedback. Gefällt mir sehr gut. Durch die eher weiche Bindung ist die Gefahr des Einschneidens gegeben, aber durch die gute Rückmeldung auch gut zu umgehen. Auch ich hatte den Eindruck, dass der Abrieb eher gering ausfällt. Arbeitet man aber mit mehr Druck, kommt schon ordentlich Abrieb zu Tage, aber dann auch einiges an Slurry. Nur versuche ich in der Körnungsklasse mit möglichst wenig Druck zu arbeiten, deshalb war der bei mir beim schärfen recht langsam. Hat eine gewisse Saugwirkung was beim Schärfen für’s Feedback hilft, zum Flanken bearbeiten ist es aber manchmal etwas bremsend/saugend. Vermutlich wegen der etwas geringeren Härte?
Stein setzt sich nicht zu. Der Stahl Abrieb kann leicht mit den Fingern entfernt werden.
Bezeichnung als Splash&Go geht in Ordnung, ist zwar kein Shapton, aber der Stein zieht nur minimal Wasser, sprich man muss ab und zu Wasser nachgeben, aber NICHT weil der Stein es aufgesogen hat, sondern weil man es ja oft vom Stein runter schiebt beim Schärfen oder weil man Abrieb wegspülen möchte, oder das Slurry verdünnen will. Während des Schleifens ist mir aber aufgefallen das sein Verhalten besser wird, z.B. besseres gleiten mit Planen Flächen wie einem Stemmeisen, spricht also für etwas Wasseraufnahme. Ist auch nicht ganz so schnell trocken wie ein Shapton, aber “ über nacht” scheint zu reichen.
Erinnert mich etwas an die 6k King-Seite (die positiven Aspekte des Kings werden sogar getoppt) und das mit Splash&Go. Im Prinzip mag ich diese cremige Schleifgefühl mehr wie die härteren Steine, im Alltag sind mir die harten Steine aber praktischer weil ich auch nicht immer für den “meditativen” Aspekt Zugang habe sondern das Ergebnis wichtiger ist und weniger Abrichten muss.


Kazoku Prestige Renge 6000:
Vom Schleifgefühl habe ihn als härter als den braun-gelbe Prestige 6k wahrgenommen. Deshalb auch nicht so cremig wie der gelb-braune, aber fern ab einer berüchtigten Shapton Kachel. Eher Richtung fein kreidig. Die Fase Freihand zu treffen ist auf Grund des geringeren Feedbacks etwas schwieriger wie beim gelb-braunen, aber ich bin eigentlich ja auch Systemschleifer, deshalb interessiert mich mehr ob man spürt bzw. hört ob die Riefen des vorangehend Steines beseitigt werden oder auch nicht. Das ist auf jeden Fall für mich gegeben, sogar lauter wie beim gelb-braunen Prestige was vermutlich darin liegt, das er etwas gröber ist oder zumindest rauher wirkt. Einschneid-Risiko würde ich hier auch als geringer einstufen.
Auch er wird mit Druckerhöhung natürlich schneller, aber ich empfand in bei wenig Druck schneller als den braun-gelben Prestige mit kaum Tendenzen zum Zusetzen. Alles leicht mit Fingern entfernbar. Besser wie beim Shapton 8k oder King 6k.
Splash&Go: Erinnert mich etwas an der Chosera 5k vom Verhalten. Man muss schon noch Nachsplashen im ganzen Schleifprozess, weil schon etwas Wasser versickert, da man zwecks Runterschieben des Wasser aber sowieso meist Wasser nachgibt, finde ich das durchaus im Rahmen, wobei ich mich schon dabei erwischt habe;), dass es mich bei meinem Chosera genervt hat. Auch hier scheint über Nacht trocknen zu reichen und auch hier verbessert sich das generelle Verhalten wenn er schon eine weile Benutz wird, also leicht Wasser gezogen hat.
Ist zwar in keinem Punkt Testsieger, aber ich finde er hat ein ausgewogenes Verhalten ohne eine wirkliche Schwäche. Hat mir gut gefallen und könnte ich mir gut als relativ preiswerte sorglos Alternative zum Chosera 5k vorstellen.

JNS 6000:
Würde behaupten der härteste der 3 PassAround Steine von @C.H.K. Trotzdem ein super Schleifgefühl. Wirkt zuerst etwas grob und kratzig und eher kreidig, wenn aber die Riefen des Vorgängers entfernt sind wird’s sehr feinkreidig, mit noch mehr Zeit fast schon in Richtung cremig. Auf jeden Fall ein Super Feedback sowohl haptisch als auch akustisch. Akustisch mit Abstand das beste FB. Also gute Rückmeldung über den Zustand der Schneide und natürlich zum Treffen der Schneidfase. Bei der Bearbeitung der Messerflanke/Spiegelseite Stemmeisen, hat mir das Schleifgefühl besonders gut gefallen. Da bremst nichts, nichts gummiartiges, nicht kachelig, nicht glitschig, auch hier mit Abstand am besten. Abtrag ist mir mehrmals sehr positive aufgefallen (schnell) aber vielleicht ist der Stein auch etwas gröber für einen 6k? Abtrag ähnlich hoch wie der Chosera. Trägt auch ohne Druck ordentlich Material ab, was ich beim Schärfen von Vorteil finde, weil ich bei diesen Körnungen sowieso jeglichen Druck zu vermeiden versuche. Splash&Go: auch hier reicht Splashen, aber er trocknet komischer weise etwas langsamer wie die anderen S&G Steine oder das abreiben mit Tuch funktioniert nicht so gut? Aber auch hier kann man den Stein am nächsten Morgen wegräumen (wenn man Abends geschärft hat).

Naniwa Chosera Pro 5000:
Sehr hart fühlt sich aber nicht unbedingt so an. Eher cremiges oder sogar klitschiges Schleifgefühl. auf jeden Fall absolut nicht kratzig. Wobei ich bei diesem Stein an den meisten Stellen noch die glasige Brandschicht habe, was sicher zu dem Eindruck beiträgt. An den zwei Spots, wo er schon etwas angeschliffen ist fühlt er sich etwas kreidiger an. Feedback ausreichend gut aber akustisch viel gedämpfter als der JNS. Vielleicht wird das noch besser mit fort streitendem Abrichten, für mich ist das Feedback so oder ausreichend. Geschwindigkeit ist super. Trotz der sau dämlich gewählten Farbe erkennt man in kurzer Zeit sehr viel Abrieb vom Stahl. Kein Zusetzen, Abrieb kann super mit den Fingern entfernt werden.
Splash&Go: wie schon erwähnt braucht er ab und zu nen extra Spritzer, anders als die anderen mir bekannten Steine der Serie. Hält sich aber im Rahmen und wurde bei mir eher weniger als mehr, was ich auf die bei mir vorherrschende relativ hohe Luftfeuchtigkeit schiebe (Keller). Trocknet auch etwas langsamer als ein Shapton, aber auch hier reicht normal eine Nacht.
Chosera war zumindest im Angebot sein Geld wert und würde ich mir für den Preis (ca. 85€) auch wieder kaufen, für den regulären Preis nicht.

Shapton Kuromaku 8000:
Härtester mir bekannter Stein in dem Bereich. Schleifgefühl schon kachelig, wobei man dazu sagen muss, dass der Stein sehr wahrscheinlich noch die Brandschicht hatte und nach dem ersten mal Abrichten vermutlich angenehmer gewesen wäre? Ich kenn den 120er, 2k und 12k. 120er ist auch eine üble Kachel und dazu noch furchtbar kratzig. 2k und 12k finde ich aber beide sehr gut insgesamt und auch vom Schleifgefühl voll OK bis gut. Ist aber sehr relativ. Man gewöhnt sich ja auch an sowas und die Unterschiede werden erst im direkten Vgl. dramatisch.
Feedback, geht schon, aber im direkten Vgl. mit dem King oder Chosera muss er sich hinten anstellen. Trägt relativ zügig ab, ich finde aber er hat eine leichte Tendenz zum Zusetzen und man muss deutlich mehr mit den Fingern reiben um den Abrieb weg zu bekommen und ein paar schwarze Stellen bleiben gern mal.
Für Stemmeisen fande ich ihn am besten, auch etwas kachelig/glitschig (aber dafür garkein Bremsen und wenig festsaugen). Gefühl ist hier nicht so wichtig und er bleibt halt sehr wahrscheinlich am längsten plan.
Splash&Go the original! Erinnert an eine frisch imprägnierte Softshell Jacke. Wasser bleibt wirklich super stehen. Kann man nach wenigen Stunden wegpacken und die Box verzeiht es auch wenn man es zu früh macht.
Unentschlossen. Gefühl und Feedback ist schon deutlich schlechter, aber vielleicht lag es ja auch an der Brandschicht? Der 2k ist auch nicht abgerichtet aber der gefällt mir trotzdem. Dachte ja nur der 5k ist und bleibt eine Kachel, was man so ließt…

zur Abnutzung/Hohlschleifen der 3 Steine kann ich natürlich nicht wirklich was sagen, wobei dies eigentlich für mich eins der wichtigsten Aspekte eines Schleifsteins sind und warum ich schon immer mit Shaptons und Naniwa Choseras geliebäugelt habe, da diese sich nur langsam hohlschleifen und man sie deswegen nur selten abrichten muss. Hier hat mich der King Stein das Fürchten gelehrt, aber das sind auch Extreme und es gibt alles zwischen drin. Ich hatte zu King Anfangszeiten damals aber auch noch keine Diamantplatte zum Abrichten, damit ist das ganze natürlich ein Kinderspiel. Ich habe das wenn es bitter nötig war mit Schleifpapier und Fliese gemacht und fand das recht nervig. Aber für Holzwerken muss man den wirklich nach jedem Eisen abrichten, sonst versaut/verrundet man sich sehr schnell die Spiegelfläche.
Trotzdem ist, anders wie beim Shapton oder auch Naniwa, mehr Schleifschlamm bei allen 3 Steinen zu sehen. Sprich ich vermute sie müssen öfters abgerichtet werden. Dick genug wirken die Steine, man wird also trotzdem lange Spaß dran haben. Das weichere Schleifgefühl hat halt sein Preis.

Schärfe: die Unterschiede empfand ich als sehr gering und ich denke der Systemschliff an sich hat mehr Einfluss. Deshalb bin ich auch vorsichtig was hier die Einschätzungen betrifft.
Bei reinen Druckschnitt (also absolut keine vor oder Zurückbewegung) kann man noch den größten Unterschied merken, da hat der Shapton 8k ganz leicht die Nase vorn würde ich sagen, aber da ist tatsächlich der SP12k am besten und sowieso ist die Geometrie wichtiger glaube ich. bei nur 1 oder 2mm Zugbewegung schneiden sie alle sofort ein, selbst in eine welken Gurke oder Paprika.
Der gelb braune Prestige neigt vielleicht am ehesten zum gleiten, aber kann auch Anwenderfehler meiner Seite sein (nachlässig entgratet, weil ich den sowieso eher nicht kaufen werde).
JNS 6k und Renge Prestige hatten auf jeden Fall eine feine Schärfe mit noch ausreichend Biss wie ich es mag. Direkter Vgl. war jeweils mit einem Herder Carbon Schnippler und Opinel Carbon. Das war der letzte Test den ich noch gemacht habe, also wie lang der Schliff hält habe ich nicht getestet sondern gleich das nächste nochmal aufgelegt.

Der Prestige Renge hat mir gut gefallen und würde ich mir vermutlich sofort kaufen, auch wenn er jetzt in keinen meiner Kriterien Testsieger ist. Ist aber derzeit bei meesterslijpers ausverkauft. Ich such ja noch nach nem Stein mit gutem P/L wenn ich z.B mehrere Stemmeisen nachschleife. da mache ich die ganze Progression mit einem Eisen durch und dann das zweite. Da können aber schnell mal 15min-3h oder aber auch 16h dazwischen liegen (z.B. Morgens und Abends) und da will ich die Steine lieber voll durchtrocknen lassen, bevor ich sie wieder verwende, speziell die magnesium gebundenen mögen das halb getrocknete wiederverwenden wohl garnicht. Die grobe Arbeit machen da meist die Diamantplatten und da ist das alles kein Problem.
Das bessere haptische Feedback des braun-gelben Prestige brauche ich mit hauptsächlich System nicht unbedingt, deshalb eher Renge. Lustig dass ich nach der Beschreibung von @Username86 absolut zum gelb-braunen Prestige tendiert bin und den Renge garnicht ernsthaft in Betracht gezogen habe. Erinnert mich etwas an meinen King 6k, obwohl er im direkten Vgl. deutlich anders ist, aber er ist von allen Steinen die ich probieren konnte/kenne ((6 Stück), am nächsten dran .

Der JNS 6k hat mir mit jedem mal benutzen besser gefallen, am Anfang tatsächlich nicht mal so gut. Der Preis ist deutlich mehr wie ich ausgeben wollte und im Prinzip müsste ich ja auf den noch mehr aufpassen wie auf den Chosera, was ja nicht mein Plan war. Trotzdem hat der sich bei mir eingebrannt und ich befürchte irgendwann werde ich den dann doch haben wollen…
Ist noch garnicht so lang her, da habe ich mir auch noch kein Messer über 100€ gekauft…
Mal schauen was siegt, die Vernunft oder die ??? Ja was ist das eigentlich?

nach Härte würde ich sie so einordnen:
Shapton > >chosera >JNS > renge >prestige (gelbBraun) wobei JNS-Renge nah bei einander ist.

Feinkörnigkeit/ feinheit Kratzgeräusch:
Shapton / prestige (gelbBraun) > chosera > JNS/Renge

Schlammentwicklung:
prestige (gelbBraun) > JNS > Renge > chosera > Shapton

Splash & Go:
Shapton >>>>>> prestige (gelbBraun) / JNS/Renge > Renge/chosera

hohlschleifen (Spekulation!!!):
prestige (gelbBraun) > JNS/Renge >> chosera >>>> Shapton


Also nochmal vielen Dank an @C.H.K. das er es ermöglicht hat und das es so etwas gibt. Ich hätte, rein von dem Geschriebenen was man so findet, niemals ernsthaft daran gedacht den JNS6k oder den renge mir zuzulegen. Jetzt ist es gerade anders rum.
Aber auch komisches Gefühl unbedingt etwas zum schleifen zu finden und bereits scharfe Messer nur zum Test nochmal schärfen. SG2 Takamura hätte ich noch da gehabt, aber da ist die Micro-Fase noch ziemlich frisch und wollte ich dann doch nicht.
Ich mein den Std. X50CrMov15/1.4116 hätte ich zu genüge und habe ich auch 2 Messer getestet, aber das hat wie oft geschrieben, wirklich nur wenige Schnitte gehalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte auch die drei Steine zum Testen da; vielen Dank an @C.H.K. für die Gelegenheit!

Es ist jetzt schon einige Wochen her, dass ich die Steine bei mir hatte. Zwar habe ich die Steine ausgiebig getestet, die Vergleichstests fielen aber längst nicht so umfangreich aus, wie ich es eigentlich geplant hatte: Erst war ich krank, dann wieder krank, und schließlich kam auch noch eine Krankheit dazu. Vielen Dank an die Kitaviren (Bakterien und Parasiten sind an dieser Stelle mitgemeint) auch!
Wenn euch also einer der folgenden Steine zwischen 4000 und 8000 besonders interessiert...: Imanishi Kitayama 4000, Shapton Glass 4000, Suehiro Debado 4000, Suehiro Rika 5000, Shapton Pro 5000, Imanishi Arashiyama 6000, Imanishi Kitayama 8000, Shapton Pro 8000, Naniwa Snow White 8000.

Mit allen drei Steinen getestet habe ich folgende Messer: Ein Munetoshi aus Shirogami #1 für harten Carbonstahl (und für diverse Kasumitests), einen Herderschnippler für eher weichen Carbonstahl, selbigen von Wüsthof (Classic, 1.4116) für rostfreien Stahl und ein PM3 aus Magnacut für einen PM-Stahl, der relativ reich an harten Carbiden ist. Krasse Carbidmonster habe ich keine.
Daneben haben alle Steine noch andere Messer gesehen, aber nicht alle die gleichen und ich habe mir keine Notizen gemacht. Einfluss auf meine Beschreibungen wird das natürlich dennoch gehabt haben.

Im Rahmen meiner Tests habe ich alle Steine ohne jedes Wässern verwendet, alle waren S&G und man konnte sofort loslegen. Ob man alle zwei oder zehn Minuten Wasser nachgeben muss, ist mir völlig gleichgültig, und auch die Trocknungszeit habe ich nicht bestimmt, da ich die Steine halboffen lagere und sie so lange trocknen können, wie sie wollen. Wichtig ist, ob man sofort loslegen kann (war für alle drei Steine der Fall), und ob die Steine pinkeln. also Wasser nach unten abgeben (war für keinen der Steine der Fall und habe ich ohnehin noch bei keinem Stein >1000 beobachtet).

Der gelbe Kazoku Prestige 6000 ist sehr weich gebunden. Das hat einige Vorteile, zum einen arbeitet er recht schnell für einen Stein dieses Körnungsbereichs, zum anderen setzt er sich kaum zu, auch nicht bei rostfreiem Stahl. Durch die schnelle Freisetzung frischen Korns war auch der Magnacutklapper kein Problem. Andererseits kann man da wirklich leicht einschneiden, was mir schon echt lange nicht mehr passiert ist. Der Stein schleift sich auch für einen 6000er recht schnell hohl, ist einer der wenigen 6000er, wo ich mir bei regelmäßiger Verwendung nicht sicher wäre, ob man den noch vererben kann. Ein sehr weiches, sahniges Schleifgefühl, breite Fasen saugen sich schnell fest. Ich finde den Stein einen Tick zu weich gebunden.

Der lila Kazoku Prestige Renge 6000 ist etwas härter, Einschneiden wird man da eher nicht. Die Schlammbildung ist etwas geringer als beim gelben, aber er setzt sich kaum zu und arbeitet für einen 6000er schnell. Ich finde die Härte hier sehr gut ausbalanciert. Es ist dennoch ein relativ weicher Stein, der mich sehr an die Naniwa Superstone-Serie erinnert.

Der JNS Matukusuyama 6000 arbeitet von den drei Steinen am schnellsten, obwohl er der härteste ist. Vermutlich wird er ein höheres Verhältnis von Schleifkorn zur Bindemittel enthalten, was das von anderen schon berichtete, manchmal etwas kratzige Schleifgefühl erklärt. Freihändig ist eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit besonders wichtig. Der Stein bildet von sich aus noch weniger Schlamm, hinterlässt aber ein sehr nettes Finish. Insgesamt ein toller Stein und zwanzig oder dreißig Euro Aufpreis hätte ich verstanden, aber siebzig? Naja, Glückwunsch an Maksim, dass er seine von den Produkteigenschaften völlig entkoppelten Apothekenpreise nicht nur bei Messern durchgesetzt bekommt.

Insgesamt bestand der PA aus drei sich gar nicht so unähnlichen Steinen. Empfehlenswert finde ich sie alle. Den Matukusuyama fand ich von allen drei Steinen am besten, aber er ist halt auch sehr teuer und kostet ungefähr das zweieinhalbfache der anderen beiden Steine, ohne auch nur annähernd soviel besser zu sein. Die beiden Kazokus sind sehr gut, kommen aber meiner Meinung nach nicht ganz an den ungefähr gleich teuren Arashiyama 6000 heran. Den gelben Prestige würde ich mit System, den violetten Prestige Renge ohne System bevorzugen.

Zuletzt noch ein Kasumi am Munetoshi mit dem Matukusuyama. Die von den anderen beiden Steinen findet ihr weiter vorne in diesem Thread. Vorarbeit in allen Fällen mit Shapton Glass 500 und Naniwa Pro 3000.

6000_JNS_Matukusuyama.jpg
 
Nachdem hier Username86 die Kazokusteine vorgestellt hatte war ich neugierig genug, mir den Kazoku Prestige 6000 und den Katoku Prestige Renge 6000 zu bestellen.
Nochmal vielen Dank für die Arbeit, die du dir und nachfolgend die weiteren Tester der Steine hier getätig haben.
Ich habe die Steine miteinander und mit verschiedenen Stählen ebenfalls mittlerweile mehrmals genutzt und getestet.
Meine Eindrücke:
Beide Steine werden zurecht als s&g beschrieben, sie sind harzgebunden und nehmen kein Wasser auf.
Es fällt mir schwer, einen der beiden Steine als härter zu beschreiben. Sie liegen nach meinem Eindruck fast gleichauf, ich würde den Prestige 6000 als etwas härter und abtragsstärker beschreiben.
Aber sie liegen beide so nah beieinander, dass mir die Unterscheidung schwer fällt.
Wo liegen sie im Vergleich zu weiteren Steinen der 5-6000er Klasse:
Der Rika 5000 ist deutlich gröber als beide Kazokus, zudem muss er gewässert werden.
Bei härteren Stählen ab 63 HRC ( SG2 oder auch ZDP 189 / HAP 40) spielen der Naniwa chosera 5000 und der Shapton 5000 ( mit Slurry) ihre härteren Vorteile aus.
Bis SG2 würde ich die beiden Kazoku empfehlen, hier ist noch gut Abtrag zu sehen, darüber die beiden anderen Shapton und Naniwa.
Mein Vergleich mit dem Arashiyama 6000 empfindet die beiden Kazoku als härter.
Der Arashiyama muss deutlich häufiger abgerichtet oder mit einem Nagura freigerieben werden.
Seine Oberfläche schneidet leichter ein und wird relativ schnell "bucklig", für mich sind hier beide Kazoku besser weil leichtgängiger, besser abtragend und formstabiler.
Die unterschiedliche Wahrnehmung der Steine zu den oberen Testern kann aber sicher auch unterschiedlichen Eigenschaften der Steine gleicher Margen liegen- so hatte ich ja auch an anderer Stelle einen Kitayama 8000 als sehr enttäuschend beschrieben und danach einen gleichen Stein als sehr hochwertig kennegelernt.
Wo sehe ich die Position der Kazoku in einer Steinprogression?
Ich würde die Steine für das Finish von Stählen bei HRC 57-61 sehen.
Hier macht eine Progression nach dem z.B. Shapton 2000 Sinn, der Naniwa 3000 könnte übersprungen werden. Ist natürlich dann auch eine klare preisl. Empfehlung.
Härtere Stähle finishe ich gerne bis 8000, hier mit dem Shapton ( mit Slurry) oder einem guten Kitayama oder mit meinem Favoriten, dem Suehiro 8000 (gewässert).
Natursteine einmal rausgenommen.
Hier braucht es die Kazokus nicht, ich würde davor den Naniwa chosera 3000 setzen.
Aber wie gesagt, für z.B. die K-Serie von Herder, Schanz`sche Slimline oder Lucidus oder auch Culilux sind die Steine eine klare Empfehlung von meiner Seite.
Die Messer haben wir auch zuhause und ich habe es mittlerweile mehrfach getestet.
Nochmal Danke an Username68 für die Vorstellung und an die anderen Kollegen hier für ihre Testerarbeit!
 
Zurück