HerbertR
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Hallo Materialspezialisten, brauche eure Hilfe:
Nachdem ich jetzt eine Woche benötigt habe um meinen Ärger (über mich) zu verarbeiten zeige ich den Grund dafür.
Aber zuerst mal der zeitliche Ablauf:
Ich habe einige Messer aus Feilen gemacht. Die habe ich im Geschäft zuerst weichglühen dürfen und anschließend auch härten.
Da fing das Drama an. Während die Feilen im Ofen bei 780 bis 800° C lagen, musste ich im Geschäft noch "ganz schnell" (ich hatte Urlaub) für die Fertigung ein Teil vermessen. Lief natürlich nicht wie gedacht und als ich fertig war, waren 4 Stunden vergangen.
Dann abschrecken in Härteöl und anlassen mit dem Brenner und immer wieder Temperatur überprüfen mit dem Thermometer.
Anschließend habe ich die Härte überprüft und kam noch auf ca. 260 HV entspricht ca. 24 HRC.
Also die ganzen Messer wieder in den Härteofen und bei 600 °C wieder weichgeglüht, wieder im Ofen auskühlen lassen und wieder gehärtet und abgeschreckt im Härteöl.
Das Anlassen diesmal im Ofen bei 200 °C.
Dann wieder Härtemessen: Zwei Feilen hatten 660 und 680 HV = 58/59 HRC. Die erste habe ich beim Ausrichten bei leichtem Biegen abgebrochen. Gibt jetzt wohl ein Rasiermesser? Die anderen Feilenmesser waren weich wie vorher.
Kann mir jemand von den Materialprofis sagen was da alles schief gegangen ist?
Ich vermute, dass ich Messer vollkommen entkohlt habe, aber sicher weiß ich das nicht. Auf den Oberflächen ist eine Schicht und die blankgeschliffenen Flächen haben lauter "Krater".
Diesen Mist möchte ich nicht mehr wiederholen müssen.
Jemand anderem möchte ich mit diesem Beitrag auch diese Erfahrung ersparen.
Schon mal vielen Dank im Voraus.
Grüße
Herbert
Nachdem ich jetzt eine Woche benötigt habe um meinen Ärger (über mich) zu verarbeiten zeige ich den Grund dafür.
Aber zuerst mal der zeitliche Ablauf:
Ich habe einige Messer aus Feilen gemacht. Die habe ich im Geschäft zuerst weichglühen dürfen und anschließend auch härten.
Da fing das Drama an. Während die Feilen im Ofen bei 780 bis 800° C lagen, musste ich im Geschäft noch "ganz schnell" (ich hatte Urlaub) für die Fertigung ein Teil vermessen. Lief natürlich nicht wie gedacht und als ich fertig war, waren 4 Stunden vergangen.
Dann abschrecken in Härteöl und anlassen mit dem Brenner und immer wieder Temperatur überprüfen mit dem Thermometer.
Anschließend habe ich die Härte überprüft und kam noch auf ca. 260 HV entspricht ca. 24 HRC.
Also die ganzen Messer wieder in den Härteofen und bei 600 °C wieder weichgeglüht, wieder im Ofen auskühlen lassen und wieder gehärtet und abgeschreckt im Härteöl.
Das Anlassen diesmal im Ofen bei 200 °C.
Dann wieder Härtemessen: Zwei Feilen hatten 660 und 680 HV = 58/59 HRC. Die erste habe ich beim Ausrichten bei leichtem Biegen abgebrochen. Gibt jetzt wohl ein Rasiermesser? Die anderen Feilenmesser waren weich wie vorher.
Kann mir jemand von den Materialprofis sagen was da alles schief gegangen ist?
Ich vermute, dass ich Messer vollkommen entkohlt habe, aber sicher weiß ich das nicht. Auf den Oberflächen ist eine Schicht und die blankgeschliffenen Flächen haben lauter "Krater".
Diesen Mist möchte ich nicht mehr wiederholen müssen.
Jemand anderem möchte ich mit diesem Beitrag auch diese Erfahrung ersparen.
Schon mal vielen Dank im Voraus.
Grüße
Herbert
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Du hast natürliche recht. Gibt es eigentlich einen Preis für diesen Härtezeitrekord?