Sharpmaker - Ein paar Fragen zum Schärfvorgang

Teil 2:
 

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Vielleicht verstehe ich ja jetzt etwas an den Bildern von Thomas Spohr nicht, aber ich denke sie sollen den den Unterschied zwischen der Schneidengeometrie und den Schleifwinkeln des Sharpmakers verdeutlichen.

Ich habe also meinen Sharpmaker mal direkt vor die Bilder gehalten und mußte feststellen, daß die Schleifwinkel des Scharpmakers nicht getroffen wurden.

In der 30-Grad-Stellung steht er weniger steil als auf Abbildung 1.

Und in der 40-Grad-Stellung steht er erheblich steiler wie in Abbildung 2.

Insgesamt also viel dichter an der abgebildeten Klingengeometrie.

regards
 
Hallo darkblue,

die Winkel sind frei gewählt.

Die Bilder sollen die Abtragung bei nicht übereinstimmenden Winkel verdeutlichen (denn Schneidenwinkel sind nun mal nicht genormt).

Thomas
 
Danke für die Erklärung, Thomas.

Ich denke allerdings schon, daß man mit den beiden möglichen Winkeln einen guten Kompromis für viele Klingengeometrien ermöglicht hat.

Ich komme bei meinen Foldern auf jeden Fall sehr gut damit zurecht.

Aber natürlich gebe ich Dir recht, daß in bestimmten Fällen die möglichen Schneidwinkel des Sharpmakers total an der vorgegebenen Klingengeometrie vorbei gehen.

Hier wird dann wohl nur die totale Neuanlage der Schneide möglich sein, oder der Wechsel auf ein anderes Scheifwerkzeug.

regards
 
Hallo darkblue

ich bin mit den vorgegebenen SM-Winkel auch zufrieden.

Ich wollte nur verdeutlichen, daß Aussagen wie: „Habe Messer xy gekauft und war mit der Schärfe nicht zufrieden, kurz den SM benutzt und ist jetzt rasiermesserscharf“ aller Wahrscheinlichkeit nach nicht stimmen können (also Schärfe „auffrischen“ ohne reprofilieren).

Reprofilieren mit dem mittleren SM Stein braucht m. E. n. eine weit ins dreistellige gehende Anzahl von „Zügen“, auch hier bin ich über Aussagen, die viel weniger Züge brauchen, etwas irritiert!

Thomas
 
„Habe Messer xy gekauft und war mit der Schärfe nicht zufrieden, kurz den SM benutzt und ist jetzt rasiermesserscharf“

Das bestätigt mich in meiner Annahme, daß für vielen Schneidengeometrien von Serienmessern die Schleifwinkel des Sharpmakers zu passen scheinen.

Das Reprofilieren mit dem braunen Stein dauert allerdings viel zu lange. Hier ist man ohne die Diamond-Rods ziemlich aufgeschmissen.

regards
 
Thomas, ich muß Dir da widersprechen.

Bei Zeichnung "Teil2" wird das Messer mit wenigen Zügen scharf - da Du praktisch da ein zweite "Minischneidkante" an die Schneidkante schleifst. Und genau so ist die Verwendung des Sharpmakers auch gedacht.
IIRC wird das irgendwo auf dem Video auch so erklärt.
Erst wenn die Minischneidkante sehr groß geworden ist, soll man die Schneidkante komplett im schmaleren Winkel wieder erneuern - und dann wieder mit dem stumpfen Winkel schärfen!
Ähem ... alles klar ??
 
Jepp, so funzt es ja auch in der Praxis.

Man kann immer ein paar mal mit dem 40-Grad-Winkel nachschleifen, wobei es recht schnell sauscharf wird, irgendwann ist dann aber der Zeitpunkt gekommen, an dem man den 30-Grad-Winkel braucht. Hier ist es dann aber mit "schnell" vorbei, zumindest wenn man nicht die Diamanten-Latten sein eigen nennt.

regards
 
Dann empfehle ich einen "groben" Banksstein mit hoher Abtragsleistung. Den legst Du dann an den Sharpmakerstab an (im 30 Grad Winkel) und schleift die Klinge an dem Stein. Geht Ratz-Fatz, auch ohne die teuern Diamandstäbchen ...
 
Hallo coolcat / darkblue,

daß Spyderco sich so die Nutzung des SM vorstellt war mir unbekannt. Ich habe das SM-Video nicht sehen können. - Sollte ich mich mit meiner Meinung doch „zu weit aus dem Fenster gelehnt haben“? ;)

Zwar immer noch skeptisch, aber ich probiere es aus. Dank für die Info.

Thomas
 
reprofilieren geht mit dem shaprmaker zumindest bei 154cm auch noch einigermaßen. schätzungsweise 100-150 züge pro seite (nicht abwechselnd, d.h. die 2. seite ein paar züge weniger).
wenn dann der winkel auf 30° ist, genügen 2-6 züge auf 40° um eine klinge wieder scharf zu kriegen.
 
Original geschrieben von cheez
reprofilieren geht mit dem shaprmaker zumindest bei 154cm auch noch einigermaßen. schätzungsweise 100-150 züge pro seite (nicht abwechselnd, d.h. die 2. seite ein paar züge weniger).
....

dann geht das mit CPM S90V und Supracor auch: so 800-900, bzw. 1800-1900, züge und man ist schon fertig. :D

nee sorry, auch wenn für einige "der weg das ziel" ist. der sm ist für das "umschleifen" einer schneide imho nicht gedacht. ;)
 
Das mit dem 40° bis nix mehr geht dann 30°... Auf dem Video ist das anders. Da geht es um Messer, die angeblich einen 50° Winkel haben und daher zurück (bachbevel) geschliffen werden sollen.

Die geschilderte Erfahrung mag damit zusammenhängen, dass ein 40° Winkel vieleicht doch zu stumpf ist?

Was den zweiten Schneidenwinkel an sich angeht, so stimme ich dem zu. Cliff Stamp macht das wohl auch so, nennt das dann "microbeveling".

Für meinen Teil werde ich mein Messer mit 40° schleifen, auf dem SM, wie bisher. Tendenziell erwarte ich, dass der Fabrikwinkel langsam zurückgeht. Wie´s dann schneidet, mal sehen.
 
Hab auch schon überlegt, mir einen SM zu kaufen.Hauptsächlich geht es mir darum,bei selbst gebauten Messern einen ersten Winkel anzu bringen.
Aber so wie die Sache hier aussieht, gehen die Meinungen auseinader, ob das Teil überhaupt dafür geeignet ist, einen bestehenden Winkel umschleifen zu können,geschweige denn, einen neuen anzubringen.
Ich habs, wie so oft geraten, mit Banksteinen versucht,aber erstens weiß ich nicht welchen winkel ich genau anbringe, und zweitens kann ich ihn nicht genau einhalten.
Ist der SM nun dazu geeignet (mit Diamantstäben) oder was soll man dafür verwenden.

Grüße, Günther.
 
Hallo Günther

Es geht sogar mit den braunen Rods, die serienmäßig beiliegen. Nur braucht man dafür eben je nach verwendeter Stahlsorte und Härtung zum Teil sehr viel Geduld.

Daher habe ich mir inzwischen die Diamond-Rods bestellt. Leider sind sie noch nicht da und ich kann keine persönlichen Erfahrungen damit posten.

In anderen Threads hier, spontan fällt mir jetzt einer von Beagleboy ein, wurden die Teile allerdings sehr lobend erwähnt.

regards
 
Original geschrieben von Günther
oder was soll man dafür verwenden.
Wozu gebe ich eigentlich hier Tips, wenn sie keiner liest? :D
Wenn Du es Freihand nicht hinkriegst, nimm einen Bankstein und lehne ihn an den Sharpmaker an (siehe Bild unten). Wenn Du hohe Abtragsleistung möchtest nimm einen DMT Diamandstein. Die sind zwar auch teuer, aber leistungsfähiger als die überteuerten Spyderco-Diamand-Stäbchen.
 

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Das mit der zweiten Schneide anlegen klingt ziemlich plausibel. Ich habe es inzwischen sowieso aufgegeben, die Schneide meines BM 805 ganz umzuschleifen, dafür ist die vorhandenen Schneide viel zu hoch ausgeschliffen. Es ist in der Tat sehr scharf geworden - schon bei Schritt 1. Ich werde es jetzt erstmal dabei belassen und das Video bezüglich des 30 Grad Winkels nochmals anschauen. Irgendwie leuchtet das mir aber nicht so ein. Meiner Meinung nach ist ein 40 Grad Winkel für einen User doch recht tauglich und dürfte nicht zu stumpf sein. Was meint ihr?
 
Nachdem ich es nun einfach wissen wollte, und mein Glück in Banksteinen gesucht habe (zum Glück erst mal mit Küchenmessern) ist mir ein weiterer Vorteil des Sharpmakers dramatisch bewußt geworden.

Egal wieviel oder besser wie wenig Ahnung man vom Schleifen hat, es ist mit dem Sharpmaker fast unmöglich eine Klinge zu verschleifen.

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil!

regards
 
Konfusion?

Also irgendwie drängt sich mir beim Lesen der Verdacht auf, daß es bezüglich der Verwendung der beiden vorgesehenen Winkel beim SM noch Unklarheiten gibt.

Der 30°-Winkel ("Back Bevel") dient grundsätzlich nicht zum Erzeugen der eigentlichen Schneide. Dafür ist nur der 40°-Winkel ("edge") gedacht.
Mit dem 30°-Winkel wird eine quasi nicht mehr vorhandene Schneide vorbereitet, dann wird im 40° Slot die eigentliche Schneide erzeugt. Steht so übrigens auch in diesem bunten Begleitheft; das Video habe ich noch nie gesehen (war bei mir nicht dabei). Aber die Anleitung ist da eigentlich erschöpfend.
Auch die beiden Symbole auf der schwarzen Basis des SM (neben den Slots) weisen deutlich darauf hin

Sorry für das unbeholfene Bild, aber zur Verdeutlichung reicht´s:
Erst wenn der untere, weiter eingezogene 40°-Teil der Schneide quasi weg ist (weil lange nicht nachgeschärft o.ä.), wird die Klinge mit dem 30° Winkel vorbereitet, um quasi die "Schulter" der Schneide wieder herzustellen. Ansonsten hätte man eine extrem kurze Schneide, die natürlich (da sich stark verdickend) schwer durch das Schneidgut geht.

Alles klar? :D
 

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Genau so haben die Leutz von Spyderco es ja auch in dem Handbuch beschrieben (falls mich mein Englisch nicht ganz im Stich läßt).

Das Video konnte ich mir bislang noch nicht ansehen, da ich keinen Bock auf Fernsehen und dergleichen habe, und dementsprechend schlecht ausgestattet bin.

Im Prinzip erzeugt man also bei jedem Messer eine ansatzweise "ballige" Schneide, was an und für sich ja bestimmt nichts schlechtes ist.

regards
 
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