SRS13-Stahl

burgeule

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Hallo,

ich finde leider relativ wenig (eigentlich keine wirklichen) Infos über diesen Stahl:

Hier: "SRS ist ein rostfreier, harter Pulverstahl, welcher eine sehr lange Schnitthaltigkeit aufweist. Generell sind Pulverstähle sind für ihre außergewöhnlich lange Schnitthaltigkeit sowie die einfache Pflege bekannt."

Auch im Forum habe ich nichts gefunden. Ist das ein "Oberbegriff" für nicht näher spezifizierten Pulverstahl? Von Takeshi Saji habe ich Messer zu dem Stahl gefunden.

Hat jemand diesen Stahl bzw. wie muss man den Stahl jetzt einschätzen zwischen den anderen rostfreien: Ginsan / SG2/R2 / VG10 / AUS8 ?
 
Translator:
"SRS-13 (Nachi-Fujikoshi) – SRS-13 ist ein neuer PM-Hochgeschwindigkeits-Werkzeugstahl, im Grunde etwas weniger Kohlenstoff als der SRS-15-Stahl, der von Akifusa in seinen Küchenmessern verwendet wird. Zu diesem Zeitpunkt habe ich außer der Zusammensetzung keine Referenzdaten oder andere Verwendungsberichte. Ich würde vermuten, dass es SRS-15-Stahl sehr ähnlich ist, vielleicht hat SRS-13 aufgrund des verringerten Kohlenstoffgehalts eine etwas bessere Korrosionsbeständigkeit, wodurch ein paar Cr-Atome mehr frei bleiben würden, um Korrosion zu bekämpfen. Aufgrund seines geringen Atomgewichts von nur 12 hat Kohlenstoff eine viel größere Wirkung auf die Karbidbildung als viel schwerere Legierungselemente wie V, Mo, W usw. Ich werde die Aufzeichnung aktualisieren, sobald ich mehr Informationen habe."

Alles neue macht der Mai...
 
SRS15 ist geschützt und darf nur mit Genehmigung des Rechteinhabers verwendet werden. SRS13 ist die ungeschützte Version mit etwas weniger Kohlenstoff.
Erfahrungsberichte und Diskussionen zum Thema findet man z.B. auf spyderco.com im Unterforum zu Mule Team.
 
Hat jemand diesen Stahl bzw. wie muss man den Stahl jetzt einschätzen zwischen den anderen rostfreien: Ginsan / SG2/R2 / VG10 / AUS8 ?
Der größte Unterschied ist, dass SRS13 und SG2 pulvermetallurgische Stähle sind. Ginsan, VG10 und Aus8 sind (vermeintlich) einfache, rostträge Stähle.
Um daraus irgendwelche Schlüsse für ein Messer zu ziehen, muss man einige weiterer Faktoren wissen: z.B. Wärmebehandlung, Härte oder Geometrie der Klinge.

Oder anders gesagt: aus all diesen Stählen lassen sich gute und schlechte Küchenmesser herstellen.
 
Der größte Unterschied ist, dass SRS13 und SG2 pulvermetallurgische Stähle sind. Ginsan, VG10 und Aus8 sind (vermeintlich) einfache, rostträge Stähle.
Um daraus irgendwelche Schlüsse für ein Messer zu ziehen, muss man einige weiterer Faktoren wissen: z.B. Wärmebehandlung, Härte oder Geometrie der Klinge.

Oder anders gesagt: aus all diesen Stählen lassen sich gute und schlechte Küchenmesser herstellen.
Ach was, echt jetzt?
 
... muss man einige weiterer Faktoren wissen: z.B. Wärmebehandlung, Härte oder Geometrie der Klinge.
Wie soll man das denn wissen?
Selbst wenn ich es fachlich/theoretisch wüsste, ist man doch beim Herstellungsprozess nicht dabei.

Also wenn Stahl Stahl ist, wirft das natürlich einige Folgefragen auf:
- Wer macht z.B. den besten SG2-Stahl, oder den besten ... usw.? (Wären interessante Thread's)
- Welchen Stahl sollte man bei welchem Schmied meiden?
- Gibt es unbedenklichere Stähle bzw. "schwierige" Stähle?
- Kann man sowas überhaupt objektiv beantworten oder spielen da eher subjektive Eindrücke eine Rolle?

Mir hat z.B. mal ein Forumsianer geschrieben: "SG2 ist nicht gleich SG2. Mein Takamura R2 ist mir viel zu empfindlich, mein Ogata ist prächtig..."
Andere hier schwören ja auf die Takamura R2.

Ich werde mir einfach mal ein SRS-Messer kaufen, allerdings sind die (bisher gefundenen) teuerer als ein SG2-Klinge.
 
Moin

@burgeule die Fragen stellen sich hier ja alle...gerade beim Stahl
Und " besser " ist da leider relativ . Wärmebehandlung ist das eine...man kann einen Stahl ja von - bis härten. Und das birgt dann Vor und Nachteile.
Dann ist er mal zäher mal bessere Standzeit. SR15 von Akifusa ist mal richtig gut.
Aber in der Anwendung ist die Geometrie / Anschliff noch wichtiger...daraus resultiert die Schneidfreude , Stabilität usw....und da wird es sehr subjektiv...je nach Anwender und das was sein Anspruch / Können / Erfahrung.

Ich hab Takamura und Akifusa...und weis damit umzugehen . Dadurch ist mein Einsatzgebiet deutlich weiter....schlechte Erfahrung , Fehler in der Anwendung ...da kann man schnell mal Lehrgeld zahlen.
Grundsätzlich kann man schon sagen....hoch gehärtet + dünne / sehr dünne Geometrie desto empfindlicher...und wenn das nicht zu dir passt...ja dann den Schmied meiden . Leichte umschleifarbeiten , machen es aber möglich das anzupassen.

SR13 kenne ich nur von Spyderco . Entsprechen " dick " verarbeitet , tut er da gute Dienste

Gruss

Micha

PS: @Seemann Was stimmt denn mir dir nicht ? Zum Thema hast du nichts beizutragen ....
 
Am Ende muss man der Waermebehandlung eben vertrauen oder eben nicht.
Das Takamura ist empfindlich, weil der Stahl durchaus eher auf Haerte und maximal erreichbare Schaerfe getrimmt ist seitens der Waermebehandlung und dabei eben auch eine sehr duenne Geometrie hat.
Ich traue denen aber durchaus zu, das halbwegs konsistent zu halten, meine Messer sind bisher alle sehr aehnlich gewesen. Die Schmiede reden ja auch viel davon, dass sie rostfreie Messer kreieren wollen, die an die Schneideeigenschaften von Shirogami erinnern. Das wird dann halt tendenziell empfindlicher.
Manche Hersteller haben dann eher ein breites Spektrum, wie der Stahl rauskommt. Aber ich erinnere mich auch noch an den Metzger hier frueher. Der hat Massenware von Dick gekauft, die typischen Ausbeinmesser mit gelben Griffen. Selbst diese (ich meine, es war 440er?) Messer hatten immer recht hohe Varianzen in den Qualitaet des Stahls, obwohl es ein vergleichsweise einfach zu handhabender war.
Und ja, es gibt durchaus Staehle, die einfacher von ihrem Optimum weg gehen als andere und es gibt Staehle, die ein breiteres Spektrum an Eigenschaften je nach Behandlung ermoeglichen als andere.
Deswegen ist das ja auch alles immer mit viel anektdotischem Wissen aufgeladen.
Trotz Allem haben viele Stahlsorten grundsaetzliche Eigenschaften, die sie ueber viele Hersteller teilen. Das muss man dann nicht unbedingt mit einem "kommt halt eh auf die Bearbeitung an" wegwischen. Gleichzeitig sollte man sich bewusst sein, wenn mir jetzt jemand einen der schoenen Supersteels schickt und mich ein Messer machen laesst inklusive der Waermebehandlung (mehr als Bunsenbrenner hab ich dafuer dann nicht hier), dass das am Schluss nix taugt und es eben jede Abstufung dazwischen geben kann. Nichtsdestrotrotz kann man einen 420er eben doch von einem Aogami oder einem 3vcpsonstwassuperdingens unterscheiden.
 
Moin

@burgeule die Fragen stellen sich hier ja alle...gerade beim Stahl
Und " besser " ist da leider relativ . Wärmebehandlung ist das eine...man kann einen Stahl ja von - bis härten. Und das birgt dann Vor und Nachteile.
Dann ist er mal zäher mal bessere Standzeit. SR15 von Akifusa ist mal richtig gut.
Aber in der Anwendung ist die Geometrie / Anschliff noch wichtiger...daraus resultiert die Schneidfreude , Stabilität usw....und da wird es sehr subjektiv...je nach Anwender und das was sein Anspruch / Können / Erfahrung.

Ich hab Takamura und Akifusa...und weis damit umzugehen . Dadurch ist mein Einsatzgebiet deutlich weiter....schlechte Erfahrung , Fehler in der Anwendung ...da kann man schnell mal Lehrgeld zahlen.
Grundsätzlich kann man schon sagen....hoch gehärtet + dünne / sehr dünne Geometrie desto empfindlicher...und wenn das nicht zu dir passt...ja dann den Schmied meiden . Leichte umschleifarbeiten , machen es aber möglich das anzupassen.

SR13 kenne ich nur von Spyderco . Entsprechen " dick " verarbeitet , tut er da gute Dienste

Gruss

Micha

PS: @Seemann Was stimmt denn mir dir nicht ? Zum Thema hast du nichts beizutragen ....
Nein ich habe nichts beizutragen. Aber Messerstähle, deren Vor-/Nachteile usw. interessieren mich sehr und damit auch dieses Thema hier. Habe nach der Frage von @burgeule "Hat jemand diesen Stahl bzw. wie muss man den Stahl jetzt einschätzen zwischen den anderen rostfreien: Ginsan / SG2/R2 / VG10 / AUS8 ?" auf Antworten gewartet. Kam aber nichts, nur kalte Luft und nichtssagende Allgemeinplätze. Auch von dir. Bist damit in guter Gesellschaft. Wundert mich daher nicht, dass dir meine Kritik nicht gefällt.
 
Wie soll man das denn wissen?
Selbst wenn ich es fachlich/theoretisch wüsste, ist man doch beim Herstellungsprozess nicht dabei.

Also wenn Stahl Stahl ist, wirft das natürlich einige Folgefragen auf:
- Wer macht z.B. den besten SG2-Stahl, oder den besten ... usw.? (Wären interessante Thread's)
- Welchen Stahl sollte man bei welchem Schmied meiden?
- Gibt es unbedenklichere Stähle bzw. "schwierige" Stähle?
- Kann man sowas überhaupt objektiv beantworten oder spielen da eher subjektive Eindrücke eine Rolle?

Mir hat z.B. mal ein Forumsianer geschrieben: "SG2 ist nicht gleich SG2. Mein Takamura R2 ist mir viel zu empfindlich, mein Ogata ist prächtig..."
Andere hier schwören ja auf die Takamura R2.

Ich werde mir einfach mal ein SRS-Messer kaufen, allerdings sind die (bisher gefundenen) teuerer als ein SG2-Klinge.
Wie soll man das denn wissen?
Selbst wenn ich es fachlich/theoretisch wüsste, ist man doch beim Herstellungsprozess nicht dabei.

Fragen, am besten den Hersteller oder den Shop anschreiben, ob sie dir sagen können welche Härte das Messer hat etc (Härte wird häufig aber auch angegeben)

Also wenn Stahl Stahl ist, wirft das natürlich einige Folgefragen auf:
- Wer macht z.B. den besten SG2-Stahl, oder den besten ... usw.? (Wären interessante Thread's)

Ich galube SG2 ist sogar geschützt und gehört Takefu, da ist es mit dem Hersteller also eher einfach, ansonsten wirst du auch hier selbst ran müssen und dir die Zusammensetzung von Stählen, der verschiedenen Hersteller zu Gemüte führen müssen. Bei nicht PM Stählen sind meist Wertebereiche angegeben, da kann es also wirklich von der Herstellungscharge abhängen. Generell wirst du, bei einem etablierten Hersteller die Unterschiede zwischen z.B. 1% C und 0,9% C kaum bemerken, da sind die so oft erwähnte Wärmebehandlung und Klingengeometrie wichtiger.

- Gibt es unbedenklichere Stähle bzw. "schwierige" Stähle?
Diese Frage kann ich nicht ganz nachvollziehen, im Bezug auf/zu was unbedenklich oder schwierig?

Ansonsten kann man nur sagen bei Messern und Stahl "kommt darauf an" und zwar was du willst bzw. was das Messer leisten soll. Möchtest du eine sehr feine Lasergeometrie oder willst du eher ein gröberes Allround Arbeitsküchenmesser? Mit einem Filetiermesser zerhackst du ja auch keine Knochen, es hängt also wirklich von einigen Faktoren ab.
 
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