Suche nach dem für mich passenden ±6k Stein > JNS Matukusuyama

neko

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@Kohlkarl hat im Januar d. J. eine Umfrage gestartet "zum besten ±5k Stein" > Umfrage zu „bestem“ +/- 5000 Stein (https://messerforum.net/threads/umfrage-zu-bestem-5000-stein.152722/)
Bisher erfolgte einzig und allein eine Aufstellung.

Augen zu und durch - ich wage den Auftakt mit JNS Matukusuyama 6k

Meine Reise den für mich nahezu perfekten synthetischen Stein im Bereich ±6k zu finden hat a bisserl Zeit und Geduld gefordert:
Arashiyama, Geshin, Ikyu Shin Nagura, Kaiden, Kazoku, King, Morihei, Naniwa, Shapton Glass/Pro, Skerper, Suehiro.

Ich habe es schon immer interessant gefunden, mich mit den unterschiedlichen Merkmalen verschiedener Steine zu beschäftigen.
Meine Erfahrung: Anfangs positiv überrascht mit teils schnell nachlassender Begeisterung, sobald ich den Stein näher einschätzen konnte.
Einige Steine zeigten ihre Stärke, manche nervten mich.
Zwischendurch immer wieder zurück zu meinen geliebten Jnats im Bereich ±6k+, die auch nicht immer die Steine der Weisen sind. Anderes Thema, andere Welt.

Über ein Forenmitglied wurde ich auf den Matukusuyama aufmerksam gemacht, den es bei Japanesenaturalstones und Meesterslijpers gibt. Danke @C.H.K.
Kurz getestet, geflasht hat er mich zuerst nicht wirklich - ein Stein halt, der seine Arbeit macht wie andere auch.
Nach einem erneuten Versuch über einen längeren Zeitraum lernte ich ihn kennen und schätzen.
Was mir sehr gefiel: Natursteinanteil, Härte des Steines im oberen mittelharten Bereich, feines Schleifgefühl, schönes Gleitverhalten, Haptik/Feedback passten,
splash&go, kein Zusetzen, ab und an ein paar Tropfen Wasser um den slurry ein wenig zu verwässern.

Für mich absolut zufriedenstellende Ergebnisse (Freihand/System) erzielte ich mit verschiedenen Stählen (Shirogami, Aogami 2/Super, 1.2519, TNT666, 1.2067, 1.2562) wie folgt:
  • ShaptonGlass 500HR bzw. NaniwaPro 400
  • Naniwa Pro 800
  • Matukusuyama 6k
Abhängig von Schneidtechnik, Schnittgut: Macht Spaß, läuft sauber, hält die Schärfe ausreichend lang.

Ist das jetzt im Wettlauf auf der Suche meines perfekten ±6k Steins das Ende?
Für mich schon - sugoi (jap. ugs. für sehr erstaunlich).

Grüße und bleibt neugierig
 
Zuletzt bearbeitet:
Liest sich gut! Danke für den Anfang. Mich hat der Alltagsstress überrollt und daher hab ich noch keine Zeit gefunden am Thema weiter zu arbeiten. Kommt aber noch :)
 
Ich habe ihn gerade da und der erste Eindruck ist auch positiv. Mir scheint er recht grob für einen 6000er.

Für mich absolut zufriedenstellende Ergebnisse (Freihand/System) erzielte ich mit verschiedenen Stählen (Shirogami, Aogami 2/Super, 1.2519, TNT666, 1.2067, 1.2562) wie folgt:
Bedeutet das, dass du ihn für rostfreie und/oder carbidreichere Stähle nicht empfehlen kannst oder bloß diese nicht getestet hast?
 
Ich habe ihn gerade da und der erste Eindruck ist auch positiv. Mir scheint er recht grob für einen 6000er.
Bedeutet das, dass du ihn für rostfreie und/oder carbidreichere Stähle nicht empfehlen kannst oder bloß diese nicht getestet hast?
Habe keinen synthetischen mehr zum Vergleich. Kann also nur aus der Erinnerung und von ca. 6k Jnats auf den Matukusuyama schließen.
Ein Vergleich mit synthetischen hinkt, da kein Natursteinanteil. Ein Vergleich mit einem ca. 6k Jnat hinkt ebenfalls, da grundsätzlich nicht vergleichbar.
Einen Quasitest machte ich dennoch. Die Gleiteigenschaften lassen sich ca. 60% mit einem Okudo Suita oder Ohira Kiita vergleichen (hat ja nicht jeder).
Das Grobe empfinde ich nicht als grob, sondern ist mE der Einfluß des Natursteinanteils, der möglicherweise/sicher eine andere Dichte hat, als der synthetische Teil.
Und auch abhängig welche Jnat (-Bruchstücke) mit welcher Härte pulverisiert und verwendet werden. Sicherlich auch so um die 6k.
Verglichen aus der Erinnerung heraus mit Ikyu Shin Nagura und Morihei Hishiboshi - der mE wirklich grob und langsam ist - kommt der Matukusuyama
erheblich besser weg.
Stähle: Rostfreies Zeux habe ich nicht.

Bin sehr auf dein Urteil gespannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@neko Vielen Dank für den Aufschlag und interessanten Beitrag.
Das klingt nach einem sehr attraktiven Stein.

Kannst Du noch eine Einschätzung zu dem Oberflächenfinish geben, das er hinterlässt?

Gruß, Andreas
 
Mir hat's gut gefallen (W2 + Eisenflanken; Munetoshi). Ist ein faules Kasumi an einem Gebrauchsmesser, aber ich denke, man erkennt die (für einen synthetischen Stein) schöne Wolkigkeit bei für einen 6000er recht geringem Kontrast. Der Kernstahl ist doch noch weit von Spiegeln entfernt.

Natürlich würde mich die Meinung von @neko mit dessen um Welten größerer Erfahrung trotzdem interessieren!

6000_JNS_Matukusuyama.jpg
 
Natürlich würde mich die Meinung von @neko mit dessen um Welten größerer Erfahrung trotzdem interessieren!
Sieht doch schon mal ganz gut aus und ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wenn die Basis passt, kann mit den Matukusuyama sicher einiges bewirkt werden.
Kratzer wird er sicherlich nicht zufriedenstellend entfernen. Da braucht es halt anderes Material und Technik im Vorfeld.
Um während eines Polishing-Prozesses einer sich möglicherweise bildenden Patina/Verfärbung entgegenzuwirken: In einem Glas/Tasse 1 TL (Kaiser) Natron in ca. 200ml Wasser auflösen.
Kann je nach Stein die Gleiteigenschaften fördern.

Jedenfalls ein spannendes und raffiniertes Thema. Viel Spaß weiterhin.
 
Danke ;)
Kratzer wird er sicherlich nicht zufriedenstellend entfernen. Da braucht es halt anderes Material und Technik im Vorfeld.
Das meinte ich auch mit faules Kasumi... die Vorarbeit bestand aus Shapton Glass 500 & Naniwa Pro 3000. Dass damit mit meiner begrenzten Geduld nicht alles weggeht, ist klar. Kratzer lass ich Kratzer sein, kommen ja eh wieder welche rein, und für mich ist's "schön genug". Mir ist der Kontrast zwischen Außenlagen und Kernstahl wichtig und dass Außenlagen nicht komplett homogen wie sandgestrahlt aussehen (passiert bei sehr feinen Kunststeinen ab ~8000).
 
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Meine Reise den für mich nahezu perfekten synthetischen Stein im Bereich ±6k zu finden hat a bisserl Zeit und Geduld gefordert:
Arashiyama, Geshin, Ikyu Shin Nagura, Kaiden, Kazoku, King, Morihei, Naniwa, Shapton Glass/Pro, Skerper, Suehiro.

Ich habe es schon immer interessant gefunden, mich mit den unterschiedlichen Merkmalen verschiedener Steine zu beschäftigen.
Meine Erfahrung: Anfangs positiv überrascht mit teils schnell nachlassender Begeisterung, sobald ich den Stein näher einschätzen konnte.
Einige Steine zeigten ihre Stärke, manche nervten mich. ...
Danke für den Bericht!
Also der genannte Stein entspricht nicht meiner Preisvorstellung und ist deshalb für mich persönlich mäßig interessant (zumindest ab dem Zeitpunkt wo ich den Preis gesehen habe;)).

Noch Erinnerungen and die jeweiligen Stärken und Schwächen der anderen Steine?
Jeder bewertet das ja anders, aber fände ich trotzdem interessant...
 
Danke für den Bericht!
Also der genannte Stein entspricht nicht meiner Preisvorstellung und ist deshalb für mich persönlich mäßig interessant (zumindest ab dem Zeitpunkt wo ich den Preis gesehen habe
Gern geschehen.
Ob der Stein zum jeweiligen Geldbeutel passt, muss jeder selbst entscheiden. Ebenso zum vorhandenen Equipment und was man erreichen möchte.
Noch Erinnerungen and die jeweiligen Stärken und Schwächen der anderen Steine?
Ned fragen, machen.
Scheinst ja den NaniwaPro 5k und den alten King 6k (?) zu haben. Bin mal gespannt auf dein Urteil/deine Einschätzung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gern geschehen.
Ob der Stein zum jeweiligen Geldbeutel passt, muss jeder selbst entscheiden. Ebenso zum vorhandenen Equipment und was man erreichen möchte.

Ned fragen, machen.
Scheinst ja den NaniwaPro 5k und den alten King 6k (?) zu haben. Bin mal gespannt auf dein Urteil/deine Einschätzung.
Wenn man überlegt, wie lang man an so Steinen Freude haben kann, dann ist der Preis umgerechnet auch nicht so hoch...

ist eher die eigene Rationalität/Mentalitätsfrage die mir einen solchen Stein verbietet. Habe den Naniwa 5k ja erst seit dem BlackFriday Angebot und bin mit dem Schleifeigenschaften und dem Ergebnis sehr zufrieden. Nur wegen der Gefahr der Rissbildung (bei zu viel Wässer, oder zu schnellen trocknen, oder nicht durchtrocknen vor der nächsten Verwendung) geht es mir etwa wie @Kohlkarl, dass ich mir jetzt schon ein paar mal nen zusätzlichen unempfindlichen Stein gewünscht habe, den ich verwenden kann wenn der Chosera noch trocknet, weil ich doch noch was zum schleifen hatte oder in einer Session nicht mit allen Messern fertig wurde...
Ist halt noch neu und ich pass gut drauf auf, legt sich vermutlich aber auch mit der Zeit. Nen 2ter hochpreisiger Stein würde mir aber nicht beim gewünschten sorgloseren Umgang im Alltag helfen.

Bei meiner Erfahrung mit den Steinen gibt's jetzt keine neuen Erkenntnisse die ich nicht irgendwo schonmal gelesen hätte könnte die aber nochmal bestätigen.
 
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