USB Mikroskop gesucht

Wenn man sich Amazons Schmarotzertum und dessen Auswirkungen auf die Volkswirtschaft ansieht, dann kann man nicht glauben, daß man da unterm Strich noch irgendwie billiger davonkommt, wenn man Amazon unterstützt.

Naja, das Ding ist hat so, dass man garnicht mehr unterscheiden kann ob Amazon mit im Boot ist oder nicht, denn fast alle Mikroskop-Teile auf den Plattformen sind Marketplace-Produkte und Amazon kassiert Provisionen. Kauft man die gleichen Teile woanders, dann kann man immer noch nicht ausschließen, dass ein bisschen Kohle davon in die Amazon-Tasche rieselt, denn AWS ist mittlerweile einer der größten Dienstleister der Onlinebranche.

Was die Mikroskope betrifft, vielleicht ist auch ein "refurbisched Produkt" interessant.
 
Naja, das Ding ist hat so, dass man garnicht mehr unterscheiden kann ob Amazon mit im Boot ist oder nicht, denn fast alle Mikroskop-Teile auf den Plattformen sind Marketplace-Produkte und Amazon kassiert Provisionen. Kauft man die gleichen Teile woanders, dann kann man immer noch nicht ausschließen, dass ein bisschen Kohle davon in die Amazon-Tasche rieselt, denn AWS ist mittlerweile einer der größten Dienstleister der Onlinebranche.
Das ist doch beides kein Grund sein Zeug auf Amazon zu kaufen.

PS: Wenn Amazon Provision kassiert, ist Amazon offensichtlich mit im Boot. Wäre ja ulkig, wenn etwas über Amazon verkauft würde und Amazon nichts davon hätte.
 
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Ich habe in den letzten Monaten zwei günstige rein optische Lösungen gekauft und gerade mit meiner Fotolupe und meiner Kamera mit Makroobjektiv verglichen.
  • Kamera als Digitalmikroskop zweckentfremdet:
    • Olympus E-M1II
    • EX-25 (Zwischenring 25mm)
    • Olympus Zuiko Digital bla usw. 50/2 Makro
    • Blende 1:4, Blendenvorschau (damit die Blende auch so weit schließt)
    • Kamera einfach auf den Tisch gestellt und Objektiv mit Gegenstand unterstützt
    • Kameradisplay zur Seite geschwenkt und etwas nach oben gedreht
    • vergrößerter Bildausschnitt: LiveView mit Zoomrahmen (verschiebbarer Fokuspunkt) auf 14fach (bezogen aufs Gesamtbild am Kameradisplay)
    • Messer mit der Hand vors Objektiv gehalten
  • Adox Präzisionslupe 10× mit Beleuchtung, unteren Teil mit Millimeterskala abgeschraubt
  • Carson Microbrite Plus (MM-300), transparentes Plastikteil abgeschraubt
  • kleine, billige Lupe (~5€, sieht so aus: hier, ist jetzt dort ausverkauft) mit zwei LEDs direkt nebeneinander, angeblich 40fache Vergrößerung
Fazit:

Die Kamera als Digitalmikroskop zweckentfremdet funktioniert eigentlich gut, es fehlen nur eine Führung für die Klinge (das ist sonst zu wackelig) und ein positionierbares Auflicht (z.B. LED-Licht mit Schwanenhals für den Blitzschuh). Die Bildqualität ist vermutlich besser als bei den meisten günstigen bis mittelteuren Digitalmikroskopen. Man muß halt erst die Kamera, den Zwischenring und das Objektiv holen und zusammenstecken. Dafür muß man danach nicht ständig eine Lupe in die Hand nehmen und direkt ans Auge halten (Lupen gehören ganz ans Auge ran).

Die Adox-Lupe hat ein größeres Sichtfeld als der 14fach-Ausschnitt an der Kamera (die reale Vergrößerung mit der Kamera ist viel höher als 14×). Dafür ist 10× vielleicht eine etwas zu geringe Vergrößerung. Die Beleuchtung aus mehreren rundherum angeordneten LEDs ist für den Zweck (einfach gesagt: Kratzer in glänzendem Metall erkennen) weniger geeignet als Licht, das nur aus einer Richtung kommt.

Das Carson-Mikroskop hat ein wirklich winziges Sichtfeld. Nicht nur wegen der hohen Vergrößerung, das Bild an sich ist sehr klein, außerdem nicht seitenrichtig. Das Gerät ist außerdem sehr umständlich zu positionieren. Durch die 60–120fache Vergrößerung sieht man sehr viele Details. Mehr weiter unten.

Die billige Taschenlupe ist mein Favorit. Die Vergrößerung reicht für eine Inspektion der Schneide. Das Bild ist immer noch viel größer als beim Carson, und im Bereich der Bildmitte sind mir keine Farbsäume u.ä. aufgefallen. Im Randbereich wird das Bild gruselig, aber da schaut man nicht hin, das nutzt man nur zur Orientierung, was sehr hilfreich ist und dem Carson eben fehlt. Das Licht ist deutlich wärmer als das von der Adox und dem Carson. Man kann außerdem das Gelenk dazu nutzen, die Richtung, aus der das Licht kommt, zu verändern. Sehr praktisch und sehr handlich und sehr günstig. Nur eben nicht freihändig nutzbar. Ein Digitalmikroskop oder eine Alternativlösung mit Kamera und Makro aufzubauen lohnt sich für mich erst, wenn ich freihändiges Arbeiten brauche, also wenn ich ständig mit dem Messer zwischen Schleifstein und Mikroskop wechseln will. Ich habe die Lupe aus Neugier mit Pflanzenleuchten mitgekauft, nur fürs Messerschleifen, für mich ein Volltreffer. Man erkennt damit natürlich nicht so viele Details wie auf Torstens Makrofotos (s.a. hier), aber fürs Schleifen reicht es mir (bis jetzt zumindest). Wenn ich mal doch mehr Details sehen will, nehme ich das Carson. Nochmal kaufen würde ich das aber eher nicht.

Die Taschenlupe setzt man so nah ans Auge wie möglich, das heißt, sie berührt das Gesicht. Dadurch wackelt sie nicht. Beim Carson geht das nicht, da muß man mit dem Auge etwas weiter weg, weil das Okular eben so konstruiert ist. Dadurch wackelt man. Das Auge in der korrekten Position zum Okular zu halten und gleichzeitig mit dem Carson an der Schneide entlang zu wandern ist einfach umständlich, weil das Bild sehr klein ist, und seitenverkehrt, und die Schärfentiefe sehr gering, sodaß man den Abstand zur Schneide sehr genau halten muß. Die hohe Vergrößerung spielt dabei natürlich auch eine Rolle. Eine kleine Bewegung der Hand erzeugt eine große Bewegung im Bild.
 
also ich habe seid kurzem ein ADONSTAR ADSM302. In den Niederlanden gekauft. Es wurde mir hier empfohlen. Der Gebrauch macht macht Spaß. Kein Gefummel. Die Klinge positionieren und auf dem dazugehörigen Monitor kann man alles in Ruhe anschauen. Mit Speicherkarte Fotos oder Videos aufnehmen. Es liegt auch ein HDMI Kabel bei. So könnte man Fotos/Videos auch am TV anschauen. Finde ich sehr gut, für meinen Bedarf :)
Gruss, Huskylover
 
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Die Andonstars und auch andere schaue ich mir seit Monaten immer wieder an, aber am Ende ist es mir immer zu unsicher, wie die Bildqualität dann wirklich ist. Auf manchen Screenshots sieht sie auch gar nicht so toll aus. Bei der Menge an Modellen, verliert man auch schnell den Überblick. Nachdem das mit der Kamera auch gut funktioniert, lasse ich das mit Mikroskopen.
 
aber am Ende ist es mir immer zu unsicher, wie die Bildqualität dann wirklich ist. Auf manchen Screenshots sieht sie auch gar nicht so toll aus.
Andonstar | Peter Fronteddu - Fotogalerie (https://piwigo.fronteddu.de/index.php?/category/13)

.. ist das, was man in etwa erwarten kann. Auf dem kleinen Bildschirm vom Mikroskop siehts noch etwas besser aus, als die Bilder hier auf nem 32" Monitor ;)

Einigermaßen vernünftige Kamera + Makro ist - was die Bildqualität angeht - natürlich besser. Die Andonstar Dinger und Co. sind eine Dashcam mit montierter Plastikoptik. Dafür und gemessen am Preis plus Einfachheit von Aufbau/Anwendung ist das schon ok. Jedenfalls Welten besser, als die USB Mikroskope (Dino-Lite Wannabes, Dino-Lite hatte ich noch nicht) die ich bisher hatte.
 
Dino-Lite hatte ich noch nicht

Hab‘ eines.

Gute Haltevorrichtung braucht‘s auch noch. Mit iPad Verbindung taugt‘s halbwegs. Obwohl ich eines aus der gehobenen Serie habe, allerdings schon ein paar Jahre alt, sind die Möglichkeiten Reflexionen wirklich gut zu mindern nur mäßig.

Lohnt, nur für Messer, meiner Meinung nach, eher nicht. Und ich steh‘ schon auf Qualität.

Und dann. Den Unterschied meiner China-iPad-Aufsatz- Makrolinse zu meinem Leica Makro Objektiv erkennt hier im Forum auch kein Mensch.

grüsse, pebe
 
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Hast du die Bilder noch bearbeitet?
Gute Frage. Ich merk das schon gar nicht mehr ;)
Nagel mich nicht auf alle Bilder fest, soweit ich schnell mal gecheckt habe, war das so aus der Kamera. Solang das nochwas "bunt" ist, nicht. Bei Schneiden/Klingen mach ich üblicherweise Sättigung auf Null.

Ist halt auch die Frage, wie das Licht kommt. Auskorrigiert ist bei den Dingern nix. Aber je diffuser, desto weniger Probleme. Beleuchtung wird eh unterschätzt.
 
In dem Shop habe ich mein Andonstar ebenfalls gekauft. Wurde sehr schnell geliefert. Alles Bestens :)
 
Ich habe "nur" ein Andonstar AD210 mit 260x Vergrößerung. Damit war es mir nach ein wenig Experimentieren mit der Beleuchtung immerhin möglich nachzuweisen, dass ein Displayfehler meines Laptop im Display lag, und nicht nur "Dreck auf dem Display". Für meine Zwecke ausreichend, will ich damit sagen.
 
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