Was ist 'stock removal'?

Hi Haudegen.
Wenn Du Damast Kaufen willst, dann schau doch mal bei
Balbach-Damast
nach. Markus bietet auch von Zeit zu zeit einen Workshop an.
Als Info über verschiedene Damastmuster kannst Du auf meiner Homepage unter "Material" bei "Damaststahl" mehrere Muster finden.
Feilen kannst Du grundsätzlich rostende Stähle besser als rostfreie, also den meisten Damast recht gut. Bei Verwendung höher legierter Stähle nimmt die Feilbarkeit ab, bleibt aber in der Regel besser als bei Stählen mit über 13% Chrom und mehr. Weichgeglühter Zustand bei allen Stählen vorausgesetzt.

Gruß
Guenter
 
Hallo haudegen, und noch ein paar, adressen meine ich:

Andreas Schweikert: www.as-schmiede.de
sitzt in Mössingen am Fuße der Alb.

Gerald Schedel, 73230 Kirchheim-Teck
07021-41614

Auf meiner page kannst ein paar Stähle von Gerald sehen, eines ist erst heute fertig geworden (und schon ein Bild)
Gru
Wolfgang
 
servus,
danke erst mal für eure antworten.

günter, meine frage ging mehr in richtung muster und feilen. wenn ich es richtig verstehe, bleibt bei kleinen mustern die struktur beim feilen besser erhalten ???
gibt es ein buch/broschüre o.ä. wo ich mir einen überblick beschaffen kann. habe vorhin erstmalig stahlseildamast gesehen :D klasse.
mache gerade mein "erstes". ist aus pm damast(damasteel??), hab ja keine vergleiche, aber feilen find ich überhaupt kein problem.


wolfgang, über stempel haben wir ja schon gemailt. mir ist es nicht möglich in meiner umgebung so etwas spezielles zu bestellen. könntest du mir da mal einen kontakt mailen??

grüße,...........
 

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Original erstellt von Haudegen:
servus,
danke erst mal für eure antworten.

günter, meine frage ging mehr in richtung muster und feilen. wenn ich es richtig verstehe, bleibt bei kleinen mustern die struktur beim feilen besser erhalten ???
gibt es ein buch/broschüre o.ä. wo ich mir einen überblick beschaffen kann. habe vorhin erstmalig stahlseildamast gesehen :D klasse.
mache gerade mein "erstes". ist aus pm damast(damasteel??), hab ja keine vergleiche, aber feilen find ich überhaupt kein problem.
grüße,...........

Ob feilen oder schleifen bzw. große oder kleine Muster macht keinen Unterschied. Da Du ja nicht "hohlfeilen" kannst, ist eine Musterverzerrung beim resultierenden Flachschliff nicht relevant.
Manche Damaste werden sich sicher noch besser feilen lassen, aber Damasteel liegt durch den pulvermetallurgischen Aufbau noch auf der besseren Seite.

Gruß
Guenter
 
hallo,

wie es mit dem feilen von damasten aussieht kann eigentlich fuer stahl im allgemeinen beantwortet werden.

ich unterscheide hierbei zwischen untereutektoiden, eutektoiden und uebereutektoiden stählen, da sic hier unterschiedliche formen von zementit ausbilden, und die waermebehandlung unterschiedlich effektiv wirken kann.

generell laesst sich ein stahl, der auf kugeligen zementit geglueht wurde, besser (manche nennen es sogar gut) spahnend bearbeiten. und feilen ist nun einmal spanen.

zementit bildet sich gerne in lamellenform aus (perlit) oder als korngrenzenzementit, speziell bei uebereutektoiden staehlen. diese lamellen sind sehr hart und muessen durchtrennt werden. dadurch wird dein werkzeug schnell stumpf.

glueht man aber vorher auf kugeligen (globularen) zementit, so reissen die kleinen zementitkuegelchen einfach heraus, brauchen nicht durchtrenn werden. der eigentliche spanende schnitt wird im weichen ferrit ausgefuehrt. also: normalisieren, um ein weiches gefuege zu haben, dann globular gluehen, um eine gute bearbeitbarkeit zu erhalten, dann feilen.

noch ein paar worte zum kohlenstoffgehalt und somit zu untereutektoid, eutektoid, uebereutektoid:

kohlenstoff macht stahl erst haertbar. bis zum (perlitischen) eutektikum (kohlenstoffstahl: 0.83%c) ist der kohlenstoff komplett loeslich. darueber verbleiben zementitreste an den korngrenzen. kommen legierungselemente mit hinzu, bilden sich oft sehr harte sonderkarbide. schafft man es bei diesen uebereutektoiden staehlen sehr feine karbide zu erzeugen (z.b. wolframkarbid), so sind dies spaeter sehr harte stellen, fein in die schneide eingebettet.

beim haerten wird der kohlenstoff im gitter gefangen, verspannt dies, wodurch harter tetragonaler martensit entsteht. beim anlassen wandelt sich dieser in kubischen martensit um, der sich durch feiste karbid-ausscheidungen kennzeichnet. ist viel kohlenstoff vorhanden, so kann es zur sekundaerhaertung kommen. in allen faellen sorgen die karbide aber fuer eine bestaendige, und wenn sie fein genug sind, auch extrem schaerfbare schneide.

natuerlich kann man mit solchen klingen dann nicht mehr grob hebeln, aber einseitig gehaltene haare durchtrennen.

na roman, noch ein paar zeilen hierzu? ich wildere doch gerade auf deinem territorium...

gruesse georg
 

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