Welcher Stahl für Feuerschlegel

....Wie wird Cereisen hergestellt, und/oder wo kann ich es kaufen ?....

Cereisen kommt aus dem Bereich der "seltenen Erden". Der einzigste Hersteller ist die Treibacher AG in Österreich. Allerdings hat diese Firma Mindestabnahmemengen, die jenseits vom "Otto-Normalverbarucher-Bedarf" liegen und daurch auch sehr teuer sind (es waren mal Preise im Raum von 1500 €uronen, die genaue Menge weiß ich nicht mehr, aber eben auch zuviel.
Ich habe einen Feuerstarter aus dem Outddorbereich geholt und dort den Cereisen-Stick ausgebaut und für ein Outdoor/ Survival-Projekt weiter verwendet. Der Preis dort ist unschlagbar und wesentlich einfacher zu beschaffen.

Badger
 
@Badger
die Firma hab ich schon angeschrieben... die wollen für 1Kg (ca. 80 Stk. zu 6cm in 6mm durchmesser) 550 Euro haben!!! Das sind also ca. 7 Euro/Stk.... womit das schon teurer ist, als wenn man sich für 3 Euro einen Magnesiumblock incl. Feuerstarter aus China kommen lässt :(

Wie sieht es eigentlich mit Pyrit im Vergleich zum Cereisen aus ?

So ein Pyritklumpen ohne größere Kristalle könnte ich günstig bekommen, aber leider nicht vorher testen.

Funkt es beim Pyrit durch die Kristalle (würfelförmig) oder ist die gesamtmasse genauso funkenschlagend, wenn keine würfelförmigen Kristalle sichtbar sind ?
Sind die Funken dann ähnlich intensiv wie beim Feuerstahl, oder tendiert das Pyrit eher richtung Schlageisen und Feuerstein mit kleinen funken ?

Über jede Information bin ich Euch sehr dankbar!

@Moderatoren:
Das Thema ist mittlerweile eigentlich für das Messerforum komplett Off Topic! Da hier aber viele Beiträge über das Thema umherschwirren, würde ich mich freuen, wenn Ihr eine Ausnahme macht und wir die "Feuer-Machen Diskussion" einmal komplett zuende diskutieren. Somit kann man in der Zukunft einfach auf den Beitrag verweisen, wenn irgendwann mal jemand wieder danach fragt :super:

Liebe Grüße

Xzenon
 
Hallo,

ich bin neu hier und werde mich bei Gelegenheit einmal vorstellen.

Nur kurz zum Feuerschlagen: Der überall leicht erhältliche Pyrit geht so gut wie gar nicht, da aufgrund der Kristallstruktur viel zu große Stücke herausbrechen, die dann kaum heiß werden. Es ist in alten Zeiten nur Markasit (gleiche Zusammensetzung aber andere Kristallstruktur) verwendet worden. Mit den schwachen Funken, die er liefert, ist es aber eine ausgesprochene Kunst ein Feuer zu entfachen.

Seit der Erfindung des Eisens (Eisenzeit) bis zur Erfindung des Streichholzes (19. Jhdt.) wurden praktisch ausschließlich Feuerstähle verwendet, weil sie einfach sehr gut funktionieren.

Cereisen macht noch bessere Funken, ist aber auch erst später erfunden worden.

Ich habe mir aus einem Kaltarbeitsstahl (Böhler K990 mit 1,05%C, 0,2%Si, 0,2%Mn, <0,02%P, <0,02%S), der einem 1.1545 entspricht, ausgezeichnet funktionierende Feuerschläger geschmiedet. Ich denke, die meisten niedriglegierten (oder unlegierten) Kohlenstoffstähle werden geeignet sein.

Lie Grü,
baupi
 
Ihr macht es wieder mal recht kompliziert.
Ich nehme eine gute Feile und richtigen Feuerstein. Das Problem liegt eher beim Stoff, der angezündet werden soll. Echten Zunderschwamm muß man suchen. Was allerdings problemlos geht, ist verkohlte Watte oder Baumwolle. Die Funken geben sofort ein Glutpünktchen, das dann angeblasen werden muß. Damit kann man dann leicht entzündbare Stoffe in Brand setzen.
Sehr empfehlenswert ist auch die Methode mit dem glühend geschlagenen Nagel. Da normale Nägel zerfasern, bevor sie richtig glühen, muß man dafür Hufnägel nehmen. Die sind so zäh und dehnbar, daß man den Kopf so stark verformen kann, daß er sichtbar glüht und zum Feueranzünden brauchbar ist.
Ganz kurz noch zum Thermit. Sanjuro hat das schon richtig beschrieben. Das Wirkprinzip ist die hohe Affinität des Aluminiums zum Sauerstoff. Sobald die erforderliche Zündtemperatur erreicht ist, reißt das Aluminium den Sauerstoff aus dem Hammerschlag- Da es ein exothermer Vorgang ist, wird Hitze frei, die das aus dem Hammerschlag freiwerdende Eisen aufschmilzt. Durch Zugabe von kohlenstoffabgebenden Stoffen kann man statt reinem Eisen auch Stahl herstellen. Der Reinheitsgrad müßte sehr gut sein. Aus Kostengründen wird das Verfahren kaum noch angewendet.
Dem Vernehmen nach ist im Chemielabor der Uni Mainz mit dieser Methode gearbeitet worden, um Vanadium und ähnliche Metalle aus den Erzen zu reduzieren. Das soll in einer trockenen Blumenscherbe in einem Eimer mit trockenen Sand durchgeführt worden sein.
MfG U. Gerfin
 
Stimmt.

Die genaue Stahlsorte ist nicht soo wichtig und alte Feilen funktionieren oft gut.

Besonders wichtig für das Gelingen ist tatsächlich der Zunder, der den Funken fangen soll (Primärzunder). Von der Steinzeit bis ins 20. Jhdt. wurden dafür hauptsächlich Baumpilze (v.a. der Zunderschwamm Fomes fomentarius) verwendet. Er funktioniert besser, wenn er speziell zubereitet wird. Auch der Leinenzunder ist schon einige Zeit in Gebrauch. In "Dr. Schmidt´s vollständigem Feuerzeugpraktikant" von 1847 heißt es:

"In den Hauswirthschaften bedient sich der weibliche Theil des Personals zur Feuererzeugung statt des Schwammes des sogenannten Zunders, der auf die Weise dargestellt wird, daß man in eine Büchse linnene oder baumwollene Lumpen thut, sie anzündet und, wenn sie halb verbrannt sind, das Feuer auf die Weise erstickt, daß man erstere mit einer hölzernen oder blechernen Scheibe zusammendrückt und die Büchse verschließt. Die Funken, welche man auf diese Art von Kohle fallen läßt, indem man an einem Feuersteine mit einer alten Feile oder irgend einem anderen Stahlstück Funken abschlägt, entzündet den Zunder aufs Neue."

Die Methode mit dem Nagel ist auch sehr originell. Unter dem klassischen "Feuer schlagen" ist allerdings immer das mit Stein, Stahl und Zunder zu verstehen.

Lie Grü,
Baupi
 
Moin,

ich kann zu diesem Thema echt das Buch
"Feuer und Feuerschlagmesser" von Horst
Brunner empfehlen. Absolut lesenswert!
Es werden auch sämtliche hier angesprochenen
Methoden (Stahl, Zunder, Pyrit, etc.) ausführlich
angehandelt.
 
Also ich sammele leidenschaftlich Feuerschläger, meine bisherigen sind alle aus ner alten Feile, am Samstag hab ich dann den Tip eines bekannten ausprobiert und einen aus ner alten Garagentorfeder geschmiedet (Autofedern gehen auch). Hat wunderbar funktioniert und die Funkenentwicklung ist genau so gut wie bei einer Feile.

Beim Härten hab ich noch nicht mal groß was beachtet, nur angelassen und dann in Eiswasser abgeschreckt. Also in Zukunft werd ich wohl nur noch alte Federn verwenden (lassen sich auch besser schmieden als die Knüppelharten Feilen ;))
 
Welcher Stahl für Feuerschläger

Also ich sammele leidenschaftlich Feuerschläger, meine bisherigen sind alle aus ner alten Feile.....

Beim Härten hab ich noch nicht mal groß was beachtet, nur angelassen und dann in Eiswasser abgeschreckt......
Deine bisherigen Funkenschläger sind ALLE aus EINER Feile? Dann hattest Du entweder eine große Feile oder nur wenige Funkenschläger in Deiner Sammlung?

Etwas ernsthafter: was hast Du denn beim Härten nicht beachtet? Und NACH dem Anlassen in Eiswasser abgeschreckt? Das ist ein ungewöhnliches Verfahren!

Na, wenns denn trotzdem Funken macht, ist der Stahl vielleicht an der Luft hart geworden!

Gruß

sanjuro
 
Hallo zusammen

Ich möchte mich kurz vorstellen. Ich komme aus der Schweiz und bin schon einige Zeit stiller Mitleser.

Ich beschäftige mich hauptsächlich mit Lampen ........, ja ich weiss hat nichts mit Messer zu tun.

Aber wir beschäftigen uns auch mit dem Feuerschlagen in allen Veariationen bis hin zum Feuer bohren.

Ich bin auf der Suche nach dem richtigen Stahl für die Herstellung von Feuerschlägern und einigen anderen Sachen ......., die feuerschlagtauglich sein sollen.
Das mit den Feilen ist ja hinlänglich bekannt.

Aber nicht für jeden Zweck geeignet ........, das heisst zum Schmieden ist eine alte Feile nicht so schlecht.
Ich benötige aber etwas mehr längerfristige Qualität.

Was ist den in den Augen der Spezialisten der geeignete Stahl (bevor er zur Feile wurde) für die Feuerschlag-Werkzeuge.

Der Anteil von Kohlenstoff wird vielfach mit über 1% angegeben, andere behaupten es geht auch mit dem ...., ups CK45??
Aber das scheint dann doch nicht so das richtige zu sein.

Wer kann mir da weiter helfen?

Viele Grüsse, Feuerschwamm
 
Welcher Stahl für Feuerschläger

...... wir beschäftigen uns auch mit dem Feuerschlagen in allen Variationen bis hin zum Feuer bohren.

Ich bin auf der Suche nach dem richtigen Stahl für die Herstellung von Feuerschlägern und einigen anderen Sachen ......., die feuerschlagtauglich sein sollen.
Das mit den Feilen ist ja hinlänglich bekannt. Aber nicht für jeden Zweck geeignet ........, das heisst zum Schmieden ist eine alte Feile nicht so schlecht. Ich benötige aber etwas mehr längerfristige Qualität.

Was ist den in den Augen der Spezialisten der geeignete Stahl (bevor er zur Feile wurde) für die Feuerschlag-Werkzeuge?...
Der richtige Stahl ist einer, aus dem ein Feuerstein Funken schlagen kann. Da gibt es nicht vieles, das mit Feilenstahl mithalten kann. Was Du damit meinst, dass er nicht für jeden Zweck geeignet sei, erschließt sich mir nicht - es geht hier doch um Feuerschläger, oder?

Ebenso verstehe ich nicht, was Du unter "mehr längerfristiger Qualität" verstehst. Mit so einem Feuerschläger aus Feilenstahl (1.2002 oder 1.2008) kann man nach meiner Erfahrung jahrelang Funken schlagen. Das sollte doch reichen!

Gruß

sanjuro
 
Hallo Sanjuro

Ja da habe ich mich vielleicht ein wenig zu ungenau ausgedrückt.

Gleichbleibende Qualität ..........., er sollte immer gleich sein. Eine Feile ist das nicht.

Klar geht es um einen Feuerschläger (aber auch um das Material) aber nicht nur im herkömmlichen Sinn. Ein Feuerstahl kann auch in ein Schmuckstück eingearbeitet sein.........

Und wenn ich Gürtelschliessen mit integriertem Feuerstahl fertigen möchte, so habe ich nicht immer Lust eine Feile zu zerlegen.

Besten Dank für Deinen Hinweis.

Feurige Grüsse, Feuerschwamm
 
Welcher Stahl für Feuerschläger

....da habe ich mich vielleicht ein wenig zu ungenau ausgedrückt. Gleichbleibende Qualität ..........., er sollte immer gleich sein. Eine Feile ist das nicht.....Und wenn ich Gürtelschließen mit integriertem Feuerstahl fertigen möchte, so habe ich nicht immer Lust, eine Feile zu zerlegen.....
Ich verstehe noch immer nicht, was Deine Kriterien für gleichbleibende Qualität sind. Eine Feile hat keine "Tagesform" mit guter Laune am Morgen und nachlassender Härte am Nachmittag - Feilenstahl ist bei guten Feilen durchgängig gleich (wir sprechen hier nicht von billigen Baumarkt-Feilen und -Raspeln, die oberflächlich aufgekohlt sind).

Die Werkstoffnummern für Feilenstahl habe ich Dir angegeben. Falls es Dir lästig ist, eine (sehr preiswerte) Feile vom Flohmarkt zu holen, dann besorge Dir doch Feilenstahl als Rohmaterial! Richte Dich dann aber auf Abnahmen größeren Umfangs bei Stahlwerken ein (z.B. Acieries du Saut du Tarn), wenn Du nicht bei einem Feilenhersteller selbst etwas bekommen kannst. Eine generell gute Adresse für Stahl ist auch Achim Wirtz hier im Forum.

Außerdem hatte ich ja erwähnt, dass etliche Stähle mit ausreichendem Kohlenstoffgehalt geeignet sind. Solltest Du also eine Abneigung gegen das "Zerlegen" von Feilen haben, dann wären Kugellagerringe (1.3505) oder hochwertiger Federstahl ebenfalls geeignet - ob als isolierter Feuerstahl oder in ein Schmuckstück integriert.

Gruß

sanjuro
 
Ich beliefere einen holländischen Museumsschmied mit C105/1.1545 in Form von Stangen von 10 x 10 und 13 x 13 mm. Der macht daraus hunderte Feuerschläger pro Jahr, die in dem Museum samt der weiteren Ausstattung für kleines Geld den Besuchern als Souvenir angeboten werden und offenbar guten Absatz finden. Bei der kleinen Abmessung hat man schnell einen brauchbaren Feuerschläger aus dem Material geschmiedet, zumal der Stahl sich auf dem Amboss gutmütig verhält.

Ich bin auch im Besitz eines Feuerschlägermessers, das Tai Goo aus den USA aus einer Feile geschmiedet hat. Ein lustiges Ding mit einer Schneidenabdeckung aus Silberblech. Ich versuche mal, ein Foto zu machen.
 
Hallo Sanjuro

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Ich verstehe noch immer nicht, was Deine Kriterien für gleichbleibende Qualität sind. Eine Feile hat keine "Tagesform" mit guter Laune am Morgen und nachlassender Härte am Nachmittag - Feilenstahl ist bei guten Feilen durchgängig gleich (wir sprechen hier nicht von billigen Baumarkt-Feilen und -Raspeln, die oberflächlich aufgekohlt sind).
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Bitte entschuldige aber das mit der Tagesforrm ........ des Feilenstahles?!?!?!
Es ist schon richtig, dass ich noch neu bin.

Was eine gute Feile ist weiss ich, bin Werkzeugmacher.

Also nochmals, ich dachte mir folgendes. Ich möchte einige Teile naschinell in der Spanabhebenden Metallbearbeitung bearbeiten und dann härten .........., anschliessend verbauen.
(ja werft mich jetzt nur zu Poden)

Da ist eine Normform einfach einfacher als eine Feile die zuerst weich geglüht werden muss etc.

Aber es ist schon so, die Beschaffung eines Stahles in Kleinstmengen ist relativ schwierig.

Ich gebe die Suche nicht auf ......, ansonsten muss ich halt dann doch die Landesgrenzen überschreiten und mich in Deutschland auf die Suche machen.

Der Vorteil hier in der Schweiz wäre einfach der Versand.

Danke an alle die mich mit den Material-Tipps unterstützt haben und eventuell noch tun werden.

Viele Grüsse, Feuerschwamm
 
Welcher Stahl für Feuerschläger

....Es ist schon richtig, dass ich noch neu bin.

Was eine gute Feile ist, weiss ich, bin Werkzeugmacher.

Also nochmals, ich dachte mir Folgendes: Ich möchte einige Teile maschinell in der spanabhebenden Metallbearbeitung bearbeiten und dann härten .........., anschliessend verbauen......Da ist eine Normform einfach einfacher als eine Feile, die zuerst weich geglüht werden muss etc.

Aber es ist schon so, die Beschaffung eines Stahls in Kleinstmengen ist relativ schwierig.....
Da der Mensch die Sprache und die Schrift hat, können alle Kommunikations-Hürden überwunden werden!

Es stellt sich also heraus, dass Du gar nicht "Qualität" meintest, sondern das "Format". Dann kann man Dir ja helfen und das hat Achim mit seinem Angebot ja schon gemacht. Jetzt musst Du nur noch zugreifen!

Gruß

sanjuro
 
Hallo zusammen

Auch ich möchte mich mal wieder melden.

Die Diskussion und auch die sehr vielen Infos die ich bekommen habe haben mich beflügelt.

Den entscheidenden Tipp hat mir Frithjof gegeben ........! Vielen Dank nochmals.

Mein Projekt nimmt Formen an ........, der Prototyp ist fertig und auch die nötigen Materialien sind besorgt.

Den Stahl den ich jetzt verwende ist dem 1.2008 sehr sehr ähnlich und lässt sich auf 65 HRC härten.

Das ideale für einen Schlagstahl!

Fotos des Prototypen werde ich demnächst vorstellen.

Viele Grüsse, Ernst alias Feuerschwamm
 
Moin,

ich habe einen Feuerschläger aus einer alten Feile geschmiedet.

Zum Thema Zunder:

ein aufgebröseltes Tampon z.B. in Salpeter eingelegt - trocken lassen ...
Auf das Eisen gelegt und mit dem Stein dranlang geschlagen ...
2-3 Schlag und das Tampon sprüht Funken wie eine Wunderkerze ...

Ist echt Kinderleicht wir haben das gerade vor einigen Wochen in einer Grundschule mal gezeigt ...
Im Rahmen der Projektwoche - FEUER

Man kann auch Zunderpilz, Leinen oder Rohrkolbenschilf verwenden ...
Diese müssen aber ähnlich wie das Tampon vorbehandelt werden ...
Wer kein Salpeter hat kann auch Urin verwenden ...
 
Hallöchen

Das mit dem Tampon kenne ich aber ohne Eisen,einfach zwischen zwei Brettern rollen bis es glimmt.

Das mit dem Urin habe ich auch vor kurzem mit Zunderschwamm gemacht,kann ich aber wegen dem Geruch nicht unbedingt empfehlen,auch wenn ich nicht vorher Spargel gegessen habe.

Gruß Maik
 
Hallo,

frischer Urin ist allerdings nicht nur wirkungslos, sondern sogar kontraproduktiv, da er keine oxydierend wirkenden Substanzen enthält, aber im eingetrockneten Zustand doch hygroskopisch ist. Der Urin muss vorher in der richtigen Weise faulen, damit er Nitrat enthält.

Hier http://www.tempus-vivit.net/taverne/thema/11/seite gibts eine kleine Diskussion darüber.

Auch Nitrat ist hygroskopisch. Solange alles trocken ist, macht das keine Probleme. Bei hoher Luftfeuchtigkeit zieht das Nitrat aber Wasser und der Zunder fängt den Funken schlechter. Ich habe die besten Erfahrungen ohne Salpeter mit schön weichgeriebenen Lappen gemacht, die ich dann über einem Stückchen Glut auf einer Seite gut angekohlt habe. Diese rauhlederartig aussehende Kohle fängt den Funken besonders gut.

Lie Grü,
Baupi
 
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