Winkel Herdermesser

pebe

Premium Mitglied
Da werden 2 Schleifsteine senkrecht in V Form in eine Grundplatte gesteckt.

Dabei gibt es zwei verschiedene Stecklöcher. Einmal für 15 Grad und welche für 20 Grad bezogen auf eine Senkrechte mit 90 Grad zur Bodenplatte. Wenn Du jetzt die Klinge senkrecht an den Steinen runterfährst, schleifst Du mit dem gesteckten Winkel.

Sollte genügend Vids auf youtube geben. Der Spy ist aber deutlich eher zum scharfhalten geeignet, als zum Grundschliff anbringen.

pebe
 

waterstone

Mitglied
Eine paar Sekunden zu spät, lass ich aber trotzdem stehen. Doppelt genäht, hält besser:)

Entspricht dem Prinzip von zwei Wetzstäben. Die beiden Körnungen (von den weißen bzw. von den braunen) habe ich gerad nicht intus. Auf jeden Fall sind die braunen gröber, die weißen feiner. Dabei hast du zwei Schleifwinkel fest vorgegeben: 15 Grad und 20 Grad, wobei man durch einen einfachen Mod diese beiden Winkel um +/- 2,5 Grad verändern kann - wenn man es dann überhaupt braucht. Der Vorteil vom Spiderco ist die Einhaltung der Winkel, weil es für jedermann einfach ist, ein Messser senkrecht (entlang der Stäbe) zu bewegen, wobei der eine Stab für die linke, der andere für die rechte Schneide zuständig ist. Wenn Du mehr wissen willst, dann gehe einfach auf YT, da gibt es ziemlich viele Videos dazu.
 
Zuletzt bearbeitet:

pebe

Premium Mitglied
Die Dunkelgrauen mid ca. 1.000 JIS, die mittleren Weissen fine ca. 2.500 JIS, die ultrafeinen Weissen ca. 4.000 JIS

pebe
 

natto

Mitglied
@pebe hat Recht, in der Krümmung zur Spitze wird der Winkel erst einmal flacher. Also stand ich im Wald.

Es gibt auch den gegenteiligen Effekt, aber der tritt nur bei Sonderfällen wie stark gekrümmten Schneiden auf.
 

Loup de mer

Mitglied
Es gibt auch den gegenteiligen Effekt, aber der tritt nur bei Sonderfällen wie stark gekrümmten Schneiden auf.
Und es gibt auch noch einen Sonderfall: Wenn nämlich
(1) die Form der Messerschneide exakt einem Kreisbogensegment entspricht und
(2) das Messer genau so eingespannt werden kann, dass der Abstand der senkrechten Stange des Schleifers überall den gleichen Abstand zur Schneide besitzt.
Dann tritt kein Schleifwinkelfehler auf!
Ich will damit nur sagen, dass die nachträgliche Änderung des (konstruktionsbedingten) Radius des EdgePro, Ruixin... hier schon hinreichende Verbesserungen bringen kann.
(Konkret denke ich hier an einen variabel einstellbaren Abstand zwischen Drehgelenk und Messerklinge zur Minimierung des Schleifwinkefehlers)
Hier mal ein bebilderter Beitrag von mir aus meinem Norwegen-Angelforum (ich hoffe, der Link ist erlaubt - jedenfalls könnt ihr da ohne Anmeldung gleich die Bilder sehen)
 

pebe

Premium Mitglied
Die Kreisbahn ist zwar der Ausgangspunkt für die Winkelkorrektur - großer Abstand passt zu großer Rundung und vice versa - manchmal passt es dann aber trotzdem nicht und es gibt nur eine Annäherung.

41BE1004-B8D3-4264-91F8-57810AD5217D.jpeg
 

Loup de mer

Mitglied
manchmal passt es dann aber trotzdem nicht und es gibt nur eine Annäherung.
Genau! Aber wenn man den Abstand der Mittelachse (und damit den Radius) der Klingenform anpasst und dann noch die Einspannposition der Klinge so optimiert, dass möglichst wenige deiner o.a. Kreisbögen geschnitten werden (im mathematischen Sinne), kann man den Winkelfehler im Sinne deiner
schon erheblich reduzieren. In meinem in #26 verlinkten Fall z.B. von 1,6° auf 0,35° Schleifwinkelfehler.