Ballistol - Nein Danke!

Hallo,
irgendwann kommst Du wenn Du Jäger bist fast zwangsläufig mit Ballistol in Verbindung. Bei mir war das schon relativ früh in meinem Jägerleben Mitte der Achtziger. Immer schön die Waffenteile mit dem Zeug eingerieben, und wenn Du mal etwas zu viel auf oder ins Rohr geschmiert hattest, lief es so schön im Waffenschrank immer in die Ritzen oder Übergänge zum Holzschaft und emulgierte oder verharzte dort. Das Teufelszeug bekam man sehr schlecht wieder weg, so das Ballistol für mich schnell Geschichte wurde.Heutzutage ist das Mittel eigentlich nur noch ein Überbleibsel aus der guten alten Oberförster Frevert Zeit . Mancher "Langohr"von Jäger mit 40 oder gar 50 Jahresjagdscheinen auf dem Buckel schwört noch heute auf das Zeug, trifft aber seit 20 Jahren das Scheunentor aus 20 metern nicht mehr, weil die Läufe zugeharzt sind.lol
Manch einer sagt dem Mittel sogar heilende Wirkung nach. Meine Frau zum Beispiel hält sich immer ein kleines Fläschen Ballistol über. Sie sagt das wäre ein prima Mittel um Herpesbläschen an der Lippe zu bekämpfen.
Na ja, der Glaube versetzt bekanntlich Berge!:)

Dizzy
 

AchimW

Mitglied
Naja, Schusswaffen interessieren mich nicht sonderlich. Aber ich habe so um die 130 Klappmesser (auch Automatics), die seit über 30 Jahren nix anderes als Ballistol sehen und gesehen haben und bisher warte ich noch auf das erste Problem damit. Komplexe Mechaniken habe ich damit allerdings nie geschmiert. Ich bin ja kein Uhrmacher.

Und....... für die erste Behandlung nach dem Ätzen von Damast habe ich bisher noch nichts Besseres gefunden WEIL es eben basisch ist und restlos neutralisiert. Ich habe eine Menge anderer Sachen dafür getestet, Waffenöle aller Art, Maschinenöle, WD40 und sonst was, alles Schrott. Was mir logischerweise sagt, dass es auch ansonsten gegen saure Einflüsse aller Art besser sein müsste als all die anderen Mittelchen.

Benutzt was ihr mögt und gut findet, ich bleibe bei dem Zeug.

Achim
 

robbytobby

Mitglied
Hallo Dizzy,

Legenden leben halt länger!

Es ist schwer, gegen so einen Mythos anzukämpfen, das macht man einfach nicht. Selbst, wenn es Leute gibt, die aus ihrem beruflichen Umfeld berichten können, also genau wissen, worüber sie reden.

Alles Andere ist dann schon fast "Religion". Es riecht ja so gut, und früher hat man es auf Mückenstiche geschmiert, etc., etc..

Ich baue nur feststehende Messer und Ballistol an der Klinge ist für mich absolut unvorstellbar. Weder am Wildbret, noch an der Salami, selbst, wenn es vorher abgewischt wurde.

Ich lade alle Ballistol-Protagonisten dazu ein, mal eine Geschmacksprobe zu nehmen. Wahrscheinlich ist der Geschmackssinn mehrere Tage nachhaltig gestört, wobei es doch so gesund und unbedenklich ist.

Noch schöner ist es, wenn man eine gebrauchte Pistole kauft - natürlich mit Ballistol gepflegt - die jede dritte Hülse am Auswurf zuverlässig klemmt. Herzlichen Glückwunsch! .... Und es war Arbeit!

Bei Messern bin ich auf Kamelienöl. Säurefrei, geruchlos, geschmacklos, gesundheitlich unbedenklich, Reste kann man sich schön in die Hand oder ins Gesicht reiben. Das finde ich persönlich OK und ich räume ein, dass es noch andere Sachen gibt, die genauso gut sind.
 

Lenny

Mitglied
hab heute mal schliff-fett aus dem laborbadarf in das scharnier vom Waiter SAK gescmiert.nur eine winzige menge aufgetupft,und schon ging "wie geschmiert".

ist lebensmittelecht und vakuumbeständig,also nicht ölig oder so.ich habs mal mit wasser und auch spüliwasser gemischt,mischt sich nicht.
mal sehn wo ich kamelienöl herkrieg...
 
wie kriege ich das ballistol wieder aus meinem folder?
reicht da warmes wasser für? nach 2 wochen ballistol
benutzen finde ich nämlich auch, dass die klinge nun eher
SCHWER - anstatt leichtgängig ist!!!



scheisse...
:-(
 

stormsapper

Mitglied
Moin immi666,
schon die Alchimisten hatten folgende Erkenntnis:

similia similibus solvuntur

Was soviel bedeutet wie:

ähnliches löst sich in ähnlichem => nimm Öl!

Du kannst den Folder mit WD40 oder einem anderen Kriechöl einweichen und dann am besten mit Druckluft ausblasen.
Waschbenzin oder Aceton gehen auch, wenn dein Folder das verträgt!

Ansonsten Ultraschallreiniger mit Wasser und Spülmittel.
Bei Kunststoffgriffschalen ist Vorsicht geboten, die verformen sich wenn die Badtemperatur zu hoch ist! Hatte das Problem mal bei einem Victorinox bei circa 60°C ;-)


ciao
stormsapper
 
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naturelle

Mitglied
Hmm. Damit habe ich keine Probleme, aber die Cellidor-Griffschalen sind nicht alkoholfest! Also nie mit Alkohol abwischen.
 

Bummi

Mitglied
Hallo mein Bester,
für messer ist Ballistol ja auch nicht erfunden worden, sondern für Schußwaffen die im nassen wald umhergeschleppt werden, dafür die Emulgierfähigkeit um Wasser zu binden bzw. zu unterwandern, das man es nicht monatelang drauf lassen soll ergibt sich wieder aus der jagdlichen Waffenpflege, man machte nach Gebrauch sauber und wischte Öl und Wasser ab.
Soviel zur Ehrenrettung Ballistol.
P.S. sollte mal jemand einen wunden Hintern haben oder einen Wolf
o.ä. Neo Ballistol wirkt Wunder
gruß fritz alis bummi
 

smallmagnum

Mitglied
Dann melde ich mich wie versprochen nochmal zu Wort.

Mittlerweile habe ich das Brunox Lubrifood von Andy erhalten und ausprobiert.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich sehr angetan von dem Öl bin.
Es reinigt, schmiert und konserviert laut Herstellerangabe, ist also universell einsetzbar.
Es ist dünnflüssiger als Ballistol - und bleibt es auch, kein Verkleben, kein Verharzen. Ich habe eine Messerklinge satt mit Lubrifood eingeölt und eine Woche lang liegengelassen, der Ölfilm war dünnflüssig und klar wie unmittelbar nach dem Aufbringen.
Durch die dünnflüssige Konsistenz hat es bessere Kriecheigenschaften als Ballistol.
Für punktgenaues Auftragen habe ich eine handelsübliche 10ml-Injektionsspritze mit Lubrifood gefüllt. Dadurch lässt sich das Öl tropfenweise dosieren und präzise dorthin bugsieren, wo man es haben will. Spritze+Nadel kosten in der Apotheke um die 30 Cent, eine wirklich empfehlenswerte und preisgünstige Investition.
Ich habe einen zerlegten Folder mit Spiritus gereinigt, wieder zusammengebaut, und im "trockenen" Zustand das Klingenspiel ziemlich eng eingestellt, so dass das Gelenk relativ schwergängig war. Mit der Spritze habe ich in jeden Spalt des Gelenkes jeweils zwei Tropfen Lubrifood eingeträufelt. Nach zwei-drei Klingenbewegungen setzt bereits deutlich die Schmierwirkung ein und die Klinge ist deutlich leichtgängiger. Rein gefühlsmäßig ließ diese Leichtgängigkeit auch nach einer Woche nicht nach.
Einzig und allein mit der Eigenschaft "geruchsneutral" (edit: eigentlich hieß der Begriff "geschmacksneutral")bin ich nicht einverstanden. Für mich hat das Lubrifood, man verzeihe mir diesen Ausdruck, einen modrigen Geruch, erinnerte mich spontan an einen alten Keller.
Aber bitte ja nicht überbewerten, man riecht das nur in dem Moment, in dem man das Öl dick aufträgt. Später, wenn man das Messer abgewischt hat und nur noch ein hauchdünner Film zurückbleibt, riecht man nichts mehr, auch wenn man seinen Schnüffel nahe ranhält.
Die reinigende Wirkung von Lubrifood hat mich auch überzeugt. Eine mit Schleifabrieb und Lansky-Schleiföl versiffte Camo-Finish-Klinge eines Smith&Wesson-Folders wurde nach zwei Reinigungsdurchgängen so sauber, dass ein nach dem Reinigen über die Klinge gezogener weisser Wattebausch keinen Schmutz mehr zutage brachte.
Testen muss ich jetzt nur noch, wie gut das Lubrifood Pulver- und Bleirückstände in meinen Waffen löst, aber das gehört ohnehin nicht in ein Messerforum.

Zum Preis (Bitte den genauen Preis bei Andy via E-Mail erfragen, ich glaube, er möchte nicht, dass er hier gepostet wird).
Nun ja, Brunox Lubrifood kostet schon deutlich mehr als Ballistol, wenngleich auch nicht gerade das Doppelte, nicht einmal annähernd, wenn man davon ausgeht, dass die 100 ml-Flasche Ballistol bei Frankonia 4,75 EUR kostet (laut Katalog 2006/2007). Aber der Preis bewegt sich in absolut akzeptablen Grenzen - und die bessere Qualität ist imo den Mehrpreis auf jeden Fall wert.
Zumal man davon ja nicht 8 Liter auf 100 km verbraucht;)

Fazit --> :super:
Ich werde ganz auf Lubrifood umsteigen :)

@Andy
Ich hoffe, Du verkaufst das Zeugs noch länger!
 
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Andy Haas

Mitglied
Schön, freut mich daß ich wieder jemanden überzeugt habe.

@Bummi
Ich wollt jetzt zwar nicht wieder damit anfangen aber warum glaubst Du ist es von Vorteil, daß Ballistol mit Wasser emulgiert. Das will mir nicht einleuchten!
Öl soll das Metall vor der Feuchtigkeit schützen und nicht sich damit verbinden. Dann ist die Feuchtigkeit zwar in einer anderen Form aber immernoch da. Das ist kontraproduktiv!

Eine Ehrenrettung von Ballistol ist nicht nötig, schafft auch keiner!
 

Erka

Mitglied
Ich wollt jetzt zwar nicht wieder damit anfangen aber warum glaubst Du ist es von Vorteil, daß Ballistol mit Wasser emulgiert. Das will mir nicht einleuchten!

Ich will erst recht nicht irgendwas anfangen ;) und bin auch kein Schmierstoffexperte, aber ich kenne das von Wälzlagerfetten als eine mögliche Strategie des Rostschutzes bei geringem Feuchtigkeitsanfall. Manche Fette emulgieren mit Wasser, so dass Wassertröpfchen von Öl/Fett umschlossen werden, den Schmierfilm damit nicht unterwandern können und nicht (oder weniger?) ans Metall geraten. Bei anderen Fällt viel Feuchtigkeit / Wasser an, funktioniert dass nicht mehr. Für Wassersportfahrzeuge o.ä. ist dieses System dadurch natürlich nicht geeignet :)
Gerade dazu bei Peter-Greven Fettchemie gefunden: "Natronfette ... Charakteristische Eigenschaften dieser Schmierstoffe sind gutes Haftvermögen und die Fähigkeit, geringe Wassermengen zu emulgieren, was wesentlich zu ihrem besonders guten Korrosionsschutz beiträgt."

Nur zur Info, dass es für den Korrosionsschutz bessere Wege gibt brauchen wir wohl nicht mehr diskutieren.

Grüße Rainer
 
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Geonohl

Mitglied
Ich will erst recht nicht irgendwas anfangen ;) und bin auch kein Schmierstoffexperte, aber ich kenne das von Wälzlagerfetten als eine mögliche Strategie des Rostschutzes bei geringem Feuchtigkeitsanfall. Manche Fette emulgieren mit Wasser, so dass Wassertröpfchen von Öl/Fett umschlossen werden, den Schmierfilm damit nicht unterwandern können und nicht (oder weniger?) ans Metall geraten. Grüße Rainer

Dashalb geht es gut als Blattlausentferner, auf die Rosen als Emulsion gesprüht:D.
Ich finds eben gut, weil es etwas alkalisch wirkt und nicht giftig ist, aber das hatten wir schon.
 

hdo

Mitglied
Hallo,

bei der Waffenpflege spielen doch sehr unterschiedliche Anforderungen eine Rolle.
Bei Messerbesitzern spielen fast nur Korrosionsschutz und teilweise (bei Foldern) auch die Schmiereigenschaften eine Rolle.

Beim regelmäßigen Pflegen eines Laufes gilt es aber auch Tombakreste zu entfernen. Und dabei ist es sehr hilfreich, wenn ein Waffenöl Kupfer und Messing etwas "an den Kragen geht".

Wenn eine Waffe regelmäßig in Gebrauch ist, dann frage ich mich schon, wie denn da an bewegten Teilen derartige Verharzungen durch Ballistol entsehen sollen, daß es Probleme geben könnte.
Dieser Aspekt verschließt sich meiner Praxis vollkommen.

Der Korrosionsschutz von Ballistol kann durchaus ein Problem sein, wenn man mit verschwitzten Händen an der Waffe hantiert hat und diese dann (weil ja schließlich gut eingeölt) im Waffenschrank einschließt.
Ist mir selbst leider einaml passiert, was mir unschöne Korosionen am Lauf einer Pistole und am Abzug eines Revolvers einbrachte.

Auch bezüglich der Schmiereigenschaften gibts sicher besseres.
Ein Teflonfett z.B..

Gutes Motorenöl ist ein perfekter Kompromiss, was Schmiereigenschaften und Korrosionsschutz betrifft.
Leider werden durch das Motorenöl auch die Tombakreste in den Läufen "konserviert".

Ich werde Ballistol trotz der vorhandenen Nachteile weiterhin verwenden. Gemeinsam mit einem Lupus-PTFE-Fett und anderen Pflegemitteln.

Was spricht eigentlich dagegen Messer und Folder mit ganz normalem Parafinöl zu konservieren/schmieren?

Gruß,
Dirk
 

OneDay

Mitglied
Unterschiedliche Öle für unterschiedliche Prioritäten.

Für mich ist am wichtigsten, dass das was ich verwende nicht giftig ist, weil meine schmierbedürftigen Teile durchwegs EDCs sind und auch mal zum Aufbereiten diverser Imbisse eingesetzt werden. Der Gedanke, regelmäßig die neuesten Teflonverbindungen zu schlucken, und sei die Menge noch so gering, gefällt mir nicht.

Manches hochpreisige Schmier-Wundermittel duftet so giftig, dass ich es nach dem Öffnen und noch vor dem ersten Gebrauch an Freunde verschenkt habe. Die ölen damit ihre Vitrinen-Heiligtümer, und das ist okay. Heiligtümer zerteilen keinen Apfel (Huch, Säure!) und bearbeiten kein Spanferkel.

Ich schmiere gerne mit natürlichen, ungiftigen Ölen, aber da ich nebenbei auch mit Schusswaffen hantiere, ist der Weg zum Ballistol-Fläschchen meist kürzer. Tip: Wenn man ein Messer öfter als alle 6 Monate verwendet, oder bei Foldern alle heiligen Zeiten mal die Mechanik schnell durchwischt, wird man niemals Probleme mit verklebtem Ballistol haben. :ahaa:
 

briesenreiter

Mitglied
Wir haben Jahrelang Ballistol für diverse Werkstattarbeiten verwendet.
Ich war schon länger unzufrieden damit, mein Vater (mein Chef) ist
damit "grossgeworden" und hängt quasi an dem Ballistol...

Ich habe dann vor ca 2 Jahren angefangen diverse andere Sachen auszuprobieren.

Die Chemikalie meiner Wahl ist nun ein sogenannter
Schnell-Rostlöser der Firma Oel-Chemie Tüllmann.
-enorme Kriechfähigkeit
-guter Schmiereffekt
-Wirksamer Rostschutz
-starke Feuchtigkeitsverdrängung

Das Zeug heisst Nifestol70 und ist in verschiedenen Gebindegrössen
ab 400ml Spraydose lieferbar.
Ich benutze grössere Gebinde und fülle das Öl in eine Sprayflasche um.

Meiner Meinung nach ist das Nifestol besser als WD40 etc.

Ich benutze dieses Öl zum Konservieren, Schmieren, angegammelte Schrauben lösen etc...

Herr Tüllmann ist sehr nett, das Öl ist Preiswert.

Für Infos info@oel-chemie.de, oder www.oel-chemie.de

Nifestol70 ist natürlich nicht lebensmittelecht:irre:

Für meine Schusswaffen nehme ich trotzdem weiterhin Ballistol.
 

Lancelot

Mitglied
Hallo zusammen,

ich entschuldige mich, dass ich dieses doch sehr umfangreich diskutierte Thema wieder aufwärme.
Doch möchte ich auch gerne etwas zu diesem Thema sagen.

Ich bin immer wieder verwundert, wie Ballistol mit jedem neu erscheinenden Schmiermittel in Frage gestellt wird.
Dabei ist an Ballistol eigentlich kein besonderes Geheimnis.

Ballistol besteht zu größten Bestandteilen aus medizinisch reinem Weissöl.
Weissöle in medizinischer Qualität müssen sehr hohe Anforderungen an Reinheit und Verträglichkeit erfüllen. Sie sind ebenso farblos, geruchs- und geschmacksfrei. (Der Geruch von Ballistol entsteht durch die enthaltenen Lösungsmittel)

Was allerdings hier immer wieder geschrieben wurde und wirklich nicht ganz richtig ist, ist das Ballistol mit der Zeit verharzt.
Das ist absolut nicht möglich, da es ein Harz und Säure freies Öl ist.

Das es nach der Zeit "klebrig" wird ist wie folgt zu erklären:
Wird ein Gegenstand, zum Beispiel eine Klinge mit sehr viel Ballistol bestrichen dann bildet sich nach dem Abdunsten der darin enthaltenen natürlichen Lösungsmittel ein weißlicher vaselineartiger Film auf der Oberfläche. Das heißt, das Öl wird ohne die Lösungsmittel zähflüssiger, es harzt aber nicht!
Dieser Belag ist der harz und säurefreie Rückstand der als Schutz- und Schmierfilm wirkt.
Das durch diesen dickflüssigeren Schmierfilm ein etwas höherer Widerstand in der Mechanik bei Foldern entsteht ist also normal.
Wen das stört, kann ja ein anderes Schmiermittel verwendet werden.
Es wurden ja einige empfohlen :super:
Keinesfalls ist der Schmierfilm aber mit einer Verharzung zu verwechseln wie es bei anderen Ölen vorkommen kann.
Ein großer Vorteil der hier auch genannt wurde ist, das Ballistol alkalisch ist.
Und der alkalische PH Wert entsteht gerade durch die hier verteufelte Emulsion :)

Während die meisten anderen Öle in einer 3%-igen Emulsion mit Wasser einen Neutralwert von pH 7 ergeben, reagiert Balistol bei pH 8 bis 8,5 leicht alkalisch und besitzt dadurch zusätzliche wertvolle rostschützende Eigenschaften.
Dadurch werden alle Säurerückstände neutralisiert, nicht nur nach dem ätzen, sondern auch von Handschweiß oder Säurehaltigen Lebensmitteln! Also für Küchenmesser ist Ballistol durchaus eine annehmbare Wahl.

Ich kann aber auch einsehen, dass gerade im Bereich der Mechanik, bessere Schmiermittel zur Verfügung stehen, welche neben besseren Leichtlaufeigenschafften auch nicht so Staubanfällig sind.

Ich will hier auch nicht Ballistol als das Mittel der Wahl anpreisen.
Ich denke das Herr Haas mit Sicherheit zu recht seine Erfahrungen
hier zum Wohle aller mitteilt und das seine Erfahrungen wahrscheinlich weit über den reine Rostschutz von Ballistol hinaus gehen. Und ich hoffe nicht das er nun vor ärger in den Schreibtisch beeist, zumal ich hier noch so neu bin. Man möge es mir nachsehen.
Und ich denke auch das es viele Anwendungen gibt in denen Ballistol nicht das Mittel der Wahl ist.

Aber als Rostschutzmittel für Klingen, denke ich, ist es durchaus gut geeignet.

Gruß Manfred
 
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Knothole

Mitglied
€Lancelot

Bring aber dabei bloß nichts von dem Ballistol auf eventuell vorhandene Messingmonturen.

Habe bei einem von meinen Messern damit schwer das Parierelement versaut.


Gruß William