EDC-Messer und Hygiene

Wobei ich einen Unterschied zwischen "natürlichem Dreck" ( ist für mich Erde im Wald,oder Sand,Matsch,oder Blätter,etc. ) und anderem Mache.
Manchmal kann nähmlich der "urbane" Dreck viel schädlicher sein als die Natur selbst.

+1. Finde es schon interessant, wie hier über die Hygiene des Messers manchmal nachgedacht wird :D Sinngemäß: "Nachdem ich aus der U-Bahn gestiegen bin, zerteile ich meinen Apfel mit meinem keimfreien Messer und esse ihn genüsslich." Die Bakterien, die ich an den Händen durch das Festhalten in der U-Bahn und drücken des Türtaste habe, sind wahrscheinlich 1.000.000x schlimmer, als die drei Fusseln in meiner Tasche :D

Bei mir reicht das ganz normale Leitungswasser und evtl. bei fettigen Sachen Spülmittel, sowei das "Irgendwie"-Trocknen. Und ich lebe auch noch :super:
 
Ihr macht euch Gedanken :rolleyes:

Das Messer wird nach jagdlichem Einsatz an der LEderhose abgewischet und auf der Jagdhütte wird dann Wurst und Käse damit geschnitten. Ich käme nicht auf die Idee da noch groß nachzureinigen.
Wenn Fusseln auf der Klinge sind, werden die mit dem Finger runtergewischt

Gruß

Uli
 
gehöre auch eindeutig zu den leuten die es gerne einfach haben und handhaben ;) die jeans dürfte zum roten faden werden in dieser diskussion!
jedoch denke ich dass man grundsätzlich zwischen dem 0815-i di si benutzer (wie ich es einer bin) und den beruflichen "schnibblern" (Jäger, etc) unterscheiden muss, wobei mich interessieren würde ob gerade ein jäger beim verarbeiten von wild auch wirklich sein edc einsetzt. Ihr habt doch nicht immer das komplette set am mann oder?
max
 
Ich danke Euch allen erstmal für die vielen Antworten.
Es ist also wirklich für jeden was dabei, es gibt Leute die tragen Alkoholtüchlein mit sich herum und andere, die wischen den Schweiß vom Wild in ihre Lederne und schneiden dann Wurst damit.

So groß ist also Gottes Tiergarten (mich eingeschlossen).

Nachdem mir aber beim Lesen des einen oder anderen Beitrages fast schlecht wurde (ich hasse auch U-Bahn Haltegriffe oder Einkaufswagen oder ... ) besorge ich mit jetzt (auch) diese Feuchtreinigungstücher.

Wenn ich denke was ich so schon an EDC mit mir rumschleppe ist's um die zwei drei Beutelchen auch schon egal, lieber ein paar Batterien weniger. Und das Staufach unter der MAL im Auto ist sowieso geduldig.

Ich hoffe da kommt noch was von Euch.

Andreas
 
Direkt vorm Essen puste/wische ich bei Klappmessern höchstens nochmal die Hosentaschen-Klabusterbeeren ab. Auf blankem Stahl gibts sowieso kaum Keime (nichts zu fressen, zu ungemütlich).
Richtig gespült ggf. mit Spülmittel etc. wird erst nach Benutzung.

@AILL
Als "Dienst-EDC" hab ich immer einen Flachmann Sterillium im Auto http://www.fairpets.de/WebRoot/Stor...CF/AFE8/D32C/7719/C0A8/28BB/4AB7/CIMG2425.JPG
Ob das auch für Messer geeignet ist, habe ich noch nicht ausprobiert (es bleibt ein Glycerinfilm auf den Händen, leider).

Wer es nahezu keimfrei haben will, nimmt für die Klinge Flächendesinfektionsmittel wie im Krankenhaus. Ob das Rost fördert weiß ich nicht. Es bringt allerdings den gewünscheten Effekt nur wenn nicht nachgewischt wird.
 
Naja, da hab ich eigentlich kein großes Problem. Ich trage meist ein mehrklingiges Taschenmesser a la Stockman oder Trapper, Canue oder was auch immer. Meist wird die größere Klinge fürs Essen verwendet und die andere(n) Klinge(n) für alles andere.

Beste Grüße
 
die menge an bakterien, die auf dem stahl überlebt (abwischen ist natürlich usus), ist unter garantie ohne gefahr. fraglich wird es nur, wenn z.b. damit geschnittenes fleisch länger in der sonne liegt oder so...

für hygiene bei fleisch und fisch, gibt es was gaanz einfaches: anbraten!

ich wische immer mit tempo ab. wie gesagt: ich glaube auf dem stahl überlebt nur eine kleine restmenge. nur wenn jene dann andere lebensmittel impft, wo die dann wiederum erhebliche nachkommen produzieren: dann muß man mal feuer machen.

tip: sich mal mit "sous vide" auseinandersetzen. da werden mal diese ganzen lebensmittelkeime gut erklärt und auch dargelegt wie sich was verhält. bin grad dabei, das zu verinnerlichen.

ansonsten der ultimative geheimtip für alle ängstlichen: es gibt in handygröße batteriebetriebene UV-C lampen. die hält man einfach über die oberfläche und alle keime sind tot. definitiv.

und der tip für die historiker: "benzoe" ist ein räucherharz. die armenier desinfizierten damit früher ihre häuser. das zeug wirkt wirklich gut (harz anzünden udn zeug in den rauch halten) auf irgendeiner pariser weltausstellung waren zwei fleischstücke unter glas: das was mit benzoe (in dem fall "armenisches papier") ausgeräuchert war, hielt sich wesentlich länger. allso einfach ein paar brocken benzoe einstecken und das dann per feuerzeug kurz anrauchen lassen und messer drüber. fertig ist die hochaktive antikeimschicht.
versilbern mit tampongalvanisiergerät von conrad geht auch, ist für mich aber nicht mehr messergerecht...

so. jetzt aber.
 
Als Brillenträger habe immer ein paar von diesen eingepackten Brillenputztüchern mit. Damit reinige ich unterwegs die Klinge von meinem Nomad. Ist wohl ein wenig Alkohol in den Tüchern. Der löst Fett etc. ganz gut von der Klinge. Ansonsten Papiertaschentuch. Zu Haus lauwarmes Wasser und ein wenig Seife aber auch Isopropanol geht da gut.
Tschüss,
Peter (pgj)
 
beruflichen "schnibblern" (Jäger, etc) unterscheiden muss, wobei mich interessieren würde ob gerade ein jäger beim verarbeiten von wild auch wirklich sein edc einsetzt. Ihr habt doch nicht immer das komplette set am mann oder?
max

Ich muss da leider recht unbestimmt antworten! Das kommt darauf an! Zunächst einmal muss man zwischen Aufbrechen und Zerwirken unterscheiden. Zum Ersten:
1. Am Berg habe ich aus Sicherheitsgründen ein Klappmesser mit Säge dabei. Damit lässt sich Wild ohne Probleme versorgen.Klappt natürlich auch anderswo.
2. Ansonsten lieber ein Feststehendes. Liegt mir einfach besser. Da kommt natürlich das Problem der Versorgung nach getaner Arbeit! Gerade Lederscheiden sind da wahre Dreckfänger!
3. Am liebsten nehme ich inzwischen ein selbst zusammengestelltes Set aus Gekrösemesser und kurzem Stechmesser. Nach der Verwendung wickele ich sie in eine Zeitung und mache sie zu Hause richtig sauber.
Wie richtig vermutet, hat man das natürlich nicht immer (Berg) dabei, deshalb 1.
Ich habe allerdings bisher noch keine Probleme gehabt, das Jagdmesser nach feldmäßiger Reinigung weiter zu benutzen.
Zum Zweiten:
Beim Zerwirken verwende ich inzwischen ausschließlich Metzgermesser.
Diese Arbeit wird in der Wildkammer unter hygienischen Verhältnissen gemacht, es kommt hier schließlich auf die Produktion von hochwertigen Lebensmitteln an. Natürlich reicht mir dazu auch ein Nicker und eine Zange, habe auch mal im Rahmen einer Wette ein Stück Damwild nur mit einem Beil zerwirkt, aber mit Spezialwerkzeug geht es einfach besser.
Um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen: Grobes Säubern vor der Arbeit und gründliches danach reicht nach meinen Erfahrungen völlig. Keime und glatter Stahl vertragen sich nicht so richtig. Bei einer zerkratzten Beschichtung wird das schon anders aussehen. Wobei die größte Keimquelle die Scheide sein dürfte.
 
Last edited by a moderator:
Um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen: Grobes Säubern vor der Arbeit und gründliches danach reicht nach meinen Erfahrungen völlig. Keime und glatter Stahl vertragen sich nicht so richtig. Bei einer zerkratzten Beschichtung wird das schon anders aussehen. Wobei die größte Keimquelle die Scheide sein dürfte.

Danke, das ist es.:super:
Den jagdlichen Aspekt haben wir bereits gestern gehabt, was die Streichungs von mehreren Posts zur Folge hatte.
Also bitte schön bei der Ausgangsfrage bleiben:steirer:
Venceremos Excalibur
 
[...] Das Messer wird nach jagdlichem Einsatz an der Lederhose abgewischet und auf der Jagdhütte wird dann Wurst und Käse damit geschnitten. [...]


Und du lebst noch? :eek: :irre:

Also bei mir kommt das Messer nach jedem Einsatz in die Autoklav. Sicher ist sicher. :super:

Gruss, Keno
 
Last edited by a moderator:
Auch ich verlasse mich bei meinem EDC auf die Selbstreinigungskräfte des Stahls. Nach dem Gebrauch abwischen mit dem was gerade zur Verfügung steht: Mit den Fingern, mit einem Papiertaschentuch (unbenutzt), an der Hose ...

Von Zeit zu Zeit, insbesondere vor dem Schärfen, wird das Messer mit einem Klingenschaber grob gereinigt, wenn es allzu eklig ist, mit Wasser und Spüli, dann aber in allen Ecken und Winkeln des Griffs und zwischen den anderen Werkzeungen.

Das Messer wird viel genutzt, insbesondere zum Päckchen Öffnen und um harte Salami zu schneiden. Das Salamifett wird dann auch gleich wieder zum Reinigen der Klinge genutzt.

Desinfizieren halte ich für unnötig.

Viele Grüße,
Haebbie
 
am besten ist heisses wasser ... mit brillenputztuechern wird die klinge unterwegs spiegelblank

wenn ganz viele kleberueckstaende (wie vom paketklebeband) vorhanden sein sollten, dann hilft nur nagellackentferner - das muss dann aber ordentlich mit wasser nachgereinigt werden bevor es wieder an lebensmittel geht

--hawky
 
Ich halte es hier wie die meisten mit dem gesunden Mittelmaß.
Wenn ich etwas geschnitten habe, was Reste auf der Klinge hinterlässt, wird sie mit heißem Wasser abgespült und getrocknet (Küchentuch, etc.). Wenns mir so nicht sauber genug ist, kommt ein Spritzer Desinfektionsmittel drauf. Hat mich bisher nicht umgebracht und ich schneide so ziemlich alles mit dem Messer.
 
Wenns mir so nicht sauber genug ist, kommt ein Spritzer Desinfektionsmittel drauf. Hat mich bisher nicht umgebracht ...

Leute, jetzt wird's aber unappetitlich. Bei jedem Essen das Desinfektionsmittel von der Klinge schlecken?:glgl:
 
Das reinigt dann auch von innen :D
Aber davon bleibt ja kein Rest auf der Klinge, da sich das verflüchtigt und die Klinge auch abgewischt wird.
 
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