EDC-Messer und Hygiene

Moin,

Kommt gan drauf an was ich damit schneide. Wenn es ein Paket oder so zu öffnen gilt, wird die Klinge nach Benutzung einfach mal an der Hose abgewischt. Wenn es Lebensmittel wie Wurst oder ähnliches waren, putze ich die Klinge einfach mit einem Tempo Tuch ab. Bei Obst oder andern säurehaltigen Lebensmitteln die Klinge unter klares Wasser halten und abtrocknen.

Schattenwolf
 
Ich handhabe das wahrscheinlich wie die meisten hier, schmierige Sachen werden mit einem Tuch abgewischt (Zellstoff jeglicher Art) klebrige Sachen mit (wenn vorhanden heißem Wasser) wenn nicht vorhanden (Picknick) dann wird eben ein Brot mehr gegessen und der Honig am nächsten abgewischt ;)

Desinfektionsmittel oder solche Dinge habe ich nicht dabei.

Auch wenn wir grillen wird das Messer auf die oben beschriebenen Arten gereinigt.

Man sollte sich nicht zu viele Gedanken über die Hygiene machen, sicher sollte man keinen Ölwechsel am Auto machen das MEsser in das Altöl halten und danach damit ein Brötchen aufschneiden, aber bei den bisher hier vorgestellten Tätigkeiten besteht meiner Ansicht nach nicht die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung durch unsachgemäße Reinigung meines EDC ;)
 
Ich handhabe es so:
vor der Benutzung wird das Messer mal kurz mit der Hose oder Papiertaschentuch abgewischt
nach dem Gebrauch, wenn möglich mit Spüli oder ähnlichen und warmen Wasser gespült
oder nur abwischen und dann einen Film Ballistol auftragen
 
Hinsichtlich der Zubereitung von Nahrungsmitteln würde ich hier wirklich nicht so einen "Bohei" machen.

Täglich nimmt man Nahrungsmittel zu sich, die gewerblich deutlich unhyhienischer behandelt, zubereitet oder verpackt wurden, als das übliche EDC-Schnippeln von Brötchen, Wurst, Käse oder Obst. Eine gewisse Keimbelastung ist für einen gesunden Menschen vollkommen normal.

Ich habe in der Hosentasche immer ein Stofftaschentuch, mit dem nach der Zuebereitung von Speisen kurz über die Klinge gewischt wird.

Allerdings habe ich aus Prinzip täglich ein frisches Stofftaschentuch, welches auch nicht zum Naseputzen genutzt wird.

Lediglich bei "medizinischen Eingriffen" wie das Aufstechen oder Aufschneiden von Blasen achte ich auf eine peinlich saubere Klinge vor und nach der Benutzung.
 
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Täglich nimmt man Nahrungsmittel zu sich, die gewerblich deutlich unhyhienischer behandelt, zubereitet oder verpackt wurden, als das übliche EDC-Schnippeln von Brötchen, Wurst, Käse oder Obst. Eine gewisse Keimbelastung ist für einen gesunden Menschen vollkommen normal.
Stimmt schon, nur grade was rohes Fleisch angeht, wäre ich da schon vorsichtiger. Dass es einen gesunden Menschen nicht umbringt ist klar, aber 2-3 Tage mit Magen-Darm auf dem Klo zu verbringen ist auch keine Freude.

Vor dem Benutzen reinige ich das Messer nicht, ich nehme es einfach immer sauber mit und wenn es nach der Arbeit dreckig ist, wird es gereinigt. Und wie gesagt bei Kontakt mit rohem Fleisch sollte man es immer möglichst gut reinigen.
 
Grüß Euch,

ich habe täglich mit Desinfektion und Sterilisation zu tun, ein makroskopisch sauberes Messer kann 100.000e vermehrungswillige Keimchen beherbergen, die nur auf ihre Chance warten:haemisch:

Eine Reinigung mit Spülmittel und warmen Wasser ist im Normalfall sicher ausreichend, aber nicht für mich. Wir haben bei der letzten routinemässigen Hygieneprüfung unserer Arbeitsflächen Abklatschproben genommen, da hab ich aus Interesse mal mein Messer mit abgewischt, na ja, das Ergebnis war nicht so toll. Das manuelle Abspülen und bürsten/wischen entfernt zwar schon eine große Menge an Keimen, aber gewiss nicht alles. Eine optisch spiegelblank polierte Klinge, sieht bei entsprechender Vergrößerung aus wie eine Kraterlandschaft, hier haften Bakterien und Viren wunderbar, eine Entfernung ist da nicht 100% möglich.

Da hilft dann nur Inaktivierung durch Desinfektion und/oder Sterilisation. Die an der Klinge verbleibenden, inaktivierten Keime können dann mit Butter oder Aufstrich auf's Brot gestrichen werden ohne Schaden anzurichten. Es sei denn es handelt sich um pyrogene Substanzen, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich lege meine Messer bei risikoreicher Kontaminierung in ein Ultraschallbad mit Desinfektionslösung. Nach erfolgter Desinfektion kann ich mich zünftig schneiden und nix wird sich entzünden, feine Sache.

Ist natürlich eine extreme Form der Messerhygiene, aber ich habe die Möglichkeiten, bin beruflich vorbelastet und ein wenig neurotisch:p

Gruss
güNef
 
güNef,

danke. Ganz interessant was da noch so kommt nch so vielen Monaten.

Wenn ich jetzt aber kein Ultraschallgerät mit Desinfektionslösung zur Hand habe, würde ich meinen ein Bad in einer Chlorlösung sei ähnlich wirksam.

Damit desinfiziere ich ja auch mein Küchenschneidebrett ab und dann. Und Bleichen gibts gratis dazu (ich habe ein weißes Kunststoffbrett).

Und ein Ultraschallgerät für Küchenschneidbretter hat eh' niemand.

Was meinst?

Andreas
 
Ob eine keimfreie Klinge natürlich zwingend sein muss, ist die andere Frage.

Es gibt ja überall Keime, die wir zu uns nehmen ( durch Essen, in der Atemluft, etc. ), zudem brauchen wir die ja auch irgendwo (Erhalt des Immunsystems, etc.).
Von daher sehe ich es als nicht notwendig an, ein Messer so stark zu säubern.

Und wenn man sein EDC in Tasche oder Scheide zurück steckt, ist der Prozess eh schon wieder hinfällig, denn das wasche ich ja nicht keimfrei mit.

Ich reinige mein Messer nach jedem Gebrauch unter heißem Wasser, ich nehme auch mal Spüli dazu.
Aber das war es auch schon.

Die Klinge glitzert, ist von jeglichem sichtbaren Dreck befreit worden und der Rest bringt mich nicht um...
Und wenn ich outdoor unterwegs bin und man nimmt halt mal beim Essen etwas Dreck mit zu sich, was solls?
Ich bin in der Gießereibranche tätig, dort atmet man schon bei jedem Atemzug ein ordentliche Brise Sand ein...

Wie sagt ein Arbeitskollege immer: "Einmal aus der Pfütze gesoffen ist gesünder als jede Tetanusspritze..." ;)
 
Grüß Euch,

AILL,

nach dem Zubereiten von hygienisch "heiklen" Lebensmittel, wie roher Fisch, Fleisch, Eier auf einem Kunststoffschneidbrett, empfehle ich einen Waschgang im Geschirrspüler, wenn die Abmessungen des Brettes das Erlauben. Zeitgemäße Geräte heizen schon bis zu 75° hoch (Desinfektionsprogramme für Säuglingsfläschchen), abgesehen von der mechanischen Wirkung des Spülwassers(Wasserdruck und Verteilung), der Reinigungswirkung der beigegebenen Chemie (Tabs oder Pulver) ist der entscheidende Zyklus die hohe Temperatur über eine bestimmte Zeit. Nach so einem Durchgang sollten eigentlich alle patogene Keime plattgemacht sein;)

Merke: eine thermische Desinfektion ist einer chemischen immer vorzuziehen, wenn Material und Möglichkeit es zulassen.

Wenn dein Brett nicht in den Spüler passt, oder du solche technischen Errungenschaften ablehnst, dann muss die chemische Keule ran.
Ignaz Semmelweis hat schon die Vorzüge von Chlorkalk erkannt, ich denke aber, es gibt bereits alternative Produkte.

Bei Oberflächen hat sich Isopropanol bewährt, ist alkoholisch, verflüchtigt sich rasch und ist praktisch rückstandsfrei. Wichtig ist nach dem Reinigen des Schneidbrettes mit Wasser und Spülmittel ein gründliches abtrocknen. Dann großzügig mit Isopropanol benetzen, nicht aufsprühen( aerosole) und abtrocknen lassen, nicht nachwischen. Dabei bitte nicht rauchen oder mit offenem Feuer hantieren, der Zündpunkt von Isopropanol ist sehr,sehr niedrig. Wenn's beruhigt kann das Brett dann noch einmal mit klarem Wasser abgespült werden.

Dann bliebe noch das völlige Eintauchen in einem Becken (Duschtasse,Badewanne) in einer chemischen Lösung z.B auf Aldehydbasis (Lysetol FF). Penibles Klarspülen ist Pflicht! Wird für die manuelle Desinfektion von Endoskopen eingesetzt. Das ist jetzt aber bereits grenzwertig und extrem überzogen, nicht's desto trotz aber möglich. Krankenhaushygiene im Eigenheim:haemisch:

Gruss,
güNef
 
Da mein Wochentags-EDC nicht mit rohem Fleisch oder Fisch in Berührung kommt, reinige ich privatküchentypisch mit Spülmittel und wenns geht ohne Schwamm und solchen extremen Keimfänger.
Reicht in den zerklüfteten Bürolandschaften meiner Wahl vollkommen aus für mich.

Gehts mal "raus", habe ich immer ein zusätzliches Messer dabei für rohes Fleisch/Fisch/Wildpilze etc. Das bleibt dann auch unbenutzt bis zu einer intensiven Reinigung, dann auch mit Desinfektionszmitteln.
 
Grüss Euch,

Damit hier nicht ein falscher Eindruck entsteht: Eine permanent Keimfreie Klinge ist natürlich Nonsens und auch nicht realisierbar. Eine korrekte Desinfektionsmaßnahme setze ich nur bei "Risikokontaminationen" z.B. mögliche Salmonellenansiedelungen, die ein überdurchschnittliches Infektionsrisiko darstellen.

Ein sauberes Messer ist ein sauberes Messer:)

Gruss,
güNef
 
Ichhab einfach 2 Messer dabei, ein Opinel als Lebensmittelmesser und eben irgendein anderes für alles andere.

Das Opinel wird nach Verwendung mit nem feuchten Papiertaschentuch abgewischt und regelmäßig mit Ballistol versorgt. Die Klinge sieht zwar nciht mehr schön aus, aber es ist scharf und es spielt keien Rolle wenn es ersetzt werden muss.

Allerdings bin ich noch nie in die Verlegenheit gekommen rohes Fleisch damit zu schneiden und outdoor bin ich auch nicht unterwegs
 
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