Empfehlung für neues Allzweckmesser (Bunka/Gyoto)

Stumpf heißt, dass es nicht vernünftig durch Papier ging. Das ist bei Japanern nicht unüblich. Ich hatte da nur wenige die im Auslieferzustand scharf waren.
Ist eigentlich kein Hindernis für den Kauf. Horl mit BB sollte ausreichen.
Nachschärfen muss man alle paar Wochen sowieso...

Gruß, Andreas
 
Soll das wirklich der Auslieferungszustand sein? Das würde mich schon sehr wundern.
Hallo Sebastian,

manche high-end Messer werden sogar, vor allem wenn sie zu japanischen Chef-Köchen gehen, ungeschliffen ausgeliefert.
Die meisten Küchen-Meister haben so ihre eigene Vorstellung wie genau zu schleifen ist, deshalb lässt man hier den letzten Schritt oft weg.
So ein Messer hatte ich auch schon in den Händen und habe nach dem ersten Schnitt nur noch gedacht "und das soll ein tolles Messer sein" :ROFLMAO:

Von allen japanischen Messern, die ich im Originalzustand bekommen habe, waren die wenigsten so richtig scharf.
Also ... alles im grünen Bereich 🤗

Viele Grüße
Rainer
 
manche high-end Messer werden sogar, vor allem wenn sie zu japanischen Chef-Köchen gehen, ungeschliffen ausgeliefert.
Traue keinem Schliff, den Du nicht selbst angebracht hast!

@lonestar74 Auch wenn das Messer scharf ist, empfehle ich immer direkt einen ersten eigenen Schliff anzubringen.
Oft sind an der Oberfläche noch Schleifspuren und sogar kleine Microrisse vorhanden. Bei der Tora Serie von Shiro Kamo sah mir das schon sehr nach Bandschleifer aus. Wenn die Schleifspuren nicht sauber weggeschliffen werden, bereiten sie Probleme durch kleine Ausbrüche entlang der Schneide. Die auszuschleifen kostet dann ein vielfaches an Zeit und Material im Vergleich zum sauberen Erstschliff.

Gruß, Andreas
 
Genau! Immer ansehen, wie der Werksschliff aussieht. Und dann im Zweifel nachschleifen oder die Finger von lassen. Um ein Messer so scharf zu bekommen wie ein Shibata, Munetoshi oder Baba/Kagekiyo, braucht es schon einiges an Erfahrung. Um auch mal ein paar Positivbeispiele exzellenter Werksschärfe japanischer Macher zu nennen.
 
Traue keinem Schliff, den Du nicht selbst angebracht hast!

@lonestar74 Auch wenn das Messer scharf ist, empfehle ich immer direkt einen ersten eigenen Schliff anzubringen.
Oft sind an der Oberfläche noch Schleifspuren und sogar kleine Microrisse vorhanden. Bei der Tora Serie von Shiro Kamo sah mir das schon sehr nach Bandschleifer aus. Wenn die Schleifspuren nicht sauber weggeschliffen werden, bereiten sie Probleme durch kleine Ausbrüche entlang der Schneide. Die auszuschleifen kostet dann ein vielfaches an Zeit und Material im Vergleich zum sauberen Erstschliff.

Gruß, Andreas
Hatte nur Sorge, ob ich den ersten Schliff auch mit meinem Horl 2 hinbekomme.
 
Messer ist angekommen und erster Test wurde gemacht. Ja... es läuft an ;) . Direkt bei der ersten Zwiebel gemerkt. Aber ist ja kein Vitrinenmesser.
 
Hier noch mal ein kurzer erster Eindruck aus absoluter Laiensicht. Ich hatte das Messer direkt am selben Tag noch getestet. Wider Erwartens war das Messer out of the Box sehr scharf. Ich hatte direkt mit einer Zwiebel begonnen. Ich hab das hier im Forum ja bereits auch schon mehrfach von Erstlingen gelesen: Aber nach den ersten 1-2 Schnitten musste ich erst mal inne halten, und realisieren, wie das Schneidegefühl ist. Kein Vergleich zu meinen europäischen Messern (von denen ich ausgegangen bin, das ich diese mit dem Horl auch schon gut scharf bekommen habe). Aber das neue Santoku glitt nur so durch die Zwiebel.

Das Messer sieht auf den ersten Blick gut verarbeitet aus. Wie schon AJK angemerkt hatte, sind die Kanten des Klingenrücken etwas scharfkantig. Hat mich aber erst mal nicht gestört. Das Gewicht ist super. Schön leicht, aber auch nicht zu leicht. Liegt gut in der Hand.

Was ich aber direkt nach der ersten Verwendung gemerkt habe, das das Messer direkt nach dem Zwiebel schneiden angelaufen ist. Stört mich jetzt nicht sonders, da es ja ein Arbeitsmesser ist. Hatte ja gelesen, das gerade säurehaltige Lebensmittel die Klinge anlaufen lassen. Daher werde ich mal darauf verzichten, Sachen wie Zitronen, Limetten und Ananas zu schneiden ;)

Spannend wird es auf jeden Fall, ob ich das Messer mit dem Horl scharf halten kann oder ich da eher auf andere Mittel zurückgreifen sollte. Vielleicht kann mir @Doldini ein paar Tipps zur Horl Routine geben, oder auch andere hier.

Danke und VG
Sebastian
 
Hatte ja gelesen, das gerade säurehaltige Lebensmittel die Klinge anlaufen lassen. Daher werde ich mal darauf verzichten, Sachen wie Zitronen, Limetten und Ananas zu schneiden
Ich habe so ein ähnliches Messer. Zwiebel erzeugt sehr schnell eine bräunliche Patina.
Zitrone entfernt diese wieder.
Will man also eine gleichmäßige Patina erzeugen und erhalten, sollte man auf Zitrone und dergleichen verzichten. Sonst wird es sehr schnell fleckig.
Zitrone greift also den Stahl nicht direkt an, sondern neutralisiert die bestehende Patina.
Generell solltest du das Messer immer unmittelbar nach Benutzung feucht abwischen.
Kein Vergleich zu meinen europäischen Messern (von denen ich ausgegangen bin, das ich diese mit dem Horl auch schon gut scharf bekommen habe).
Scharf und Schneidfähig sind zweierlei Paar Schuhe.
Wie leicht das Messer durch die Zwiebel geht, hängt neben der Schärfe von der Dicke der Klinge über der Wate ab.
Standard-Solinger sind in der Regel zu dick über der Wate, um widerstandslos durch Zwiebel, Karotte und Co zu gleiten.
 
Spannend wird es auf jeden Fall, ob ich das Messer mit dem Horl scharf halten kann oder ich da eher auf andere Mittel zurückgreifen sollte. Vielleicht kann mir @Doldini ein paar Tipps zur Horl Routine geben, oder auch andere hier.
Kein Problem.
Wenn Du Fragen hast einfach ne PN schreiben.

Gruß Jürgen
 
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