Her mit den kleinen Franzosen- vive la France

Furlan

Mitglied
Danke dass Du mir das Antrtoise wieder ins Gedächtnis gerufen hast...ich hatte es mal auf dem Schirm, aber irgendwie ist es davon wieder verschwunden.... und gute Besserung!
 

Rudi_57

Premium Mitglied
Salut Gigi,
auch von mir gute Besserung!

Ich weiß nicht, ob hier alle das Messer Magazin lesen,
leider kann ich nur mit einer Webseite dienen.
Es wurde der Sommer - Messermacher Didier Simond vorgestellt,
ein echter Chamoniard, der im Sommer Messer herstellt,
im Winter als Skilehrer/Skitourengeher um Chamonix arbeitet.
Ich kannte diese Messer- bzw. Griff - Formen bisher überhaupt nicht.
Die Tochter meiner Partnerin studiert in Montpellier, auf meinem
nächsten Montpellier - Trip werde ich auf jeden Fall einen
Schwenk über Chamonix einbauen, und mal bei Didier vorbeischauen.

https://www.lechamoniard.com

Bonne soirée a tous,
Rudi
 

gigi

Mitglied
Hi Rudi, ich vermute, dass ein Irrtum vorliegt. Das Messer wird in Clermont-Ferrand in der Manufaktur Antretoise hergestellt. Das Modell heißt Le Vif ist in verschiedenen Varianten und zu unterschiedlichen Preisen zu haben. Dass es dir gefällt, freut mich trotzdem! Besten Gruß, Gigi
 

Carsten55

Mitglied
Gigi, ich glaube, der Beitrag von Rudi wurde unabhängig von Deinem Post erstellt.

Den Beitrag im MM habe ich auch gelesen und mir ein Messer bei Didier Simond bestellt, kostet ja nicht die Welt.

Das ist jetzt im Zulauf:



Und dank Dir, Gigi, schleiche ich jetzt um das Antretoise herum, dabei wollte ich meine Messerkäufe doch drastisch reduzieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rudi_57

Premium Mitglied
Servus Carsten,
ich wollte mir das Le Glacier bestellen.
Wenn Du Deins in der Hand hast, kannst Du
mal bitte schildern, wie der Montblanc Griff
in der Hand liegt? Deswegen wollte ich eigentlich
bei Didier mal lang fahren. Unabhängig vom Preis
habe ich ein neues Messer immer erst gerne mal in
der Hand. Wenn der Funke nicht überspringt, wird's
nicht gekauft, bevor ich mich ewig ärgere, weil noch
ein Messer rumliegt, das ich eigentlich nicht mag oder
benutze. Deswegen bestelle ich auch fast nix im Internet,
leider hat 'mein' Messerhändler aus Altersgründen geschlossen
Gruß
Rudi
 

Abu

Premium Mitglied
Mit einem Franzosen kannst du dich überall sehen lassen. Das Laguiole ist ein Geschenk lieber Menschen, die meinen Spleen zu schätzen wissen.

IMG_20190731_055612.jpg

Gruss
Abu
 

Carsten55

Mitglied
Das Chamoniard von Didier Simond ist heute eingetroffen.

Überraschend ist die -für einen Franzosen- wirklich gute Verarbeitung, da hatte ich bei Laguioles schon andere Stücke in der Hand, auch von dort renommierten Herstellern. Selbst die Klinge sitzt mittig, alle Kanten sind poliert, das stört nichts.

Die Handlage des Messers ist überraschend gut, der "Knubbel" fügt sich perfekt in die Hand ein, ohne zu drücken, zumindest bei leichteren bzw. normalen Arbeiten, für die das Messer auch gemacht ist.

Für härtere Arbeiten, bei denen man das Messer sehr fest halten müsste, würde ich es nicht verwenden, auch wegen des "Knubbels", der dann doch auf längere Sicht stören würde. Die Feder ist stramm, das gibt Vertrauen, einen "90-Grad-Stopp" hat das Messer nicht.

Einziger Kritikpunkt ist derzeit die Auslieferungsschärfe, die zu wünschen übrig ließ, aber ein Striche mit dem Sharpmaker haben hier sehr schnell Abhilfe geschaffen.

Alles in allem ein schönes und von der Griffform ungewöhnliches Messer, das richtig Spaß macht.





 

Rudi_57

Premium Mitglied
Bonjour à tous,
mir ist wieder ein kleiner Franzose zugelaufen, natürlich
von meiner Leib- und Magencouteillerie Fontenille Pataud à Thiers.
Sie hatten schon vor einiger Zeit angekündigt, ein altes Verriegelungs - System
korsischer Messer zusammen mit der korsischen Messermacher - Familie
Zuria und Robert Beillonet neu herzustellen, auf Französisch à palanquille, ein Rückenhebel.
Meins kam heute an, in der gewohnten superben FP Qualität in Olivenholzschalen.
Man kann das eh nicht fotografieren, wie das System funktioniert, das FP Demovideo ist hier:
https://www.fontenille-pataud.com/fr/1967-40141-couteau-l-anto-corse-classique-olivier.html#/

Meins funktioniert natürlich nicht so seidenweich, wie in dem Video, bei meinen beiden
anderen FPs mit blocage war das aber ähnlich, das legt sich. Halten tut es nach erstem Eindruck bombenfest.

Notiz am Rande - direkt nach Eingang meiner Bestellung hat mich der (relativ) neue Besitzer
Yann von FP angerufen, und mir mitgeteilt, dass das wg. Corona etwas dauern könnte.
Es entwickelte sich ein nettes Gespräch, in dem ich mal gesagt habe, dass ich Traditionalist
bin, was Messerdesigns und Griffschalen angeht. Nach dem Motto - Geht mir weg mit Carbon,
Titan, und wie sie sonst noch alle heißen.
Darauf hin hat mich Yann auf einen Apéro bei FP eingeladen, mit Werkstatt - Tour.
Ist klar, der will mir was mit Carbonschalen andrehen. Schafft er bestimmt! :D
Leider bin ich fotomäßig technisch derzeit arg limitiert, das angehängte Bild hat mein
GPS Empfänger gemacht. Meine FPs von oben nach unten.
Altes Laguiole 12cm, Le Thiers Nature 11,5cm, Laguiole mit blocage arrière 12cm, L'Antò 12cm

Bon week - end,
Rudi
 

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Abu

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Hallo Rudi,
für Flipper-Fans mag dieser Hebel störend und seine Funktion altbacken und langsam sein. Aus anderer Sicht, und dazu neigen wir älteren Semester vmtl. eher, ist sie entschleunigend, geradezu meditativ, wenn man sein Klappmesser zückt und in Seelenruhe öffnet. Ich finde es bemerkenswert, dass immer mal wieder alte Techniken aufgelegt werden, übrigens auch Custommade.
Das ist insgesamt ein schönes, ausgewogenes Messer, Form, Klinge, alles passt!:super:

Gruß und viel Spaß daran
Abu
 

Rudi_57

Premium Mitglied
Servus Abu,
besten Dank.
Mit dem meditativ hast Du sicher recht. Wir sind ja öfters
in Frankreich unterwegs, und häufig mit Kolleg/innen abends aus.
Gut, jetzt gerade nicht.
Es fasziniert doch immer wieder, wie viele dabei vor dem Essen
ihr Laguiole & Cie auspacken, versonnen das Essen betrachten,
das gerade serviert wurde, und andächtig das Laguiole aufklappen.
Gerade wenn Damen dabei sind, kannst Du Dich mit so einem
Flipperding nicht blicken lassen. :glgl:
Schönes Wochenende
Rudi
 

Abu

Premium Mitglied
War ja lange Pause hier. Was nicht heißt, dass die Franzosen nicht mehr en vogue seien.


Angeblich gibt es in keinem anderen Land eine solche Vielfalt an lokalen Messertypen wie in Frankreich. Und eine große Anzahl von Messermachern, die diese Typenvielfalt pflegen. Jerome Bellon ist einer von ihnen. Noch keiner der großen Namen, dafür in Preis-Leistung und Qualität meines Messers auf bestem Niveau.

Der Erstkontakt über das frz. Pendant zum MesserForum war noch nicht ganz einfach. Forumskollege Virgil half mit seinen Französischkenntnissen, auch hier nochmals meinen ausdrücklichen Dank! Inzwischen hat JB seine Website geschaltet, alles leicht, Google Übersetzer genügt. Bei Interesse empfehle ich dringend den direkten Draht, im Handel haben die Preise ein hohes Niveau.

https://jbcouteau.herokuapp.com/static/home

Laguioles mögen die bekanntesten Traditionstypen sein, das Yssingeaux ist für mich die nützlichere Wahl. Mit beiden Messern kann man sich in fast jedem Restaurant sehen lassen, das Yssingeaux hat aber bei Speisen als Beilagenmesser zur Gabel den riesigen Vorteil der Klingenform. Und um Essen geht es bei frz. Messern doch letztlich immer, oder? Ob Steak oder Gyros...

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Was bei den Messern von JB auffällt, er verarbeitet sehr oft Hirschhorn als Grundmaterial. Ist preislich interessant, und ich kann bei der hübschen, marmorierten Struktur meines Messergriffes gern auf Elfenbein oder Warzenschweinhauer verzichten. Die Mechanik ist wie ein Slipjoint, mit eher kräftiger, sicherer Federspannung.

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Das Messer hat mich nun über etliche Monate begleitet und ist schlicht und einfach: klasse!!!



Gruß
Abu
 

Rudi_57

Premium Mitglied
Servus Gemeinde,
meine französische Rasselbande hat wieder Zuwachs erhalten. Ich hätte mir zwar nie vorstellen können,
ein Messer, das ich nicht in der Hand gehabt habe, in diesem #Neuland zu bestellen, aber Thiers ist
halt in Corona Zeiten weit weg...
Die Messer auf dem Bild haben alle Olivenholz - Griffschalen, alle sind von Fontenille Pataud.
In der Mitte das 'Capouchadou', anderswo schreibt man es Capoujadou. Wenn man sich mit Auvergnats
über ihre alten Messer unterhält, liegt deren Aussprache irgendwo zwischen Capouschadou und Capouchadou.
Das, wie auch immer, Capouchadou, gilt als Vorgänger des Laguiole. Ich habe öfters auf französischen
Flohmärkten oder bei Antiques mal eines gesucht, aber nie gefunden. Entweder nicht vorhanden,
oder es werden für Messer der alten Coutelliers (Mas, Paget u.a.) locker vierstellige Beträge ausgerufen.
Unten im Bild 'Le Roquefort'.
Oben im Bild ist das Le Thiers Pocket von FP. Die Griffschalen waren, als ich es erstanden habe,
ähnlich hell wie die der beiden Neulinge. Nur um zu zeigen, wie schön Olivenholz bei
ständiger Benutzung wird, das Pocket war mittlerweile in Salzwasser - Atmosphären
am Atlantik und auf See.
Über die Qualität der Messer von FP braucht man m.E. kein Wort zu verlieren,
12C27 oder 14C28, bei älteren Ausgaben noch 440C, alle 'aus der Box' rasiermesserartig.
Alle FP Slipjoints haben sehr kräftige Federn, da muss man m.E. keine Bedenken haben, dass mal eins einklappt.
Und wenn, gilt der Spruch, den mein Papa mal geprägt hat: 'Du musst die Finger rausnehmen'.
Damals hatte sich Klein - Rudi die Finger an der Tür geklemmt. :)

Ich wünschen Euch allen 'an gudn Rudsch, und bleibs xund'

Rudi
 

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Abu

Premium Mitglied
Danke Rudi, für Bericht, Bilder und Wünsche. Immer wieder eine Bereicherung diese frz. Messer. Schöne Sammlung - ab drei gilt Sammlung

Guten Rutsch und ein schnittiges neues Jahr
Abu
 

Virgil4

Premium Mitglied
Rechtzeitig vor Ende des Jahres hab ich den Franzosen-Thread wiederentdeckt und gleich mit Freude feststellen können, daß bei dir @Abu ja alles bestens geklappt hat. Wirklich ein schönes Yssingeaux, das du dir da zugelegt hast.

Das Liérande als reiner Thiers-Franzose würde auch hinpassen, aber dafür gibt es einen extra Thread.

Da zeige ich doch mal ein Laguiole aus Laguiole von Glandière vom letztjährigen Sommerurlaub.

Griff aus Pistazie, Klinge aus XC75 "brute de forge", was allerdings nicht ganz stimmt: die Klinge ist aus dem Vollen geschliffen und man hat das Härteöl einbrennen lassen.

Nun ja, mir hat's gefallen, deswegen hab ich's auch erstanden nach mindestens 3 h Tingeln durch die verschiedenen Läden und vorsichtigem Einkreisen der möglichen Kaufkandidaten.



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Abends gab's sogar den passenden Wein ...



Bei einem englischen Freund zu Besuch zur Begutauchtung seiner Royal Enfield



Früher hätten die beiden sicher zusammengefunden :hmpf:



Einen guten Start ins Neue Jahr alle zusammen!

Virgil