Küchenmesser

Güde mit Olivengriff

Hi,

leider geizt Güde auf der Homepage mit schicken Photos
sind nur die Formen angegeben.
Im Preisverzeichnis tauchen die OlivenMesser dann aber auf.

Ich hab das Teil im Schaufenster in Wiesbaden gesehen.

Bei Messer Rödter auf der Kochmesserseite findest Du aber
das MegaBrotmesser mit Olivenholzgriff.
So ähnlich sah das Teil im Schaufenster auch aus, allerdings
ein wenig kürzer! :steirer:

Gruß,
Gonzo
 

hagrid

Mitglied
also ich kann nur sagen seit ich weis nicht wieviel Jahren aber sicher über 15 hab ich einen Messerblock von Goldhamster (Fa Schaaf) obs die überhaupt noch gibt? keine Ahnung es sind klasse Teile obwohl viel benutzt sehr schnitthaltig und zum Abziehen verwende ich keinen Stahl sondern Keramik funktioniert astrein
 

Moonlight

Mitglied
Im Technikteil der heutigen Ausgabe der FAZ ist ein größerer Testbericht über Küchenmesser der jap. Firma Global abgedruckt. Fazit: erste Sahne.

Moonlight
 

darley

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sorry, aber ich les die faz nur online und da hab ich nix über küchenmesser gefunden.
kannst du vielleicht mal die überschrift ansagen?
und/oder mal kurz resümieren?
mein bruder aus den staaten möchte dauernd nen statement über die guten deutschen küchenmesser, damit er drüben weiß, was er sich in die küche stellen soll.
die amerikanischen sind wohl nicht der hit.

grüße
:cool: bernd
 

Moonlight

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Die Dienstags-Ausgabe der FAZ hat immer einen Technik-Teil. Darin stand der Artikel. Er befaßte sich ausschließlich mit Küchenmessern von Global, die bekanntlich ein futuristisches Ganzmetalldesign mit sandgefüllten Griffen haben. Dabei wurde ein Langzeittest eines bekannten Koches mit diversen Messertypen von Global beschrieben. Das Handling, die Klingenform und die Schnitthaltigkeit wurden als exzellent bezeichnet. Dem kann ich aus eigener Erfahrung nur beipflichten. Ich persönlich ziehe sie jedem Zwilling- oder Güde-Messer vor. Den Artikel habe ich im Cafe gelesen. Daher verfüge ich nicht mehr über die FAZ-Ausgabe.

Moonlight
 
FAZ Bericht :

Sie sind Messer von besonderem Schnitt

Global fertigt Klingen, auf die nicht nur der Profi scharf ist / Schalottenschneiden ohne Tränen


Für manchen Spitzenkoch sind Messer eine zweischneidige Sache: Auf Messen und vor Publikum führt seine Hand das Produkt des Sponsors, während er in seine eigene Küche kein anderes als das von Dick, Wüsthoff, Güde oder Global läßt. Letztere fallen aus der Reihe, da sie komplett aus Metall bestehen und ihr Griff eben nicht aus schichtenverleimtem Holz oder Kunststoff gefertigt ist. Sie stammen aus Japan und wurden erst 1985 von Komin Yamada entwickelt. Äußere Kennzeichen sind das beinahe stromlinienförmige Design ohne Ecken und Kanten, was der Hygiene sehr entgegenkommt, sowie der Griff, den halbkugelförmige Vertiefungen selbst in einer feuchten Hand rutschfest machen. Gegenüber Klassikern aus Solingen sind die Global-Messer außergewöhnlich leicht. Ein Dick-Kochmesser bringt es auf etwa 250 Gramm, während das vergleichbare G-2 aus Japan um die 90 Gramm leichter ist. Seine Klinge besteht aus rostfreiem Molybdän/Vanadium-Stahl, der eisgehärtet wird und auf der Rockwell-Skala einen Wert von 56 bis 58 Grad zeigt. Mit dieser Klinge ist ein hohler Stahlgriff so fugenlos verbunden, als wäre das gesamte Messer aus einem Stück. Das Heft ist mit Sand gefüllt, wodurch das Messer eine perfekte Balance aufweist. Sein Griffende weist keinen Angelwurzel genannten Knauf auf. Zudem fehlt die Krone am oberen Teil des Griffs, die bei europäischem Design ein Abrutschen der Finger auf die Klinge vermeiden soll. Wer von den klassischen Klingen auf diese Messer umsteigt, muß seine Schnittechnik etwas ändern. Und merkt schnell, daß die japanischen Messer nicht nur sicher sind, sondern sich zudem eleganter und präziser führen lassen.

Um nach der ersten erfreulichen Begegnung mit dem Kochmesser G-2 (86 Euro) nähere Bekanntschaft mit dem Global-Konzept zu schließen, haben wir den rührigen Importeur Christian Romanowski gebeten, uns einen Satz von drei weiteren Messern aus diesem Programm zusammenzustellen, um mit diesem Quartett die meisten Wechselfälle in der Küche zu bewältigen (Händlernachweis: 0 18 03/ 59 59 59). Seine Empfehlung wich von unserer Vorauswahl deutlich ab. Zum Kochmesser mit einer Klingenlänge von 20 Zentimetern legte er das an ein Hackebeilchen gemahnende Gemüsemesser G-5 (18 Zentimeter, 86 Euro), das von der Optik her erst Schrecken der Hausfrau, in der Praxis jedoch schnell ihr ausgesprochener Liebling wurde. Für eher zarte Hände ist das GS-3 (71 Euro) gedacht, dessen Griff am Ende wie ein Entenschnabel zuläuft und sich daher gut mit dem Handballen führen läßt. Statt Ausbeiner und flexiblem Filetiermesser empfahl Romanowski sein G-11 (25 Zentimeter, 117 Euro) mit dem einseitigen Sashimi-Schliff und der direkt über der Schneide angerauhten Klinge, an der nichts kleben bleibt. Zu dieser Grundausstattung gesellt sich noch ein Schleifstein mit zwei Körnungen (71 Euro). Die Klingen sind über den nassen Stein im Winkel von etwa 15 Grad zu ziehen - bei beidseitig geschliffenen Messern wird die vordere Seite zu 70 und die hintere zu 30 Prozent neu geschärft. Die Messer gibt es für Rechts- wie für Linkshänder.

Außer in der eigenen Küche probierten wir diesen Messersatz zusammen mit Meisterkoch Ingo Bockler vom Merlin in Großburgwedel aus. Schalotten wurden zu Mini-Würfeln geschnitten, ohne daß die Tränen flossen, weil richtig scharfe Messer den Saft eben nicht herausquetschen; Wurzeln und Staudensellerie präzise zu Julienne gestiftelt und eine Aubergine für die Ratatouille in Würfel geteilt. Bockler wuchtet dann den Rehrücken auf das Schneidebrett aus Kunststoff und setzte das kleine GS-3 zum Ausbeinen neben der Wirbelsäule an. Die lange sehnige Bindegewebehaut ließ sich mit dem Sashimi-Messer so sauber parieren, daß sie bald wie ein Seidenstrumpf neben dem Filet lag.

Am Ende des mehrwöchigen Einsatzes der Global-Messer war unsere Auswahl für die Küche klar: das Hackebeilchen G-5 als Universalmesser, das zarte GS-11 für feinere Hände und Arbeiten sowie das schwertmäßige G-11 nicht nur zum Filetieren. Alle Messer hielten während fleißiger Benutzung ihren rasiermesserscharfen Schnitt. Wie dünn Tomaten oder wie gleichmäßig klein Schalotten sich schneiden lassen, zählt trotz allmählicher Gewöhnung an das beinahe chirurgische Werkzeug weiterhin zu den kleinen Mysterien der Küchentechnik. Ja, diese Messer sind teuer. Dafür halten sie ein Leben lang, wobei wir uns hier verständlicherweise auf Urteile Dritter berufen müssen. Glücklich, wer mit leerer Magnetleiste anfängt und gleich den rechten Griff tut. Fühlt man sich hingegen schon gut bestückt, so leiste man sich als Ameuse geule ein GS-5 - aber Vorsicht: es ruft nach den Folgegängen!

NILS SCHIFFHAUER

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.04.2002, Nr. 82 / Seite T2

www.roedter-messer.de
 

caerbhallain

Mitglied
Im Laufe der zeit hat sich so manches angesammelt:
Chefmesser von Zwilling (etwas älter, Friodur, genietete Griffschalen)
Deba Hocho
Usuba Hocho
ein Allzweck- oder auch Gemüsemesser der Firma 'Marsvogel' - nichts aufregendes, aber auch nicht Rostfrei ;) - leistet mir schon mehr als 10 Jahre gute Dienste
Ein Messer mit Holzgriff unbekannter Herkunft - hat erkennbar schlechte Zeiten hinter sich, aber nu verdient es bei mir sein Gnadenbrot. Form ähnelt einem breiten Ausbeinmesser, breite, starke Klinge. ca 20cm Klinge.
Wasserstein.
Spülmaschine sieht keines dieser Messer je von innen. Leider derzeit alle im Ruhestand daher wichtigstes Werkzeug: --> Dosenöffner.. (wie ich das Zeug hasse...)
Ach ja - ne Brotsäge habe ich noch nie gebraucht.
 
Als Ertrag einer Solingen-Reise schreibt Herr Schiffhauer derzeit an einem weiteren Artikel über Küchenmesser, der in einer der nächsten Beilagen "Technik und Motor" erscheinen soll. Also nächsten Dienstag mal aufpassen.

Viele Grüße,
razoredge