Passaround Böker Bronco. Erfahrungsbericht Outdoor und Bushcraft Messer

Isuas

Premium Mitglied
Beiträge
574
Das Böker Bronco ist heute bei mir angekommen.

Mit meinen bescheidenen fotografischen Künsten möchte ich euch ein paar Unboxing-Bilder zeigen.

Das Messer kam sehr gut verpackt an.

In der Schachtel befindet sich das Messer und, GEHEIM, Zitat @HeinrBoker, "Es werden übrigens noch 10 kleine Überraschungen dabei sein, davon bitte eins raus nehmen und die anderen 9 weiter schicken."

Die Überraschung hab' ich "gebläut" um die Spannung für die nächsten Passarounders aufrecht zu erhalten.

k-Bronco_open_gebläut.JPG


Das Messer kommt in einer stabilen Schachtel und ist mit Klettbändern auf "Ebene 1" fixiert, eine Ebene drunter ist die Lederscheide.

k-Bronco_box_open_open.JPG



Bronco_inbox.JPG


In die Hand genommen, WOW, der Griff ist ein Handschmeichler. Fühlt sich zart und griffig an. Griffig wie ein Buck 650C oder ein Gerber LMF aber viel "zarter", und doch noch ein richtiges Messer. Lässig. Das Messer in die Scheide einzuführen fühlt sich fast schon "unanständig" an. Passgenau, da eckt nichts, da wackelt nichts, schlüpft, kann was.

Der erste Eindruck ist sehr, sehr, positiv ;-) , hoffe, dass die nächsten Tage das Wetter passt und ich noch ein paar Steckerl im Gelände niederscheiden kann. (schlechte) Bilder folgen.
 

Anhänge

  • Bronco_closed.JPG
    Bronco_closed.JPG
    155,6 KB · Aufrufe: 71
  • k-Bronco_inbox.JPG
    k-Bronco_inbox.JPG
    63,7 KB · Aufrufe: 68
  • k-Bronco_box_open.JPG
    k-Bronco_box_open.JPG
    44,1 KB · Aufrufe: 75
  • k-Bronco_closed.JPG
    k-Bronco_closed.JPG
    66,8 KB · Aufrufe: 1.113
Zuletzt bearbeitet:
Heute, endlich, ein paar Stunden Sonnenschein. Raus in den Wald und ein paar Bilder gemacht.

K1600_IMG_6303.JPG






K1600_IMG_6305.JPG






K1600_IMG_6318.JPG






K1600_IMG_6323.JPG

Stockbucheo_O

K1600_IMG_6349.JPG



K1600_IMG_6359.JPG



K1600_IMG_6386.JPG



K1600_IMG_6395.JPG



K1600_IMG_6415.JPG



K1600_IMG_6418.JPG



K1600_IMG_6428.JPG


Es wurden mit dem Messer noch ein paar Haselnusssteckerl geschnitzt, perfekt. Nach dem Ausflug wurden noch ein paar Flaschen Bier geöffnet, funktioniert. Meine Schnittwunde am Oberschenkel (Rasierversuch nach dem Unboxing) verheilt schön langsam... Schönes Wochenende wünsch ich euch noch.

Gruß
Isuas
 
Das Bronco hat mich verlassen, es ist unterwegs zum nächsten Rezensenten.

Noch ein Abschiedsfoto mit Kollegen aus dem gleichen Stall.

k-Boker_comparison.JPG


Meine Zusammenfassung:

Positives:

Optisch sehr, sehr gefällig.
Griffig.
Gegürtet kaum spürbar.

Negatives (sudern auf hohem Niveau, nicht wirklich störend):

Der Griff könnte, für meine Hände etwas voluminöser sein.

Negatives (für mich doch störend):
Der (doch sehr klobige) Feuerstahl auf der Scheide stört die schlanke Optik. Ein Feuerstahl gehört für mich in den Rucksack nicht auf das Messer.

Ich habe das Messer nicht mit firesteeling, feathersticking, batoning und Beschußtests (DBK) belastet. Das können die nachfolgenden Rezensenten sicher besser. Bin schon neugierig auf die Berichte.

Würde ich mir das Messer kaufen? Auf alle Fälle, sollte ich es gewinnen freue ich mich, sollte ich es nicht gewinnen kaufe ich es, schneide den Feuerstahl von der Scheide und/oder lasse mit eine passende Kydex dazu machen.

Habe mir erlaubt zu der Überraschung die @HeinrBoker beigelegt hat noch einen Gruß aus Österreich mit einzupacken. 10 Grüße. 9 für die nächsten Teilnehmer dieser Runde und einer für @HeinrBoker 🖖

Vielen Dank an @HeinrBoker für die Möglichkeit das Messer im Rahmen eines Messerforum-PA zu testen(y).

Gruß
Isuas
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe das Böker Bronco an Heilig Abend erhalten, danke für die Beigaben.
Seitdem habe ich das Messer bei allen Gassigängen dabei gehabt nachdem ich es auf dem Sieger Longlife nochmal abgezogen habe.

20221224-153320 (https://ibb.co/x1dJmKJ)
20221228-150500 (https://ibb.co/X5p676q)

Ich muss sagen, mir gefällt das Messer bis auf ein paar einfach zu behebende Kleinigkeiten (dazu später mehr) richtig gut.
Das Bronco wäre für mich von der Machart dafür prädestiniert, mich bei meinen outdoor-Urlauben im Norden zu Fuß oder im Kanu zu begleiten.
Aus diesem Grund habe ich heute mal die Messer mit eingepackt, die ich bereits auf solchen Trips mitgenommen habe und mit denen ich auch zufrieden war bzw. bin um sie direkt zu vergleichen und ein paar Fotos zu machen.

20221228-143453 (https://ibb.co/nnSrrQc)
20221228-143633 (https://ibb.co/VBn2wZf)

Ein Markus Reichart MR141 aus M390, ein BRKT Bravo 1 aus S35VN, ein Linder Super Edge 2 und ein Mora Bushcraft Force. Alle Messer mit einer guten Gebrauchsschärfe so dass sich Beinhaare ohne jeden Druck rasieren lassen.
Dabei fand ich vor allem den Vergleich mit dem Linder Super Edge 2 interessant, da das Bronco für mich irgendwie der Nachfolger ist. Ein Messer aus Solinger Produktion mit einem Kratongriff zu einem sehr attraktiven Preis.
Ich habe mit dem Messer also vor allem Holz bearbeitet. Dabei habe ich Äste abgetrennt, Zeltnägel geschnitzt, einen Pfannenwender improvisiert, dünnes Holz gespalten und aufgefächert. Große Scheite musste ich in über 20 Jahren noch nie Batonen, also habe ich es auch mit dem Bronco nicht versucht. Die Schnitzarbeiten sind auch nicht schön, sie sollen nur zweckmäßig sein. Wenn wir abends das Lager aufbauen und merken dass wir was vergessen haben dann soll es schnell gehen und nicht kunstvoll.

Die Performance bei der Lebensmittelzubereitung spielt für mich für diesen Zusammenhang keinerlei Rolle, da wir immer autark unterwegs sind alles selber schleppen müssen. Die Lebensmitte sind also alle getrocknet. Dass einzige, was geschnitten wird, ist das getrocknete Rentierfleisch und, sofern ich Glück beim Angeln hatte, mal ein Fisch ausgenommen. Leider hatte ich im Moment weder getrocknetes Rentierfleisch (extrem hart) noch eine Möglichkeit zu Angeln.

Von den heute mitgenommenen Messern war die Schnittleistung bei dem konvexen Bravo 1 trotz der Klingenstärke von 5,5 mm am besten, es ist einfach Wahnsinn wie das Messer durchs Holz geht. Das Reichart (sehr dünn ausgeschliffen) und das Mora (der Skandi ist mir eigentlich zu empfindlich, hier hatte ich schon öfter Ausbrüche) sind dann etwas dahinter auf einem Niveau, dann dass Bronco und dass Super Edge ebenfalls gleich auf aber wieder etwas schlechter. Die Schneidperformance bei dem Bronco hat mich dann für ein Messer aus Serienfertigung doch sehr positiv überrascht. Bei der Schnitthaltigkeit war bei keinem Messer eine wirkliche Veränderung der Schärfe zu bemerken. Und nach so einer Nutzung ziehe ich die Messer eh immer kurz ab, so dass ein wirkliches nachschärfen nur sehr selten nötig ist. Ausbrüche waren bei keinem Messer auch mit der Geologenlupe zu erkennen. Es hätte mich bei der Nutzung auch gewundert. Ich bin wohl immer übermessert unterwegs, aus diesem Grund auch das Mora in der Auswahl. Zu Fuß zählt jeder Gramm und es ist einfach am leichtesten...

Wäre das Bronco meins, hätte ich den Spitzenbereich in einem spitzeren Winkel wie am Rest der Klinge geschliffen. Die Schneidfase ist über die gesamte Länge gleich breit, die Klinge ist an der Spitze aber dicker. Daraus resultierend ist die Spitze leider nicht so scharf und schneidfähig wie ich es gerne hätte. Das ist aber nicht nur beim Bronco so, sondern bei fast allen Messern die ich gekauft habe. Aber wenn ich beispielsweise Splitter aus den Fingern holen will ist eine möglichst scharfe Spitze sehr sinnvoll.

Was ich auch auf jeden Fall geändert hätte wenn es meins wäre sind die scharfen Kanten am Klingenrücken um den Feuerstahl anzureißen. Ich drücke gerne mit dem Daumen der rechten Hand auf den Klingenrücken, aber nach nur einem Zeltnagel tat mir der Daumen verdammt weh und die Haut ist sehr mitgenommen. Ich nutze den Feuerstahl eigentlich nur um den Kocher anzumachen und nehme dann einen Striker. Fürs Lagerfeuer nehme ich ein Feuerzeug. Der Feuerstahl wird hier nur zum spielen verwendet.
Dass soll aber keine Kritik am Messer sein, ist halt die Philosophie des Messers und die Kanten wären in 5 Minuten nachgearbeitet.
Positiv finde ich dass das Messer keine Jimpings hat.

20221228-144046 (https://ibb.co/7ntbbd8)
20221228-144520 (https://ibb.co/X73RqXc)
20221228-144851 (https://ibb.co/P9g97vW)
20221228-144948 (https://ibb.co/ChVZHHW)
20221228-145447 (https://ibb.co/0D473Hw)
20221228-145519 (https://ibb.co/Th4kDBf)
20221228-145758 (https://ibb.co/cYCxk1G)
20221228-145955 (https://ibb.co/sRv1Dvc)

Die Griffform des Broncos sagt mir mit Handschuhgröße 9,5 sehr gut zu, dünner sollte der Griff aber nicht sein. Menschen mit großen Händen könnte vielleicht Volumen fehlen.
Die Härte des Materials und die Textur fasst sich sehr angenehm an, der Griff ist auch bei längerem Schnitzen angenehm in der Hand.

Obwohl ich sonst kein Freund von Lederscheiden bin, finde ich die hier mitgelieferte Scheide doch optisch ansprechend und im Prinzip auch recht praktisch. Vor allem den Dangler mag ich.Leider bin ich aber Linkshänder und kann mir dann aussuchen ob ich sie auf der falschen Seite tragen will oder mit de Schneide nach vorne. Das ist aber bei fast allen Messern so, es sei den sie haben eine Kydexscheide.

Was mir aber für meinen Einsatzzweck bei dem Messer Sorgen bereiten würde, ist die Kombi aus Lederscheide und nicht rostträgem Stahl.
Wenn die Lederscheide einmal nass ist, sei es durch Regen oder weil ich in den Teich gegangen bin, wird sie im Nordskandinavischen Herbst im Zelt wahrscheinlich für die nächste Woche nicht mehr trocken. Wie das dem CPM3V bekommt ist dann die große Frage.

Zusammenfassend kann ich sagen dass mir das Böker Bronco ausgesprochen gut gefällt, vor allem mal wieder ein Serienmesser aus Solingen dass richtig gut schneidet und mal einen modernen Stahl aufweist.

Vielen Dank für die Möglichkeit zum Testen!
 
@recurveman Bei 7,5% Chromanteil würde ich mir keine allzu grossen Sorgen machen. Ich denke, der CPM3V ist ähnlich rostträge wie ein D2. Viele Hersteller benutzen den D2 und ich habe auch ein paar Messer aus diesem Stahl und bis - Stand heute - keine Probleme damit gehabt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, der CPM3V ist ähnlich rostträge wie ein D2
Nichts für ungut, aber über die Brücke würde ich jetzt nicht unbedingt gehen wollen.
Der D2 liegt mit seinem Chromanteil von 11 bis 13 % schon im Bereich rostträger Stähle, und die 7,5 % des CPM 3V liegen deutlich darunter.
Ich hatte eine ähnliche Situation wie @recurveman sie beschreibt bei meinem Bark River Gunny CPM 3V beim nass Anpassen der Scheide. Trotz Einwickeln in Frischhaltefolie und anschließendem trocknen lassen hatte die Klinge nach gut einem Tag deutlich erkennbare Spuren von Rost.
Klar, die Folie lag in diesem Fall wohl nicht 100%ig dicht an. Aber dennoch: 1 Tag ist relativ kurz, um Rost zu bilden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der D2 liegt mit seinem Chromanteil von 11 bis 13 % schon im Bereich rostträger Stähle, und die 7,5 % des CPM 3V liegen deutlich darunter.
Der Gehalt an Chrom, welches in gelöster Form vorliegt und dadurch zur Bildung der Passivschicht beiträgt, fällt Larrins Berechnungen zufolge beim CPM-3V sogar etwas höher aus. Zudem besitzt er gut doppelt so viel Molybdän.

Auch meiner persönlichen Erfahrung nach ist 3V keinesfalls weniger korrosionsresistent als D2, wobei Rostanfälligkeit in der Praxis ja von verschiedensten Faktoren abhängt (z. B. Wärmebehandlung und Finish).

Grüße
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
@Hamurra-e:

Genau das meinte ich mit dem Hinweis auf die Wärmebehandlung.

Da Böker das Bronco laut eigener Aussage gemäß Larrins Empfehlungen härtet, gehe ich allerdings schon davon aus, dass hier "low temperature tempering" zur Anwendung kommt.

Bei BRKT bin ich mir da weit weniger sicher, zumal es dort gerade mit 3V in der Vergangenheit ja noch ganz andere Probleme gegeben hat ... Aber das ist hier OT.

Grüße
Jürgen
 
Bei Test mit unterschiedlichen Stählen hat sich auch gezeigt, dass es einen erheblichen unterschied macht ob im Oberen oder unteren Bereich angelassen wurde, was die Rostanfälligkeit betrift.
Genau das meinte ich mit dem Hinweis auf die Wärmebehandlung.

Vielen Dank @Hamurra-e und @Jürgen (y) . Ich verstehe, dass es auf mehrere Faktoren ankommt und sich meine Aussage zum Chromgehalt und der Rostträgheit von D2 nicht so allgemein treffen lässt.
 
Ich habe mich richtig gefreut das Böker Bronco testen zu dürfen. Schon im Katalog hat es mich fasziniert.
Gekommen ist es in einem schönen Karton, sobald man den Deckel abzieht sieht man das Messer in seiner Halterung.
Das ist eine recht schöne Präsentation, allerdings muss ich sagen sind solch aufwendige Verpackungen für mich nichts.
Da wird relativ viel Aufwand und Energie in die Produktion der Verpackung gesteckt, die zumindest bei mir dann irgendwo verstaubt. Mir würde da eine einfachere und umweltfreundlichere Verpackung reichen. Leider habe ich davon kein Foto gemacht, wie mir im Nachgang aufgefallen ist.
8D28A480-BF0D-43A9-94B5-B6190565E442.jpeg

Als ich es in die Hand genommen habe war ich erstaunt wie dezent das Messer rüberkommt, der Griff ist schlank, trägt nicht viel auf und auch das Gewicht ist angenehm.
Ich habe es dann mit dem Jääkäripuukko 110 verglichen, welches in der selben Größenordnung rangiert.
3F0DB59C-DE76-4661-A3F4-90168F44B4BB.jpeg

Das Böker wiegt ca. 30 Gramm weniger als das Jääkäripuukko und hat auch einen schlankeren Griff. Ich habe das Jääkäripuukko auch in der Handhabung als Vergleich herangezogen, auch wenn Klingendicke und Schliffart unterschiedlich sind und somit der Vergleich etwas hinkt.

Gleich vorneweg: Meiner Meinung nach ist das Böker Bronco, auch wenn es in etwa doppelt so teuer wie das Jääkäripuukko 110 ist, diesen Preisaufschlag wert. Der Griff ist hochwertiger verarbeitet, das Muster verleiht nicht nur Grip sondern ist auch sehr schön anzusehen. Das Stonewashed Finish ist auch wertiger als das Finish des Jääkäripuukko. Auch der Stahl des Bronco ist mit dem CPM 3V ein moderner Stahl und zumindest was die Fertigung betrifft wahrscheinlich aufwendiger wie der 80CrV2 des Jääkäripuukko. Wieviel mehr der CPM 3V abkann habe ich nicht getestet da ich das Messer ja nicht besitze.

Böker beschreibt das Bronco als Messer für alle Arbeiten die rund ums Campen, Bushcraften, etc. anfallen. Ich bin kein Profi was Campen oder Bushcraften angeht, also habe ich es in verschiedenen meiner Meinung nach relevanten Bereichen getestet.

A18CD9A2-10FB-4713-955E-C537B6B147BB.jpeg

Essenszubereitung funktioniert, ist jetzt kein dünnes schlankes Küchenmesser, aber man kommt gut damit zurecht. Hier ist der Scandischliff im Nachteil, da wird das Schneiden schnell zum Spalten.
DEC0F607-7E94-4DC6-8724-346CE3F09B21.jpeg


Feuer habe ich damit keines gemacht, als ich Zeit dafür hatte ging bei uns ein Sturm. Ich habe dann Indoor probiert Holz zu spalten.

49ACEF32-2F70-4BC1-980F-08C77547F84C.jpeg

Das ging gut von der Hand, im Vergleich war das Jääkäripuukko etwas besser, allerdings vor allem durch den Scandianschliff und die stärkere Klinge.
534461F3-9282-4A9C-884D-6CC8B88C0E73.jpeg

Insgesamt hatte ich weniger Hemmungen das Jääkäripuukko einzusetzen, da es einfach das rustikalere Messer ist und ich kein Sorgen um eventuelle Macken hatte. Aber das Bronco hat alles tadellos mitgemacht und kann wahrscheinlich auf Grund des Stahls noch um einiges mehr ab, als ich ihm zugemutet habe.

Auch das Featherstick schnitzen war gut machbar, auch wenn da ein ballig auf null geschliffenes Messer Vorteile hat. Ist vielleicht aber auch Gewöhnungssache. Und für den Preis des Böker natürlich nicht machbar. Wie man auf dem Foto erkennen kann hat auch der Scandi besser funktioniert beim Schnitzen der Locken, allerdings habe ich mit dem Scandi auch mehr Übung, eventuell liegt es daran. Mit mehr Übung funktioniert es mit dem Bronco wahrscheinlich besser.
008D2FDD-6220-4622-918F-D1A7913F9289.jpeg


Gut gefiel mir die Scheide, mit den beiden Tragemöglichkeiten. Durch eine abnehmbare Schlaufe kann es tief oder hoch am Gürtel getragen werden.
0959D61C-7E10-4577-B88D-5C048428DF7A.jpeg


Soweit mein Test des Böker Broncos.

Nachdem ich meinen Beitrag gerade noch einmal durchgelesen habe, ist mir erst richtig bewusst geworden wie gut das Jääkäripuukko, zumindest in meinen Augen, abschneidet.
Eigentlich sollte der Beitrag ja eine Vorstellung des Bronco werden, ich wollte aber nicht einfach irgendetwas schreiben sondern zwei Messer die für ähnliche Aufgaben vorgesehen sind und eine sehr ähnliche Größe besitzen, miteinander vergleichen.

Deswegen komme ich zu einem etwas zwiespältigen Fazit. Das Böker punktet mit dem modernen CPM 3V, dem schön gestalteten und funktionalen Griff und der insgesamt sehr guten Verarbeitung und Ausstattung, incl. der gut gemachten Lederscheide mit dem LightmyFire Firesteel. Das führt natürlich zu einem höheren aber immer noch moderaten Preis.

Das Jääkäripuukko ist aus dem auch sehr guten 80CrV2, der auch sehr ordentlich die Schärfe hält, ist aber insgesamt nicht so wertig verarbeitet und trägt am Gürtel durch den dickeren Griff etwas mehr auf.
Trotzdem gefällt mir die Leistung des Jääkäripuukkos sehr gut und es muss sich meiner Meinung nach, zumindest was die Leistung angeht, nicht wirklich hinter dem Bronco verstecken.

Vielen Dank fürs Lesen und euch noch einen schönen Sonntag!

Und Böker natürlich noch ein Danke für die Möglichkeit dieses Messer zu testen.

Markus
 

Anhänge

  • 0F9B0EE9-1031-4371-823A-B0E30C765880.jpeg
    0F9B0EE9-1031-4371-823A-B0E30C765880.jpeg
    391,4 KB · Aufrufe: 65
  • 2F76BD48-AF4E-4443-9F3C-D77ECA62B418.jpeg
    2F76BD48-AF4E-4443-9F3C-D77ECA62B418.jpeg
    232,6 KB · Aufrufe: 69
  • DA41BCA5-EE1D-444A-86A7-C3A9BB325864.jpeg
    DA41BCA5-EE1D-444A-86A7-C3A9BB325864.jpeg
    169,5 KB · Aufrufe: 69
  • 7B68D054-3669-4DB5-AA04-CA0C50D08106.jpeg
    7B68D054-3669-4DB5-AA04-CA0C50D08106.jpeg
    222,4 KB · Aufrufe: 73
Teil 1 (von 2)
Das Messer angekommen und ausgepackt.
Nette Verpackung, jedoch etwas groß. Den Feuerstahl habe ich getestet, funktioniert an dem scharfkantigen Rücken gut. Die 25 mm direkt hinter der Klinge würde ich bei meinem Messer abrunden. Das Schlagstück am Griffende kann man dafür nicht verwenden, es ist zu sehr abgerundet.
Den Dangler an der Köcherscheide kann man abnehmen. Die Gürtelschlaufen haben beachtliche Ausmaße. Die Köcherscheide ist für ein industrielle gut gefertigt und trägt selbst mit Feuerstahl nicht so sehr auf.
Böker Bronco 0 - mit Schachtel.jpg
Böker Bronco 1.jpg
Böker Bronco 2.jpg
Böker Bronco 3.jpg
Böker Bronco 5.jpg

Der Griff gefällt mir sehr gut. Die Form ist relativ flach und liegt wirklich gut und rutschfest in der Hand. Das Schlagstück am Ende hätte ich nicht gebraucht, scheint für Outdoor / Buschcraftmesser jedoch Plicht zu sein (zum Muscheln abschlagen
h050.gif
)
Böker Bronco 6 - Griff.jpg
Böker Bronco 7 - Griff.jpg
Böker Bronco 8 - Griff.jpg

Böker Bronco 9 - Griff.jpg
Böker Bronco 9a - Scheide.jpg
Böker Bronco 9b - Scheide.jpg

Böker Bronco 9c - Scheide.jpg
Böker Bronco 9d - Scheide.jpg

Ich habe mir die Scheide an den Gürtel gehängt und das Bronco eine Woche mit mir rumgetragen.
Erster Einsatz war dann beim kochen. Möhre geht besser als erwartet, hat gegen einen richtiges Kochmesser allerdings keine Chance.
Kräuter, Brot und Tomaten gehen gut. Kein Rosten, verfärben oder anlaufen durch die Lebensmittel.
Böker Bronco 10 mit Möhren.jpg
Böker Bronco 11.jpg

Böker Bronco 12 mit Tomate.jpg
Böker Bronco 13 mit Tomate.jpg

Das Bronco mit einigen Freunden...
Böker Bronco 14 mit Gefährten.jpg
Böker Bronco 15 mit Gefährten.jpg
Böker Bronco 16 mit Gefährten.jpg
Böker Bronco 18 mit Gefährten.jpg

Gegen Ende des Tests musste das Bronco dann doch artgerecht arbeiten.
Nach dem Böker ja gesagt hatte das batoning kein Problem ist habe ich das dann mal getestet.
Es gab keine Probleme (keine Ausbrüche)
Böker Bronco 19 vs Birke.jpg
Böker Bronco 20 vs Birke 2.jpg
Böker Bronco 21 vs Birke (erst mal Fichte).jpg
Böker Bronco 22 vs Birke (es wird ernst).jpg

Böker Bronco 22 vs Birke.jpg
Böker Bronco 23 vs Birke.jpg
Böker Bronco 26 vs Birke.jpg
Böker Bronco 25 vs Birke.jpg
Sehr gut gefällt mir am Bronko, dass die Klingenlängr gut ausgenutzt wird, d.h. sie reicht fast bis zum Griff und kein Fingercoil stöhrt. Trotzdem gibt es einen kleinen Absatz und die Schneide ragt über das Ricasso hinaus, so daß man gut bis zum Ende schleifen kann.
Böker Bronco 27 vs Birke mit Gefährten.jpg
Böker Bronco 28 vs Birke mit Gefährten.jpg

Aus den Hälften sollen Löffel werden. Erst mal geplant. Mit einem Beil geht es einfacher. Das Bronco braucht sich aber nicht zu verstecken.
Böker Bronco 30 Löffel (solles mal werden).jpg
Böker Bronco 29 Löffel (nur Beil).jpg

Bleistift anspitzen geht problemlos.
Böker Bronco 31 Löffel (solles mal werden).jpg
Böker Bronco 32 Löffel (Bleistift geschafft).jpg
 

Anhänge

  • Böker Bronco 22 vs Birke.jpg
    Böker Bronco 22 vs Birke.jpg
    225,6 KB · Aufrufe: 54
  • Böker Bronco 15 mit Gefährten.jpg
    Böker Bronco 15 mit Gefährten.jpg
    422,8 KB · Aufrufe: 42
  • Böker Bronco 24 vs Birke.jpg
    Böker Bronco 24 vs Birke.jpg
    347,2 KB · Aufrufe: 48
  • Böker Bronco 9 - Griff.jpg
    Böker Bronco 9 - Griff.jpg
    419,4 KB · Aufrufe: 45
  • Böker Bronco 9c - Scheide.jpg
    Böker Bronco 9c - Scheide.jpg
    301,4 KB · Aufrufe: 38
Zuletzt bearbeitet:
Teil 2

Die Löffel und die Werkzeuge.
Ein reines Skandi schnitz natürlich besser, ist jedoch auch nicht ganz so robust.

Böker Bronco 34 Löffel.jpg
Böker Bronco 35 Löffel.jpg


Fazit:
Sehr angenehmes, gut ausgewogenes Messer. Der Stahl hat alles völlig unbeeindruckt mit gemacht. Das Schlagstück am Ende hätte ich nicht gebraucht.
Die Köcherscheide finde ich gut gelungen, könnte jedoch für mich noch etwas höher sitzen .
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute, 21. Februar, ist das Böker Bronco bei mir angekommen. Jetzt freue ich mich auf das unboxing. Anschliessend werde ich mit den Tests beginnen. Wird schwierig werden ein Thema zu finden das noch nicht gesprochen wurde. Zudem ist die Jagdsaison zu Ende. Ich werde wahrscheinlich mit Lammkeulen das Verwirken testen. Mal schauen. Wenn alles klappt, dann werde ich den Bericht nächsten Montag fertig haben. Das Projekt Bart ab muss wohl noch eine Woche warten.

Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit.

Gruss
Ulli
 
Wird schwierig werden ein Thema zu finden das noch nicht gesprochen wurde.
Vielleicht könntest Du ja noch kurz die Materialstärke BTE messen?
Soweit ich es nicht übersehen habe (was durchaus sein könnte; @uuups tolle Beiträge habe ich hier auch erst eben entdeckt :rolleyes::), wurde dieser Wert ja noch nicht genannt.
Könnte mir vorstellen, dass die Info auch andere Leser interessiert.

Grüße
Jürgen
 
@Jürgen Würde ich sehr gerne tun, wenn ich denn die Abkürzung BTE kennen würde. 😔Also zünde mir bitte ein Lichtlein an. Vielen Dank.
 
Zurück