Stahlarten?

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nein, sowas zum trappen will ich nur am Griff haben.. ich habe leider keinen Scanner hier, aber ich versuche mal meine Vorstellungen mitm PC zu 'zeichnen' damit es verständlicher wird :)

Edit: Zeichnen wird nix :) ... mitm PC krieg ich das nicht hin.. aber ich versuch nochmal zu beschreiben, worum es mir ging.

Die Klinge soll in etwa so aussehen:
dolch.jpg


Abgrenzung Klinge-Griff... da bin ich unsicher.. eigentlich hatte ich an etwas gedacht, was vielleicht ein-2 cm vom griff über die klinge ragt... so daß ich, wenn ich ein anderes Messer blocke, es zwischen Klinge und 'Überhang' trappen und vielleicht brechen könnte. Es gab glaube ich sowohl in Asien als auch im europ. Mittelalter verschiedene Variationen von Schwertbrechern, die extra dafür gedacht waren... sowas in klein wollte ich gerne. Am ehesten sieht man das hier, auch wenn ich nicht sicher bin, ob diese konstruktion funktioniert:
img51.jpg


Griffende... da mächte ich einfach noch sowas wie einen Dorn oder so haben, mit dem man mal zuschlagen kann, wenn man eben nicht stechen will oder nicht kann.. so wie man beim Stock manchmal den Butt (richtig geschrieben? ich meine das kurze Ende 'unter' der Hand) benutzt..

Irgendwie so stelle ich mir 'mein' perfektes Kampfmesserchen vor..
 
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Auch auf die Gefahr hin, daß wir langsam OT werden, aber es ist ja immerhin Dein Thema, Twist: nähert sich das langsam Deinen Vorstellungen:
kampfme1.jpg

Gesamtlänge ca. 35cm, Klinge ca. 23cm (9"). Läßt sich sicher auch kleiner machen, aber dann verändern sich die Proportionen stark, weil der Griff etwa gleich groß bleiben muß. Die Rückenschneide würde ich in Deinem Fall nicht scharf machen, weil Du beim Parieren mit 2 Händen sicher auch die Klinge mit der 2ten Hand abstützen willst.
 
Wow ;) nähert sich stark meinen Vorstellungen... sieht richtig schick aus!
Es ist allerdings wirklich zu lang, aber wie du schon sagtest, daran kann man ja was ändern. Der vordere Teil der Rückenschneide sollte schon scharf sein... Handunterstützung dann auf dem hinteren Part (Ich blocke da mit dem Ballen auf dem hinteren Klingenstück, während die Handfläche auf meiner Griffhand liegt... also nicht mit der ganzen Hand auf der Klinge).. das hängt aber auch stark davon ab, wie lang die Klinge am Ende ist.. aber das Bild ist sehr schön!

Und da das jetzt geklärt ist, können wir ja auch nochmal kurz zur Ausgangfrage zurückkommen (schließlich wich die Diskussion ja deshalb ab, weil die Messerform wichtig für das Material ist *G*)
Welchen Stahl würdest du für so ein Messer und meine Vorstellungen bezüglich Schärfe und Bruchfeste nehmen? Wenn ich die Texte auf deiner Page lese, komme ich wieder auf Vanadis 4... scheint genau das richtige zu sein.. ich schätze mal, das Zeug is teuer? ;)
 
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Das ist ja echt klasse von Günter, gleich einen Entwurf zu erstellen und vorzuschlagen :super: !
Ich würde allerdings eine Flacherlkonstruktion vorziehen - die "Parierausstülpungen" und der Skullcrusher einfach aus dem selben Flachmateriall wie die restliche Klinge ausgeschnitten! (dann auch kein Vollgriff, sondern aufgenietete/verklebte Griffschalen) Wenn der verwendete Stahl tatsächlich sehr bruchfest ist, wird diese Bauweise IMO noch robuster sein. (ich gehe davon aus, daß die Klinge von so einem Messer, mit dem man schlagen/blocken will, schön dick sein wird) Es ist vielleicht 'was dran, daß so eine aufgesteckte Parierstange der messerhaltenden Hand etwas mehr Schutz bietet, aber, das Messer ist ja nicht als Selbstverteidigungswaffe für Omas gedacht, sondern für einen Arnis-Fighter :lach2: ...
Und zum Materiall : wenn doch hochlegiert, dann etwas extra angelassen (z.B. HRC 57) ... viel mehr kann ich leider nicht sagen.
Grüsse,
Martin

PS: ich wusste nicht, daß man aus 1.4112 Stimmgabeln macht! ;)
 
Sorry, gehört nicht zum Thema, aber ich muß diese Frage einfach loswerden:

Guenter was für ein Stück Software verwendest Du für die Messerentwürfe ?
Sieht ja professionell aus.
Und was kostet sie ?

Danke.

Gruß Johannes
 
@DeadlyEdge.. und jetzt nochmal für Leien? ;)
Was ist eine Flacherlkonstruktion ? Heißt das nur, daß alle Metallteile aus einem Stück sind? Und inwiefern bieten aufgesetzte Parierstücke mehr Schutz als direkt mit der Klinge verbundene? (Den Punkt verstehe ich nicht *G*)

Und zu guter Letzt... HRC 57.. ich vermute, das ist wieder ein Stahl... wie unterscheidet der sich von Vanadis 4?

(Hmm.. ist schon toll, wenn man nur jedes 3. Wort versteht.. nochmal danke euch allen, daß ihr so viel Geduld habt *G*)
 
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@ Razmataz: nichts besonders aufwendiges, ist die Corel-Suite (Draw!10 für solche Bilder, Paint!10 für meine Fotos).

@ DeadlyEdge: habe ich auch überlegt und wäre auch möglich, schränkt aber zumindest bei mir die Materialauswahl etwas ein.Wäre dann möglich in 1.4116 (max. 65mm breit), 440C (würde ich nicht empfehlen, da anfälliger gegen Ausbrüche), und die beiden relativ teuren Vanadis 4 (CPM 3V ist recht ähnlich, etwas weniger Vanadium und Chrom) und CPM 420V. Bei der schmaleren Variante mit Spitzerl ware meine 1. Wahl der 1.4112.

@ Twist: Ich würde nicht zu den teuren Stählen tendieren, die sins angebracht, wenn man eine sehr große Schnitthaltigkeit bei laufender Anwendung haben will. Wie Du selbst sagst, wird dieses Messer wahrscheinlich nie zu seinem eigentlichen Zweck gebraucht. Gelegentliches "Fremdbenutzen" zu anderen Zwecken übersehen auch alle anderen Stähle unbeschadet. Bei Kontakt mit fremden Klingen könntest Du wahrscheinlich mit dem Vanadis oder 420V Späne aus diesen Klingen schneiden, aber ob es das wert ist?
Der 1.4116 (~440A, wird für hochwertige Kochmesser benutzt) und 1.4112 (~440B) sind beide recht bruchfest, werden schön scharf und halten diese Schärfe auch ausreichend lange.

Die preiswerteste Variante (bei rostfreier Klinge) wäre tatsächlich mit Flacherl aus 6,5mm starkem 1.4116 mit aufgenieteten und geklebten Griffschalen ohne weitere Beschläge.
 
Twist , sieh Dir die FAQs an, da steht ziemlich alles, was Dir unklar ist ;) .
HRC ist keine Stahlsorte , es steht für Härte Rockwell - eine Härteskala für (gehärtete) Stähle...
Erl: der Teil der Klinge, an dem /auf dem/ die Griffschalen /ein Vollgriff/ vernietet und verklebt /"aufgesteckt"/ werden. Im ersten Fall heißt es eben Flacherl (Konturen des Erls entsprechen den Griffkonturen) , im zweiten Fall - Spitzerl - wie auf Günters Entwurf.
Der aufgesetzte Handschutz ist halt breiter als die Parierelemente von der Spitzerlvariante, deshalb ist die Hand etwas mehr geschützt... denke ich mal.
Grüsse,
Martin
 
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Ah danke :) Über HRC hatte ich tatsächlich schon irgendwo gelesen.. habs aber nicht wiedererkannt *G*

Was den 'Erl' betrifft.. denke, da würde so ein Flacherl tatsächlich reichen.
 
Beim Flacherl hast Du halt den Stahl direkt an der Hand, da dieser nur Griffschalen hat und der Griff nicht komplett außen herum geht. Ich glaube nicht, daß ein Spitzerl wie im Entwurf von Günter (bei vernünftigem Übergang) instabiler ist als ein Flacherl. Wenn Du den Griff dann z.B. noch aus Leder machst, dann prellt dieser nicht so stark wie bei einer Flacherlkonstruktion.
 
Da ich nicht noch einen Thread zum gleichen Thema (müßte eigentlich heißen 'mein Traummesser') öffnen möchte, fahre ich mal hier mit meinen Fragen fort. Jetzt wird's allerdings etwas subjektiver.
1. Was haltet ihr als Griffmaterial für am besten? - Soll vor allem griffig sein.
2. Wo kann ich verschiedene Knauf-Formen anschaun?
3. Wo kann ich verschiedene Griff-Formen anschaun? ;)

Soweit erstmal.. ich hoffe, ihr habt immernoch Geduld mit mir und helft mir weiter.
 
Hi Twist,

kleiner Tip: Nicht Griff- und Knaufformen anschauen, sondern in die Hand nehmen, sprich in irgendein Messergeschäft gehen und einfach mal fummeln, was am besten in Deine Hand passt! Nur so hast Du auch die Möglichkeit, wirklich zu vergleichen, denn der Schein trügt oftmals: Was toll aussieht, hält sich vielleicht nicht so gut!

Zum Griffmaterial: Mir ist Kraton und Micarta recht angenehm, allerdings auch das Material, das auf Gerber BMF und LMF ist, ich glaub es nennt sich DuPont Hypalon, eine Art Moosgummi. Einfach ausprobieren, damit Du ein Gefühl dafür bekommst.
 
Guten Morgen!

Kann mir hier evtl. einer was zu der Stahlart 3Cr13 sagen?

Gruß Mario
 
Kann es sein, daß es X3Cr13 heißen soll?

Außer einem X6Cr13 habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Der X6Cr13 ist ein Rost- und Säurebeständiger Stahl und für Messerklingen nicht so richtig geeignet.......:steirer:
 
Danke!
Dazu habe ich jetzt das hier gefunden.
1.4028



Nichtrostender, martensitischer Chromstahl
C 0,26-0,35 / Cr 12-14, Kurzname X 30 Cr 13 / DIN EN 10088 / DIN 17440 AISI 420 F / BS 420 S 45 / SIS 2304
Korrosionsbeständigkeit - Gute Beständigkeit in gemäßigt aggres-siven, nicht chlorhaltigen Umgebungen, wie z. B. Seifenlösungen, organischen Säuren und Lösungsmitteln. Gute Beständigkeit in oxidierender Atmosphäre. Die beste Korrosionsbeständigkeit liegt im vergüteten Zustand vor. Eine gut polierte Oberfläche ist Voraus-setzung.
Mechanische Eigenschaften - Durch Wärmebehandlung, Härten und Anlassen kann eine Zugfestigkeit bis ca. 1.750 N/mm² erreicht werden. Beim Härten ist auf eine vollständige Karbidauflösung durch aus-reichende Haltezeit zu achten. Handelsübliche Vergütungsstufe QT 850 (850 - 1.000 N/mm²).
Schmieden - Langsame Erwärmung auf ca. 850°C, dann schneller auf Schmiedetemperatur (ca. 1100°C), abschließend langsam abkühlen (z.B. Ofenabkühlung).
Schweißen - Eine Vorwärmung und ein Anlassen nach dem Schweis-sen wird empfohlen. Beim Schweißen unter Gas ist die Verwendung von wasserstoff- und stickstoffhaltigen Gasen unbedingt zu vermeiden. Der Werkstoff 1.4028 wird üblicherweise nicht geschweißt.
Spanabhebende Bearbeitung - Die spanabhebende Bearbeitung ist mit Edelbaustählen ähnlicher Festigkeit wergleichbar.
Anmerkung - Der Werkstoff 1.4028 ist polierfähig.


Sagt mir nur nichts über die Eigenschaften bei einem Messer. Evtl. kann mir ja einer noch mehr Tipps geben.

Gruß Mario
 
Entschuldige das ic noch mal nachfragen muss. Was genau sagt mir das?
Ich bin froh das ich weiß was ein Lanyard ist. Habe also von den Stahlarten und dessen chemischen Eigenschaften nicht den geringsten Schimmer.
Was ich hier gelesen habe ist das Cr das gefüge gröber macht und so der Schärfe im Wege steht und das C das Messer spröder, schärfer aber nicht so rostträge werden lässt. Liege ich mit meiner Deutung da ungefähr richtig?
 
ich wage mal zu behaupten, dass er darauf hinweisen wollte, dass der von ihm herausgesuchte stahl nicht gehärtet werden kann.

dein stahl mit seinen 0,35%c ist für messeranwendungen nicht wirklich geeignet.
es fehlt schlicht und ergreifend an der erreichbaren härte.

grobe schätzung:
bei einem industriell gefertigten messer eine nutzhärte von vielleicht (!) 40hrc

bei einem handmade mit sorgfältiger wärmebehandlung mit tiefkühlen und tralala vielleicht 50hrc
 
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