Böker Cottage-Craft Chefmesser Groß

Hamurra-e

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Nun sind Küchenmesser nicht so hoch angesiedelt in meinem Beuteschema, aber weil ich doch hin und wieder ein Kochmesser mag und mich der Laserschnitt nicht so Tangiert (weil ich feststellen musste, dass der nicht lange hält, zumindest wo er bei mir zum Einsatz kommt, im Wald) und ich kein Kochmeister bin, und gespaltete Möhren genauso gut schmecken wie fein filetierte, finde ich das Böker doch sehr interessant!
Was natürlich nicht ausschließt, dass es Leute gibt die einen sehr hohen Stellenwert auf Laser legen und das ist gut so, aber ich freue mich, dass hier was aus Deutschland kommt und bezahlbar ist und ich mich an Kohlenstoff und günstigen Preis erfreuen kann. Was die Sichtbaren Probleme betrifft / Ungenauigkeiten im schliff, Holzgriff usw/ dann muss ich mich schon wundern. Wer die Messer von Ontario kennt und mag weiß wie ungenau die sind, aber die wurden hier zeitenweiße hoch gelobt, klar nicht von jedem aber es gab genug die Rustikal mochten.
Die Frage die ich mir stelle ist die: warum heben sich die Holzschalen vom Stahl ab? war das schon vom Anfang an so oder ist es durch Wärmeeinwirkung beim schleifen passiert?
Oder liegt es an der Lagerung; unterschiedliche Luftfeuchte usw...
Ich war im Verkauf in einem Jagt Geschäft und wir hatten Messer Neu und Alt, Griffe aus natürlichen Materialien arbeiteten, schrumpften, dehnten sich aus, je nachdem aus welchen Material sie gemacht wurden und woher die kamen. Mir Kunstoffen gab es die Problem kaum, obwohl es auch da hin und wieder merkliche Bewegungen gab. Viele Kunststoffe haben ja weichmachen und gasen mit der zeit aus.
Also wie viel darf man für diesen Preis von Made in Germany erwarten?
 

pebe

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Moin,

das Cottage Craft hatte nach der ersten Woche zwar keine Patinaverfärbungen, dafür 2 hässliche Stellen von nicht abgewischten Apfelkuchenzerschneidespuren.

Die verfügbaren Instantkaffeereste gesammelt und das Cottage in‘s gut 4 stündige Tauchbad ergab eine ziemlich dunkle Patina. Das lassen wir vorerst mal so und schauen, wie es sich entwickelt.

grüsse, pebe


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Könnte man diese serie empfehlen, wenn man keine zu hohen ansprüche hat? Wenn ich das richtig lese, schneidet das messer alles bis auf knochen was so im haushalt anfällt. Ich denke, grade bei schmalem etat könnte man diese messerserie empfehlen; man kann für ca 200 euro eine gute grundausstattung bekomen.
Oder sehe ich da etwas völlig daneben? Der Pflegeaufwand dürfte so sein wiebei allen carbonmessern.
 

pebe

Premium Mitglied
Aus meiner Sicht ohne Einschränkung eine Budget Empfehlung.

Die Überschrift hierzu wäre halt Solinger mit Carbon zum Wetzen - garantiert leichter Schnitt im Zweifel nur mit schanzen, dann allerdings auch nagelgängig möglich.

In rostfrei zu diesem Kurs, würde ich das mit Abo beziehen und verschenken.

grüsse, pebe
 

güNef

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Servus,

und hier mit natürlich gewachsener Patina:

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ich weiß jetzt aus gesicherter Quelle, das von wirklich gut gefertigt ( in DE und um diesen Preis ) bis schwach verarbeitet je nach Marge und Auswahlmöglichkeit alles zu erwarten ist. Acht Exemplare dieser Serie habe ich nach (Detail) Bildern ( teils Makro ) schon gesehen.

Für jemanden mit handwerklichem Geschick und Gerätschaft nebst Räumlichkeiten sowieso eine solide Basis, wenn man Pflaume, Messing und C75 haben will, aber bei guter Auswahl reicht ein wenig schmirgel, Ölen und kantenbrechen und man hat ein gutes, klassisches Haushaltsmesser. Nur den beworbenen Dünnschliff können andere besser.

Gruß, güNef
 

pebe

Premium Mitglied
Update

Die fast schwarze Patina am C75 des Bökers hält nicht annäherungsweise so gut wie beim 1.3505. Will heißen, beim Reinigen mit dem scotchbrite Schwamm und heißen Wasser geht das Meiste runter.

Ich habe dann die Klinge vollflächig und gründlich damit abgerieben. Übrig bleibt immer noch eine erkennbare Patina, die zumindest die letzten Tage trotz regelmäßiger Reinigung stabil geblieben ist. Das Ganze sieht jetzt eher wie auf güNef’s Bildern aus, allerdings etwas gleichmäßiger verteilt.

Ganz hervorragend gefällt mir immer noch, dass ich das Messer ohne jede Scheu sowohl beherzt einsetze wie auch schmerzfrei über den roten Dick Mikro ziehe. Die luftgetrockneten Fleischleckerlis für unseren Hund werden nach einer Weile recht hart - da muss ich oft zweihändig am Kehl schneidend dran. No problems.

Für eine klassische Haushaltstriologie mit Brotschwert, Office- und Kochmesser gefällt mir das Böker bei strengen Budgetvorgaben immer besser.

grüsse, pebe


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Man könnte die ganze serie mal testen, sobald die verfügbar ist; laut webseite vom hersteller sind einige messer noch nicht verfügbar.
Es sind ja fünf messer vom hersteller geplant. Bei schmalem Buget sind die messer sicher eine empfehlung wert, besonders wenn man mit carbonmessern anfängt. Wobei man die messer sicher nachschärfen muß, wegen Corona kann man leider die messer selber nicht aussuchen.
 

Virgil4

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safferli

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Ich habe mir das Spickmesser von Cottage Craft geholt. Es ist schön, der Griff nach etwas Leinöl noch schöner. Es schneidet nicht wie ein Herder 1922 Office. Es ist im Prinzip wie das Chefmesser: sauber verarbeitet, Carbonstahl und auf Stabilität statt auf volle Schneidleistung ausgelegt.
 

[Nick]

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Moin.

Bei mir hat das kleine Cottage-Chefmesser Einzug gehalten. Die Größe liegt mir mit meinen Gewohnheiten und recht kleinen Händen.
Der Griff ist gut verarbeitet mit sehr geringen, aufgefüllten Spalten zwischen Holz und Stahl, aber sauber gemacht.

Das Finish der Klinge war recht ungleichmäßig, was mich bei einem Gebrauchsmesser, zudem einem, welches Patina bekommen wird, nicht sonderlich stört.
Die Dicke hinter der Wate war mir allerdings deutlich zu fett, dort standen nahezu durchgehend 0,4 mm (was mir selbst bei meinen Taschenmessern zu dick ist :steirer:)
Dank meines lieben Freundes (eben der, der auch Günefs Messer "versorgt" hat), besitze ich jetzt nach einer Kur ein für meine Belange wunderschönes und hervorragend schneidendes Küchenmesser. Auch mit Einberechnung der eventuellen Kosten für das Ausdünnen für mich ein absolutes Schnäppchen.

Gruß,

Nick


full
 
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Virgil4

Premium Mitglied
Sehr schön, Nick - viel Spaß damit

Hier steigt der Druck ... und diese Größe wäre in unserem Haushalt auch passender ;)
 

wernerk

Mitglied
Moin.

Bei mir hat das kleine Cottage-Chefmesser Einzug gehalten. Die Größe liegt mir mit meinen Gewohnheiten und recht kleinen Händen.
Der Griff ist gut verarbeitet mit sehr geringen, aufgefüllten Spalten zwischen Holz und Stahl, aber sauber gemacht.

Das Finish der Klinge war recht ungleichmäßig, was mich bei einem Gebrauchsmesser, zudem einem, welches Patina bekommen wird, nicht sonderlich stört.
Die Dicke hinter der Wate war mir allerdings deutlich zu fett, dort standen nahezu durchgehend 0,4 mm (was mir selbst bei meinen Taschenmessern zu dick ist :steirer:)
Dank meines lieben Freundes (eben der, der auch Günefs Messer "versorgt" hat), besitze ich jetzt nach einer Kur ein für meine Belange wunderschönes und hervorragend schneidendes Küchenmesser.
Hallo, bis zu welcher Klingenhöhe wurde denn ausgedünnt? So wie es aussieht wohl nicht komplett, da die Böker-Beschriftung noch lesbar ist.
Hat das die Schneidleistung deutlich verbessert?

VG Werner
 

pebe

Premium Mitglied
Cottage Craft - keep on going

In meinem Karottentest hatte sich ja gezeigt, dass das Cottage trotz gut anlegter Gene einen gewissen Trainingsrückstand aufweist - es ist für einen athletischen Einsatz doch einigermaßen zu dick hinter der Wate.

Die erste Formverbesserung machte ich mit einem 1000er Bankstein, wohl ahnend, dass damit keine Bäume auszureißen sind, aber extra einen Schruppstein kaufen schien mir, ebenso wie schanzen, dann doch zuviel des Guten. Und überhaupt.

Immerhin, nach 2 Durchgängen wähnte ich ich eine Verbesserung, zumindest die dicke Spitze, die ich schwerpunktmäßig bearbeitete, war jetzt messtechnisch gleichauf mit der Mitte. Allzuviel möchte ich jedoch auf meine Messkünste nicht geben, zumindest wenn es um halbe 1/10tel geht. Den Tomatentest bestand das Cottage jedenfalls sehr ordentlich. Aber irgendwie..

Da musste noch mehr gehen - ohne mehrere Stunden mit dem etwas schwachbrüstigen 1000er zu arbeiten und ballig wäre auch schön.

Wie auch immer. Ich erinnerte mich an meinen Vorrat an gutem Schleifpapier und daran, was ich hierzu über leistungsstarke Rocksteadklingen gelesen hatte. Eine Moosgummiunterlage in Schleifbogengröße war schnell zugeschnitten und so ging es mit 320er Körnung frisch ans Werk. Zunächst nur flach aufgelegt mit leichtem Druck in der vorderen Hälfte, danach mit minimal angehobener Klinge.

Zwei Bogen später hatte ich optisch durchaus ansehnliche Flanken und einen deutlich balligen Abschluss auf den letzten 4mm. Danach mit einem 1.500er Bogen etwas verfeinert. Zum Schluss mit dem Bogdan EP und Spyderco UF eine 18er Mikrofase dran und fertig.

Den Zeitungspapiertest besteht das Böker einwandfrei. Jetzt muss ich den nächsten Karottentest abwarten.

grüsse, pebe


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[Nick]

Premium Mitglied
Hallo, bis zu welcher Klingenhöhe wurde denn ausgedünnt? So wie es aussieht wohl nicht komplett, da die Böker-Beschriftung noch lesbar ist.
Hat das die Schneidleistung deutlich verbessert?

VG Werner

Moin,

wie bereits geschrieben hat sich die Schneidleistung erheblich verbessert:
Dank meines lieben Freundes (eben der, der auch Günefs Messer "versorgt" hat), besitze ich jetzt nach einer Kur ein für meine Belange wunderschönes und hervorragend schneidendes Küchenmesser.

Dass das Logo noch sichtbar ist, ist den Mühen des Freundes geschuldet, der den Bereich um das Logo extra ausgespart hat. Mir hätte ein Ausdünnen direkt hinter der Wate bereits gereicht, so ist es noch viel besser geworden.

Gruß,

Nick