Crowdfunding-Messer, avisiert - ausprobiert

Mit dem Gewicht von 130 Gramm macht es aber auch ein Loch in die Tasche :giggle:
Das Crowdfunding zum Locust von CJRB war erfolgreich. Inzwischen ist das gute Stück eingetroffen, nachfolgend zwei Fotos davon. Es stimmt schon, dass es ein ordentliches Gewicht hat (obwohl die Kupfergriffschalen ausgefräst sind) - mir gefällt es trotzdem. Der zweite kleinere Knopf ist eine Sicherung, die eine unbeabsichtigte Öffnung oder ein ungewolltes Einklappen des Messers verhindert.
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Glückwunsch das es geklappt hat.
Tja, Kupfer hat echt ein amtliches Gewicht.
Die Klinge gefällt mir, hat eine sehr dynamische Form.

Gruß Excalibur
 
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Es gibt noch ein altes Crowdfundingmesser, das ich eigentlich erst hier (oder bei den Franzosen) vorstellen wollte. Es handelt sich um eine Kombination aus Taschenmesser und Zigarrencutter, das Le Petit. Das Kleine aus der ersten Kampagne hat inzwischen zahlreiche Brüder und Schwestern. Für ein Jubiläumsexemplar dieses Messers hat sich der französische Hersteller etwas „Außerirdisches“ einfallen lassen. Das Bild unten zeigt die zugehörige Klinge, mehr dazu gibt es hier (weil es noch etwas besser zum Thema Taschenmesser und Zigarren gepasst hat).
Die Info muss aber trotzdem noch in diesen Thread, weil man daran sieht, dass manche Messer die als Crowdfunding Kampagne beginnen, recht erfolgreich durchstarten und in ungeahnte Höhen aufsteigen.
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Zwar bin ich als ⚽️Torwart 🧤🧤leider kein Titan, wie Oliver Kahn, aber ich liebe einfach Titanmesser.
Deshalb hab ich mich mal wieder an ein Kickstarter-Projekt gewagt. Ich hatte ja schon einmal gute Erfahrungen mit OKnife gemacht. Das jetzige Projekt startete Anfang August, heute wurde es geliefert. Ich habe durch die Kickstarterkampagne 60$ auf den späteren Preis gespart. Es gab mehrere Versionen, ich hab mich für die Premium Titanmodell entschieden. Das Design ist von Ostap Hel, der schon für Kizer, Realsteel und auch Böker gearbeitet hat. Ein sehr eleganter, schlanker Flipper mit M390 Klinge ist bei diesem Modell „Aion“ herausgekommen. Edel in der Verarbeitung und auch in Verpackung. Toll gelöst u.a. die Clipaufnahme. Weitere Details werden folgen.
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Ein sehr eleganter, schlanker Flipper mit M390 Klinge ist bei diesem Modell „Aion“ herausgekommen.
Moin Excalibur, ursprünglich hatte ich gesagt, dass mir das Design nicht besonders gut gefällt. Aber je öfter ich mir Deine Vorstellung ansehe, umso schöner wird das Aion. Gut das Du zugeschlagen hast, gratuliere. Ich warte noch auf das "Samuraimesser", aber es scheint nun immerhin auf dem Postweg zu sein (womit auch die Frage von SMAF aus # 46 zumindest eine vorläufige Antwort hat).
Übrigens habe ich noch eine Kampagne entdeckt, die für uns - genauer für unsere Messertaschen - von Interesse sein könnte, das Trident. Weil das aber erst im April 2026 kommen soll habe ich nachgebohrt ob ich (m)ein Exemplar vorher bekommen kann. So könnte ich nämlich wenn es gut funktioniert beim Crowdfunding noch aufstocken - und außerdem hier über die Qualität berichten. Eigentlich hatte ich keine echte Hoffnung auf eine positive Antwort, aber Überraschung, der Weihnachtszauber scheint gewirkt zu haben.
Sobald das Ding hier eintrifft (sofern es wirklich klappt) wird es von mir ausprobiert und ihr bekommt einen Eindruck ob es funktioniert und vielleicht der drei-Handgriffe-Regelung entgegenkommt. Oh Wunder, es könnte also sein, dass es noch im alten Jahr Neues aus der Crowdfundingwelt gibt.
 
Ich warte noch auf das "Samuraimesser", aber es scheint nun immerhin auf dem Postweg zu sein (womit auch die Frage von SMAF aus # 46 zumindest eine vorläufige Antwort hat).
Danke für das Update (besser spät als nie ;-)
Übrigens habe ich noch eine Kampagne entdeckt, die für uns - genauer für unsere Messertaschen - von Interesse sein könnte, das Trident.
Leider ist das goldfarbene Trident nur auf einem Foto der Kampagne zu sehen, wird aber nicht als Option angeboten. Dabei würde ein goldenes Schloss zeigen, welche Schätze wir in der Messertasche haben (und schmuck wäre es auch noch ;-)
 
Das Quengeln war erfolgreich, das Paket mit dem Trident (dem Messertaschenschloss von Titaner) ist tatsächlich schon angekommen, obwohl die Kampagne noch 25 Tage läuft. Ich bin zwar aktuell unterwegs, aber meine Frau hat es entgegengenommen, geöffnet und dieses Foto gemacht.
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Sieht optisch genauso aus, wie auf den Bildern bei Kickstarter. Im Januar wird es getestet, mal sehen, wie es sich im praktischen Einsatz schlägt. Mehr dazu im neuen Jahr. Ich wünsche allen hier im Forum einen guten Rutsch!
 
Wieviel wurde denn dafür fällig? Bleibt noch ein Crowdfunding Preisvorteil?
Wie tief war der Schock über die Einfuhrgebühren? Nur mal aus neugierde...
Das etwas fällig würde war klar, aber die Summe hat mich schon umgehauen. Da die Sendung (KwaiKing und Coin) aus Australien kam, waren über 64 Euro zu zahlen. Der Preisvorteil beim Crowdfundung bleibt natürlich trotzdem, weil ja auch bei Bestellung bei Kingsford Knives Zoll und Einfuhrgebühren anfallen.
 
Da die Sendung (KwaiKing und Coin) aus Australien kam, waren über 64 Euro zu zahlen.
Wow, das hätte auch für ein preiswertes Messer aus europäischer Produktion gereicht. Aber lass Dir davon nicht die Freude am australischen Samuraimesser nehmen - ich kann verstehen, dass es Dir gut gefällt.
 
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Nicht zugriffsbereit = mehr als drei Handgriffe. Durch diese deutsche Regelung im Hinterkopf ist mir das Trident von Titaner gleich aufgefallen, da es einen mechanischen drei- Level-Schließmechanismus hat. Hier der verspochene Test. Es ist aus Titan, so sieht es aus (etwas größer als eine 2 Euro Münze):
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Ein normales Schloss für die Messertasche ist entweder offen oder geschlossen. Beim Trident gibt es die Zustände offen sowie einfach, zweifach oder dreifach geschlossen. Das ist jedoch nicht der einzige Unterschied zu einem normalen Schloss für die Messertasche. Üblicherweise hat ein solches Schloss einen beweglichen Bügel, der mit einem Schlüssel oder einer Zahlenkombination arretiert werden kann. Demgegenüber hat das Trident zwei feststehende Bügel und dazwischen einen Schieber. Dieser wird (mit Nut und Feder) zwischen beiden Bügeln eingeschoben.
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Der Kopf des Schiebers könnte oben einen kleinen Sechskantbit (4 mm) aufnehmen, darunter findet sich eine Bohrung mit abgeschrägten Kanten. Etwas darunter ist auf beiden Seiten jeweils eine kleine Aussparung und unten ein Keil.
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Ist der leichte Widerstand beim Einschieben überwunden arretiert der Schieber und das Schloss ist zu. Einfach so wieder rausziehen geht nicht. Intuitiv drückt man nun fest auf den roten Knopf und versucht den Schieber rauszuziehen – geht auch nicht. Ein Dieb, der das Messertaschenschloss mal ganz schnell öffnen will hat also bereits Schwierigkeiten, wenn das Trident einfach gesichert ist. Das hat mit dem Innenleben zu tun.
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Von der Rückseite her (wo das Titaner Logo ist) drückt ein gefedertes Element mit einer konisch gewölbten Spitze in den Schlitz für den Schieber. Drückt man den Rubin, wird das gefederte Element zurückgedrückt und von der Vorderseite schiebt sich ein ungefedertes Element – ebenfalls mit konisch gewölbter Spitze – in den Schlitz. Daher ist in beiden Positionen, wenn der Rubin fest gedrückt wird und wenn unberührt bleibt, etwas im Weg und verhindert das Rausziehen. Um den Schieber zu entriegeln ist daher eine Mittelposition also leichtes Drücken bzw. Fingerspitzengefühl erforderlich. So berühren sich die Spitzen beider Elemente mittig und der Schieber kann bei geringem Widerstand rausgezogen bzw. das Schloss geöffnet werden.
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Zusätzlich gibt es einen kleinen Schieber links auf der Vorderseite, der mit dem Fingernagel Richtung Rubin geschoben werden kann. In dieser Position kann der Schieber auch mit gefühlvollem Drücken nicht mehr rausgezogen werden, dass Schloss ist zweifach geschlossen.
Es gibt mehrere Optionen die Messertasche mit dem Trident zu verschließen. Wenn am Ende vom Schieber Ringe angebracht sind, kann man einen Bügel durchziehen.
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Oder das Ende beider Schiebergiffe wird rechts und links eingefädelt.
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Das geht auch wenn die Tasche zu voll ist und der Reißverschluss sich nicht ganz schließen lässt, dann kann das Schloss als Überbrückung fungieren.
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Eine weitere Option besteht darin, beide Schiebergriffe auf der einen und die Schlaufe des Etuis am anderen Bügel zu platzieren, was dann so aussieht.
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Durch die mechanische Funktionsweise arbeitet dieses Schloss ohne Schlüssel oder Zahlencode. Wer den Mechanismus nicht kennt oder austüftelt kann das Trident nicht öffnen. Umgekehrt gilt, dass die Kenntnis der verschiedenen Verriegelungsoptionen das Öffnen auch ohne zusätzlichen Schlüssel oder Zahlenkombi ermöglicht (daher verrate ich hier nun nicht genau, wie das Trident dreifach geschlossen werden kann). Die dritte Stufe macht ein Hilfsmittel erforderlich - mechanisch Interessierte Messerfreunde hier im Forum erkennen garantiert, wie diese dritte Stufe funktioniert.
Insgesamt ist das Trident ein Schloss, das seine Funktion erfüllt, sofern ein potentieller Dieb damit nicht vertraut ist. Aber auch wenn er die Funktionsweise kennt, ist Fummeln angesagt. Auf jeden Fall sieht es gut aus und erfordert in der höchsten Stufe drei Handgriffe zum Öffnen. Nimmt man das Herausnehmen des Etuis und das Rausnehmen des Messers aus dem Etui hinzu, kommt man auf 5 Handgriffe, womit es nach meiner unjuristischen Einschätzung als „nicht Zugriffsbereit“ gelten dürfte. Das Crowdfunding läuft noch einige Tage. Da das Trident sehr schmuck aussieht kommt auch nicht jeder gleich auf die Idee, dass es überhaupt ein Schloss ist.
 
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