Gefährliche Materialien/sonstige Gefahrenquellen in der Werkstatt

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gast31082009

Gast
Hallo

Aus gegebenem Anlass erlaube ich mir auf ein bisher unerkanntes Risiko hinzuweisen.
Durch Änderungen in der EU-Gesetzgebung werden EX-Zonen in Gasanlagen, an Produktionsstätten und generell, neu bewertet, und in Zukunft verbessert ausgeführt.

Folge dessen ist zum einen ein ungefährlicherer Arbeitsplatz für dort Beschäftigte, zum anderen das unkontrollierte Auftreten sogenannten "funkenfreien Werkzeuges" in ibä, auf Flohmärkten und Privathaushalten.

Nach und nach wird dieses Werkzeug überflüssig, und sieht zudem in der Regel schön aus.

Gabel-/Ringschlüssel in bronzenen, oder auch Kupfertönen, Meisel, Zangen und Hämmer habe ich in jüngerer Vergangenheit schon desöfteren auf Flohmärkten gesehen.

Diese Werkzeuge gibt es in m.W. nach zwei Ausführungen. Die eine ist eine Buntmetallmischung mit Al- Anteil, die andere besteht aus einer CuBe!!!!!!! Legierung.

Berillium ist nicht zwingend gesund, krebserregend um konkret zu werden, kumuliert im Körper und beherbergt nicht zu unterschätzende gesundheitliche Risiken.

Da ich nicht weiß, ob die geneigte Leserschaft das schon wußte, weise ich hiermit darauf hin das Zeug liegen zu lassen (sei es noch so ein Schnäppchen), und keinesfalls Parierelemente, oder andere Applikationen daraus schleifender, feilender oder anderer Weise zu fertigen.

Selbst für Fachleute ist es offenbar schwer das Material zu beurteilen. Demnach sollten wir die Finger davon lassen.

Raucher können das etwas gelassener sehen, aber gesünder wird es dadurch auch nicht.:D
 

Cataphilus

Mitglied
Nicht zu vergessen, die häufig in Messerwerkstätten angetroffene Substanz C2H5OH, die in höherer Tagesdosis zu gesundheitlichen Risiken führen kann.
 

sanjuro

Mitglied
Nicht zu vergessen, die häufig in Messerwerkstätten angetroffene Substanz C2H5OH, die in höherer Tagesdosis zu gesundheitlichen Risiken führen kann.
Wie ich ziemlich sicher annehme, wird der allgemeine deutsche Messermacher solche gefährllichen chemischen Substanzen meiden wie der Teufel das Weihwasser.....

Gruß

sanjuro
 

Punisher

Mitglied
Hallo,

bin "brandneu" dabei und gleich auf dieses super Forum gestoßen.

Ich denke mir, dass einige von euch auch irgendwo eine Azetylen/ Sauerstoff- Garnitur rumstehen haben.

Beim anschließen von neuen Flaschen niemals die Verschraubung fetten oder ölen!!!!

Das kann zur Selbstentzündung führen, was dann einen mächtigen Knall zur Folge haben dürfte...


Gruß Flo
 

keyplus88

Mitglied
Das Thema Tropenhölzer und Schleifstaub wurde in diesem Thread ja bereits angesprochen.

Ich selbst habe die Gefahr bisher eher verdrängt und auf entsprechenden Atemschutz verzichtet.
Nachdem ein Freund aber vor ein paar Tagen nach dem Schneiden von mehreren Festmetern Santos-Palisander ohne Atemschutz massive gesundheitliche Probleme bekam (siehe Bild), werde ich wohl in Zukunft mehr Vorsicht walten lassen.

AlexAllergie.jpg


Innerhalb von 24 Stunden: Juckender Hautausschlag an Gesicht, Hals, Rücken und Achselhöhlen, zugeschwollene Augen, beeinträchtigte Atmung und extreme Erschöpfung.

EDIT: Ich habe auf den schwarzen Balken über die Augen bewußt verzichtet, damit man die Schwellung der Augenlider besser sieht.
Die Erlaubnis des "Opfers" zur Veröffentlichung des Fotos liegt vor.

Der “Ersatz”-Palisander Machaerium scleroxylum ist als eine der risikoträchtigsten Holzarten in der holzverarbeitenden Industrie einzustufen, das er ein äußerst potentes Dalbergion-Allergen enthält.
 
Zuletzt bearbeitet:

rick

Mitglied
Eibenholzstaub ist höchst giftig. Bei Schweiß- u. Lötarbeiten auch auf keinen Fall die entstehenden Dämpfe einatmen.
Zum Verdünnen Säuren IMMER ins Wasser gießen und net umgekehrt!
 
Hy
Ich weis jetzt nicht mehr genau ob es Santos-Palisander heißt was unter Einfuhrverbot steht,aber das werde ich bei dem Tischler der auch gewaltige Probleme mit einer Palisanderart hatte Nachfragen.

Gruß Maik
 

brr

Mitglied
Hallo zusammen,
eigentlich immer als harmlos betrachtet, WD40!
Zum finfishen und planschleifen neheme ich immer reichlich wD40 zum Schleifpapier.

Jedenfalls wurde mir nach ca 2h messerarbeit und zwischendurch benutzen von WD40 plötzlich sauübel . Ich hätte fast direkt hingekotzt und der Kreislauf hatte probleme. Mir gings dann erst so nach 1,5h langsam besser.
Nach langer überlegung lag es wohl an der schlechten durchlüftung der Werksatt/ bzw. Kellerkabuff. Ich hab offenbar zu viel von dem Zeug eingeatmet,denn einen anderen plausibelen Grund für die starke übelkeit gab es nicht. Das Sicherheitsdatenblatt gibt unter anderem Übelkeit an.

Da ich aber schon oft reichlich WD40 ohne Maske verwendet habe bin ich mir trotzdem nicht hundertprozentig sicher obs wirklich daran lag.

Wie schätzt ihr WD40 ein?

Ich werde das Zeug erstmal meiden,die Erfahrung hat mir gereicht.

GRuß
 

Sven

Mitglied
@brr Hier findest du das Datenblatt zu WD40

Enthält halt das übliche Korrosionsschutzmittel Erdöl mit Wasserstoff behandelt.
Nicht gut für die Haut. Leicht entzündlich und als Airosol veratmet nicht
soo bekömmlich.
Aber das ist nicht über die Maße gefährlich. Wenn etwas stinkt sollte man lüften...

WD40 gibt es doch auch als Flüssigkeit und nicht nur als Spray.
Ist das vielleicht eine Alternative?

Ciao Sven
 

moose

Mitglied
WD40 besteht aus Testbenzin (Übelkeit, Erbrechen, Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit) und
Erdöl/Naphta/Rohbenzin, quasi alles drin ungereinigt mehr oder weniger (die Dämpfe machen schläfrig und benommen)

Und alle ähnlichen Produkte die Lösungsmittel irgendwie enthalten können vegetative Symptome machen, wenn sie in die Raumluft kommen - und das ist dann noch von der Tagesform des Betroffenen abhängig. Also wer vorher was prozentiges trinkt und die Leber belastet leidet schneller. Auch wenn man es manchmal gut verträgt und manchmal nicht ist es eigentlich immer schädlich.

moose
 

Erka

Mitglied
Bei den ganzen Sprays muss man beachten, dass vor allem das Einatmen der Aerosole, also der feinen Tröpfchen, gefährlich ist. Die Dämpfe sind - auch wenn nicht gesund - häufig nicht in gleichem Maße schädlich.
Wenn man die Möglichkeit hat also lieber ein flüssiges Produkt verwenden als einen Spray; z.B. Nähmaschinenöl aus dem Fläschchen fürs Finish.

Grüße Rainer
 

Armin II

Mitglied
Bei einem Preis von 8,25 Euro pro 400ml Dose (Bauhaus am 21.11.2008) sollte man eh darüber nachdenken dieses Produkt einfach im Regal stehen zu lassen.

Zum Finishen und als Schleiföl geht genausogut entweder Babyöl oder Petroleum. Ersteres ist garantiert nicht gesundheitsschädigend, dafür etwas dickflüssiger und kann nach längerer Zeit evtl. auch verharzen.
Petroleum entspricht von der Viskosität in etwa WD-40, hat die gleiche Wirksamkeit und ist für rund 2 Euro pro Liter zu haben.

Obendrein gibts das Petroleum auch noch parfümiert, für den ders mag...
 
Zuletzt bearbeitet:

brr

Mitglied
Danke jungs für eure tipps,

Ich nehme Momentan nähmaschinenöl für 1,75. Funktioniert auch gut.

Gruß bis demnächst
 

Meenzer

Mitglied
Hallöle,

Achtung bei Gasessen: Habe die Erfahrung gemacht dass es manchmal vorkommt dass, das Gas-Luft-Gemisch manchmal etwas länger braucht um sich, im bereits gelb glühenden Brennraum, wieder zu entzünden. Ich muss sagen, es ist recht unangenehm wenn man etwa einen Meter davorhockt, den Druckregler aufdreht und auf einmal ein orange-gelbes Atompilzähnliches "flämmchen" mit lautem "PLOPP" erscheint und die Werkstatt nach verbrannten Augenbrauen, Bart- und Haupthaar riecht. :irre:

Das kann auch mächtig ins Auge gehn denke ich :glgl:

Gruß Meenzer
 
Zuletzt bearbeitet:

brr

Mitglied
Hi Keyplus88, hier hab ich eine frage:

"Nachdem ein Freund aber vor ein paar Tagen nach dem Schneiden von mehreren Festmetern Santos-Palisander ohne Atemschutz massive gesundheitliche Probleme bekam (siehe Bild), werde ich wohl in Zukunft mehr Vorsicht walten lassen."

Was hat denn dein Freund für Kleidung angehabt? Da das Gesicht und der Hals besondres betroffen scheinen, nehme ich an, das die Sägespäne auf den ungschützten Hautstellen und noch in Verbindung mit Schweiß diese Allergie ausgelöst haben.
D.h. mit entsprechender Kleidung und Gesichtsschutz dürfte man das Problem gut eindämmen.

Oder ist die Allergie nur durch das Einatmen zustande gekommen.


Ich bin gerade dabei Pau Rosa zu bearbeiten, das scheint auch nicht ganz ohne zu sein!? Aber ich kann den Namen nochn nicht eindeutig festlegen und ob er mit Pao rosa in der "List of toxic wood" das identische holz meint.



Gruß

brr
 
ich nehm zum finishen immer ballistol, geeignet auch als massageöl, desinfizierend, säureneutralisierend usw. :super:
auch wenn manche die sich nicht auskennen dieses öl schlechtmachen!
 

keyplus88

Mitglied
brr schrieb:
Was hat denn dein Freund für Kleidung angehabt? Da das Gesicht und der Hals besondres betroffen scheinen, nehme ich an, das die Sägespäne auf den ungschützten Hautstellen und noch in Verbindung mit Schweiß diese Allergie ausgelöst haben.
D.h. mit entsprechender Kleidung und Gesichtsschutz dürfte man das Problem gut eindämmen.[...]

Wär schön, gell? :steirer:

Leider klappt das nur unzureichend. Die starke Reaktion auf allen Hautflächen, an denen der Körper vermehrt Schweiß absondert scheint charakteristisch für die inhalative Aufnahme eines Allergens zu sein.

Wohlgemerkt: Wir sprechen hier über Feinstäube, die durchaus lungengängig sein können.

Betroffen waren im oben geschilderten Fall ja auch Achselhöhlen, Analfalte u.ä.
(Und es wurde mit Sicherheit nicht nackt an der Säge gearbeitet...;))

Vielleicht möchte sich einer unserer Medizinmänner zur Sache äußern.
(Cheez, sag doch auch mal was.)

Die Sache mit den Palisandern ist eh` ein weites Feld.
Längst nicht alles, was umgangssprachlich so geheißen wird, gehört botanisch auch tatsächlich zu den Dalbergia-Arten.
 

pitter

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Bitte bleibt beim Thema - wenn ihr über Einfuhrverbote diskutieren wollt, macht doch nen neuen thread auf

Pitter