Mir fallen da zwei Dinge auf im Vergleich zu deinem ersten Post:
1. Alle Messer sind Damastmesser, obwohl du geschrieben hattest, dass dir das nicht wichtig ist;
2. Alle Messer sprengen mehr oder weniger deutlich dein ursprüngliches Budget von 200 €, wo du noch maximal sogar in Großbuchstaben geschrieben hast.
Es ist natürlich okay und durchaus erwartbar, Ansichten, Vorlieben und Meinungen im Laufe einer Recherche zu ändern, aber hier brichst du zwei Eckpfeiler deiner ursprünglichen Suche ein. Sei dir dessen zumindest bewusst.
Wenn das die vier einzigen Kandidaten sind, würde ich davon das Akifusa nehmen. Die Spitzen von Bunka (Masakage) und Kiritsuke (Nigara) sind durchaus empfindlich und ein gewisses Maß an Robustheit scheint dir ja wichtig zu sein. Yoshimi Kato schleift seine Messer mit jedem Jahr extremer aus, und obwohl ich das konkrete Messer noch nicht in der Hand hatte, erwarte ich, dass es mindestens so dünn wie Shiro Kamo sein wird, wenn nicht gar dünner. Masakage sind meistens auch sehr dünn hinter der Schneide.
Danke für das Feedback!
1. Du hast Recht, es ist mir auch nicht wichtig. Aber das was ich gerade suche: Japanisch, handgeschmiedet, hochwertig... Kommt halt irgendwie anscheinend regelmäßig mit Damast daher.
2. Das ist auch richtig, wobei es bei beiden Händlern etwas Rabatt gibt durch Aktion bzw. Newsletter-Anmeldung. Ich möchte jetzt nicht wegen 50 € Preisdifferenz den qualitativen Unterschied zwischen einem "soliden Messer" und dem "Traum-Messer fürs Leben" verpassen.
Zu Yoshimi Kato: Also, eins vorweg: Das Masakage ist ja auch von ihm geschmiedet, hast du das gesehen? Aber: Sowohl der Herr bei Dictum hat mir am Telefon gesagt, dass Kato weniger dünn ausschleife als Kamo, als auch die Angaben von Knife-Art sprechen dafür: Beim Kato-Masakage verdünnt sich die Klinge von 3,0 auf 1,5 mm (Taper), wo bei den Kamos das "dickste", das ich gesehen habe, sich von 2,2 auf 1,1 mm verdünnt hat. Knife-Art schreibt auch: "Die Kiri Serie von Masakage ist schon
recht dünn, aber noch
robust genug, damit sie auch für Einsteiger noch nutzbar ist.".
Beim Kato von Dictum muss man folgendes beachten: Die Angabe 2,1 mm zur Klingenstärke ist ausweisliche Telefonauskunft *in der Mitte* gemessen.
Das mit der Spitze ist ein guter Einwurf, das kommt aber vermutlich auch eher beim Wiegeschnitt zum Tragen, das Risiko, mit der Spitze im Brett hängen zu bleiben, oder?
Zum Nigara: Da schreibt Knife-Art ja im verlinkten Herstellerportrait: "Er hat die Produktion ausgeweitet, sodass inzwischen nicht nur geschmiedete Messer, sondern auch gesenkgeschmiedete Klingen Teil des Programms sind, die anschließend in der eigenen Schleiferei von Hand geschliffen werden". Woher weiß ich denn nun, wie es sich bei diesem konkreten Modell verhält? Bei den anderen 3 kann ich mir sicher sein, dass sie von Grund auf Handgeschmiedet sind, oder?