Kaufberatung für den blutigsten Einsteiger aller blutigen Einsteiger

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kaizzzz

Mitglied
Moin moin aus dem Südwesten Deutschlands!

Ich bin 32 Jahre alt und fand kochen bisher scheiße. Bis die richtige Frau kam :-D

Seither versuch ich mich hin und wieder mal habe Spaß dran. Woran ich kein Spaß habe ist, mit stumpfen Messern irgendwas zu schneiden.

Sie hat zwei Küchenmesser, ca 20cm lang und von Tupperware oder Aldi oder keine Ahnung. Das eine ist die ersten 5mm von der Klingenspitze aus gesehen verbogen (90°). Und das andere ist stumpf wie Sau und gilt eher als Hockeyschläger oder so.

Könnte ich schleifen, klar, kann ich aber auch in direkt vernünftigerererere Messer investieren, die ich dann schleifen würde, um sie scharf zu halten und zu schärfen.

Ergo : ich habe keine Ahnung, keine Erfahrung und weiß gar nichts. Dementsprechend niedrig setze ich das Budget an, um nicht gleich ein 200€ Messer zu versauen.

Der Fragebogen:

*Geht es um die Erstanschaffung oder Erweiterung (d)eines Sortiments?
Erstanschaffung

*Ist die Anschaffung für berufliche oder private Verwendung gedacht?
privat

*Soll es ein Küchenmesser für Linkshänder werden?
ich glaube nicht.

*Liegen konkrete Vorstellungen vor?
Z.b. Japanischer oder Europäischer Stil, besondere Klingenformen oder Griffmaterialien

Es sollte gut in der Hand liegen, recht gut schneiden und lange die Schärfe halten. Mir ists klar, dass ich da Kompromisse gehen muss.

*Falls nein, für welche Aufgaben soll das Küchenmesser eingesetzt werden (z.B. Brot schneiden, Gemüse putzen, Fische filetieren etc.)?
Gemüse, Fleisch...auch Karotten...also auch härteres Gemüse oder Obst. Auch ne Wassermelone, vielleicht auch mal Kürbis.

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*Falls ja, bitte diese hier angeben:


Küchenmesser-/set, welcher Stil?

Europäische Messerform
Europäisches Messer im japanischen Design
Japanisches Messer im traditionellen Stil (Wa-bocho)
Japanisches Messer mit europäischer Griffform (Yo-bocho)
Exotische/hochspezialisierte Messerform (z.B. chin. Nudelmesser)


*Welche Bauform und ca. Länge?
Z.B. Kochmesser ca. 20cm; Petty ca. 12cm[/B]
Ich dachte an ein größeres Kochmesser und ein kleineres Schälmesser.

*Welcher Stahl?
Rostend oder Rostfrei? Monostahl oder Damast?

Das weniger empfindlichere? Wobei es mir nicht soooo wichtig ist, dass die vielleicht nicht in den Geschirrspüler dürfen oder so. Damast wäre eh nur Damastoptik und damit eher für die Schneidqualität unerheblich, aber sieht halt geil aus. Aber fürs Aussehen mehr zu bezahlen, seh ich kaum ein.

*Welches Budget steht zur Verfügung?
Möglichst wenig. Es geht nicht darum, dass ich keine 150€ oder mehr ausgeben könnte. Aber die Notwendigkeit als erstes Messer, als Selbstfindung sozusagen, mehr als 60-70 Euro auszugeben, gerne weniger, seh ich kaum ein. Ich will ja erstmal wissen, obs mir damit wirklich mehr Spaß macht und dann ggf. aufbauen. Und Erfahrung mit dem schleifen etc muss ich ja auch erst sammeln.

*Bezugsquelle?
Soll in einem Ladengeschäft oder per Versandhandel gekauft werden, Inland, EU, oder International?

Vollkommen egal.



*Gibt es schon ein/mehrere Messer, die theoretisch in Frage kommen?
Bitte gebt die vollständige Bezeichnung(en) mit eventuellem link an.

Habe bereits oft von Herder gehört, find ich irgendwie keinen Zugang zu, rein optisch, keine Ahnung.

Gibt so günstigere beim Aliexpress, bin mir wegen der Seriösität des Ladens unsicher. Sind von Xintou oder so.



Ich wäre euch echt sehr dankbar! Und bitte haltet es einfach, günstig, funktionell. Für den Anfang. Und bitte inklusive Schärf-Möglichkeit. Es soll für die nächsten 1-2-3 Jahre anhalten oder so. Zum Lernen, zum Üben und um dann was Richtiges zu kaufen ;-)

Vielen Dank!
 

waterstone

Mitglied
Da Du Dich ja dem Thema Messer annähern willst, warum nicht ein Kochmesser im europäischen Stil (F. Dick, Zwilling, WMF) und ein kleineres in japanischem Stil.
Ja, wirklich schade, dass Dir Herder nicht zusagt!
Und wie Bukowski anmerkt, um ein Schärfmittel kommst Du nicht drum herum.
 

kaizzzz

Mitglied
Ich will j gar nicht um ein Schärfmittel drum rumkommen.

das einzige, was ich bei Herder beurteilen kann, ist die Optik. Die sagt mir nicht zu, aber wenn die soooo brutal gut in der plv sind, dann beuge ich mich.

kann man getrost beim Aliexpress kaufen?
 

waterstone

Mitglied
Ich will j gar nicht um ein Schärfmittel drum rumkommen.
Hast Du ja in Deinem post #1 geschrieben. Ich wollte nur daran erinnern, dass sowas auch aufs Budget durchschlagen kann. Und dass ist ja bei Dir doch eher gedeckelt.
Zu Aliexpress kann ich nix sagen.
bzgl. Herder: Gerade wenn man einsteigt, sollte man sich nicht zu einem Messer verführen lassen, zu welchem man keine optisches Affinität verspürt, egal wie gut es ist. Uns so ganz billig sind sie ja nicht!
 

kaizzzz

Mitglied
Was macht das Global denn im Vergleich zu dem Kai Wasabi so gut? Bzw besser?
Worauf muss ich denn generell achten, um ein qualitativ gutes Messer zu erkennen?

diese 33€ Xinzou Gyuto 21cm 440c vom Ali sind nix oder?
Ich mein, wenn ich bei Kaufhof oder Aldi oder so n Küchenmesser Kauf, gibts das fürn 10er 😅 die 30€ müssen ja irgendwas heißen?
 

knifeaddict

Mitglied
Naja...ganz einfache Messer sind ganz einfach verarbeitet....Ich bekomme auch ein 10.- Messer so scharf , das die Armhaare fliegen.
Aber das ist sehr weicher Stahl....und sehr schnell stumpf......tja kein Spaß

Kriterium für mich für ein brauchbares gutes Küchenmesser mit dem man alle normalen Arbeiten durchführen kann.

1. Brauchbarer Stahl HRC 56- 61....bei China und No Name Produkten sind das leider keine verlässlichen Angaben, da verlasse ich mich auf renomierte Hersteller
2. Geometrie...das ist die Crux ( deswegen auch Global vor Wasabi ) Die Geometrie macht den Schneidspaß...komme ich ohne Kraft / Druck durch Lebensmittel
3.Lässt sich das Messer einfach scharf halten..und vor allem hält das auch ne Weile

Der Markt ist überschwemmt von Produkten die nie vernünftig vergleichbar getestet wurden. Und werden bewertet von Menschen die das nicht wirklich können...
Deswegen rate ich davon ab....oder sage...Zahl das Lehrgeld . probiert...und berichte hier.
Kauf dir ein 30.- Xinzu...ich schick dir mein altes Global....nach 3 Schnitten ist das Ergebnis klar
 
Ich kann verstehen, das man Herder von der optik nicht mag. Jedoch hat carbonstahl durchaus vorteile. Angesichts des bugets wird es schwer, was schnitthaltiges günstig zu bekommen. Ich habe selber lange zeit diverse billigmesser gehabt und hatte parallel dazu ein herder Buckelmessser in gebrauch zum brote schmieren.
Das Buckels war immer das schäfste messer im haushalt. Irgendwann hatte ich keine lust mehr auf die billigmesser und habe mir die 1922 serie geholt.
Was ich damit sagen möchte : Einmal gut gekauft und viele jahre freuen, wenn man messer für den täglichen gebrauch haben möchte. Sicher kann man mehrfach kaufen und Lehrgeld bezahlen, wenn man das möchte. Für mich ist ein messer ein gebrauchsgegenstand und kein kunstobjekt. Dem gemüse ist das aussehen des messers wurst. Jetzt habe ich noch ein Hamburger brotmesser von herder gekauft und kann mein Dick wellenmesser ausrangieren.
Für mich muß ein Messer lange scharf bleiben, das ist nicht bei jedem hersteller möglich. Einmal kurz am wetzstahl vorbei und weiter darf das messer freude machen.
Für gemüse würde ich so ein kleines messer nehmen:
Schälmesser


Gemüsemesser

Kochmesser

Damit hast Du einen brauchbaren anfang und im verglich zur aktuellen Ausstattung einen Quantensprung. Du sagst selber, das Du keine ahnung hast; jedoch hat quallität ihren preis.

Dazu noch einen Dick micro wetzstahl und Du hast eine brauchbare Ausstattung. Die messer im billigsegment machen wirklich keinen spaß und das geld kann man besser ausgeben.
Viele grüße
 

Bukowski

Mitglied
Nach meiner Erfahrung (habe auch schon Messer von Xinzuo bei Ali bestellt) liegt der wesentliche Unterschied der Ali-Messer gegenüber den 10€ Supermarktmesser in der etwas schöneren/aufwendigeren Verarbeitung. Vom Stahl und von der Klingengeometrie - und das sind nunmal die wesentlichen Faktoren bei einem Messer - würde ich keinen großen Fortschritt erwarten.

Gefallen dir die von mir genannten Messer nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:

kaizzzz

Mitglied
Nach meiner Erfahrung (habe auch schon Messer von Xinzuo bei Ali bestellt) liegt der wesentliche Unterschied der Ali-Messer gegenüber den 10€ Supermarktmesser in der etwas schöneren/aufwendigeren Verarbeitung. Vom Stahl und von der Klingengeometrie - und das sind nunmal die wesentlichen Faktoren bei einem Messer - würde ich keinen großen Fortschritt erwarten.

Gefallen dir die von mir genannten Messer nicht?
Das Tojiro gefällt mir. Aber natürlich denk ich drüber nach, ob es sich für mich lohnt, die Preise als erstes zu bezahlen.
Ich will eine Enttäuschung vermeiden. Sowohl in die Richtung „toll, für 30€ schneidets scheiße“, als auch „toll, 70€ und ich kann’s trotzdem nicht oder es macht keinen Spaß“

das Global klingt gut, ist mir tatsächlich aber zu teuer, glaube ich. 😅

die vom Ali fallen halt weg.
 

Harry_W

Mitglied
Wenn es ein klassisches, deutsches Kochmesser sein darf, würde ich mal die geschmiedeten Messer von Burgvogel anschauen. Die gibt es mit verschiedenen Griffvarianten und aus den gleichen Serien dazu dann auch die passenden Spezialmesser wie Schälmesser & Co. Die Kochmesser sind je nach Griff um die 70-85 EUR zu finden, da bleibt noch genug Luft für das Schälmesser und die Schärfausrüstung. An den Kochmessern von Burgvogel mag ich neben der sehr guten Verarbeitung (für den Preis) vor allem den fehlenden Bart. Der erleichtert u. a. auch das Schärfen.
Das billige, stumpfe Kochmesser würde ich übrigens behalten. Das taugt nicht nur super als Übungsmesser zum Schärfen, damit sollte man auch alle die (gröberen) Arbeiten erledigen, die man dem teureren Messer besser erspart. Wenn der Stahl allerdings Schrott sein sollte, würde ich zusätzlich zum Hauptmesser eben noch ein günstiges Messer aus Massenproduktion mit gestanzter Klinge in vernünftiger Qualität nehmen. Das sind dann die üblichen Verdächtigen von Dick, Victorinox, Frost oder auch Burgvogel.
 

Bukowski

Mitglied
Burgvogel sind für "Produktion in Deutschland" von der Verarbeitung p/l-mäßig gut. Stahl ist Solinger Standard, was ja auch nicht schlecht ist. Aber die Klingengeometrie ist halt nicht gerade herausragend, vielleicht etwas über Solinger Durchschnitt. Wenn für mich ein halbwegs leichter Schnitt (richtig leicht wird bei dem Budget ohne Herder eh schwierig) nicht entscheidend ist, bestimmt eine gute Empfehlung. Ansonsten würde ich ein professionelles Ausdünnen der Klinge einkalkulieren.
 

waterstone

Mitglied
Ich will eine Enttäuschung vermeiden. Sowohl in die Richtung „toll, für 30€ schneidets scheiße“, als auch „toll, 70€ und ich kann’s trotzdem nicht oder es macht keinen Spaß“
Du musst Dir schon klar werden, ob Du ein solches Risiko eingehen willst oder nicht. Wir können Dir hier nur gute und schöne Messer empfehlen, aber ob Du "es kannst" (was das auch immer heißen soll) und ob es Dir Spaß macht, diese Fragen können wir Dir nicht beantworten. Und welchen Betrag Du für dieses Risiko einsetzen willst, auch hier ist es ganz Deine Entscheidung. Vorschlag: Ein preislicher Kompromiss zwischen 30 und 70 Euronen

z.B das von @Bukowski vorgeschlagene Victorinox

Unbedingt anschauen:Wood Santokumesser

Auf der Victorinox Seite findest Du noch andere Messer in dieser Preiskategorie. Über die allg. Victorinox Qualität weiß Bukowski sicher Näheres.
 

Bukowski

Mitglied
Die Victorinox Wood Santoku sind einfach gemacht, Steckerl, einfacher Stahl, ähnlich den günstigen Herder Santoku usw. Aber relativ dünn geschliffen, schneiden also ganz okay. Geil ist anders, aber für das Geld..

Ich persönlich würde am ehesten noch das Brisa Chef 185 nehmen. Die sind m.E. am wertigsten verarbeitet (Flacherl, Micarta-Griffschalen) und schneiden auch nicht so übel.
 

kaizzzz

Mitglied
Also Victo...gefällt mir optisch, zumindest das vorgeschlagene gar nicht.
Dann lieber Herder, aber die, dachte ich sind auch teurer?

Und mit „es können“ meine ich richtig schneiden (mit Technik) und das Messer schärfen/scharf halten.

Ist irgendwie echt nicht leicht 😅
 

Bo_Hannoi

Premium Mitglied
Ich war auch gerade budget-seitig unterwegs für die ersten scharfen und schnittigen Messer in meiner Küche...

Habe mir als erstes ein Tadafusa Santoku (Dictum) und ein Herder Petty gekauft. Ich finde das Petty auch nicht schön und die Verarbeitung erst recht nicht, aber der Schneidespaß ist wirklich großes Kino.

Seit ein Dick Mikrofeinzug Wetzstab vorgestern dazu kam und ich sah wie der das Herder mit 3 Zügen je Seite wieder auf richtige amtliche Schärfe gebracht hat, konnte ich nicht umhin auch noch ein Herder Santoku zu bestellen ;-) :unsure:

Das Tadafusa ist ok, leider etwas krumm im vorderen Bereich und daher kratzig auf dem Schleifstein, spielt für mich aber nicht so in der Schneidespaß-Liga des Herders Petty. Ich muss mich da auch erst mal an die Kopflastigkeit der Klinge gewöhnen. Spaß bringt auch dieses Messer, nur praktischer im Tageskochgeschäft ist das Herder...
 

Mekki

Mitglied
Kennst Du die Küchenmesser von Opinel? Gibt es in verschiedenen Qualitäten zu günstigen Preisen. Die Messer haben gut brauchbare Klingen aus rostfreiem Stahl. Die Linien Parallel und Intempora hätten ein "Hauptmesser" für Dein Budget. Dazu noch ein 4er Set Schäl- und Schibbelmesser. Die Messer mit Holzgriffen dürfen nicht in die Spülmaschine. Du musst wissen, ob das im Rahmen des WAF denkbar ist.
 
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