Kaufberatung für den blutigsten Einsteiger aller blutigen Einsteiger

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waterstone

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Da kannst Du gar nicht aufpassen, dass passiert einfach sobald Du mit Schneiden anfängst. Es setzt sich eine normale Patina an.

Theoretisch kann man es beheben, aber nur bis zur nächsten Verwendung des Messers! Nein, Du musst mit diesem optischen "Mangel" leben. Anfänglich ist es vielleicht störend (hat mich auch gestört), aber nach einer Weile gewöhnt man sich dran und findet sogar Gefallen. Das Messer hat dann einfach was Rustikales, Bodenständiges, eben so wie "früher".
Ich öle meine Holzgriffe alle 2-3 Wochen. Du brauchst nicht mal einen Termin zu setzen, Du siehst es am Holz an. Das ist nun wirklich kein Aufwand. Bei einem Messer dauert das gerade mal ein paar Sekunden.
 

kaizzzz

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Okay und ich erkenne es einfach, wenn das Holz trocken und spröde wird?

hat das Tojiro auch rostfreien Stahl oder hab ich das dabei nicht? Ist das Tojiro denn grundsätzlich von der Klinge besser zu bewerten oder gleichzusetzen mit dem Herder Santoku? Mit der Patina, die fand ich bei meiner Gitarre schon doof 😅, kann ich mich grad kaum anfreunden
 

Bukowski

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Das Herder Santoku gibt's grundsätzlich in rostfrei und rostend. Nimm einfach die rostfreie Variante...

Das Tojiro schneidet nicht so leicht, ist halt stabiler geschliffen und auch rostfrei. Ich habe beide und würde das Herder in rostfrei vorziehen.
 
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ebenezer

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Wie gesagt: Ein Herder- auch in rostfrei- will mit Bedacht benutzt werden und nimmt robuste Nutzung schnell übel. Also entweder vor der Freundin in Sicherheit bringen, oder sie zur vorsichtigen Handhabung anleiten. Ich habe mal ein Tadafusa 3 Lagen mit Aogami-Kern aus den Augen gelassen. Meine Frau hat es benutzt wie jedes andere Messer auch, damit Brot geschnitten, rumgehebelt und ich hatte mehrere tiefe Schneidenausbrüche.
Du musst Dir also gut überlegen, ob Du mit mehr Robustheit evtl. nicht besser bedient bist. Bei uns ist es inzwischen streng getrennt. Meine Messer-ihre Messer. Sie mag es eh lieber stumpf.....
Kann ich nicht nachvollziehen, muss ich aber auch nicht.
 

Bukowski

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Das ist ein generelles Problem von leicht(er) schneidenden Messern, mit solchem Missbrauch wird auch das Tojiro mit seinem VG10 seine Probleme haben. In dem Fall würde ich ein Standard Solinger mit 56-58 HRC und stabiler Klinge empfehlen. Oder halt ein Messer vom Ali.

Man sollte sich vor dem Kauf immer die Frage stellen, ob man eher ein Schneidwerkzeug sucht und bereit ist, es dementsprechend zu behandeln oder eine Allzweckwaffe, die im Notfall auch Holz spaltet.
 

waterstone

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Rostfrei würde ich in Deinem Fall (bei Deinen Vorbehalten bzgl. rostend) auch vorschlagen. Wie schon mal geschrieben, ein Messer hat ja auch eine ästhetische Komponente, die nicht zu vernachlässigen ist. Und über Geschmack soll man sich ja bekanntlich nicht streiten :)
 

kaizzzz

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Ja ich denke, sie wird da genauso sein.

aber so wie ich das verstanden habe ist ein Kompromiss nötig aus : schneidet gut und bleibt scharf oder ist robust
 

kaizzzz

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Man sollte sich vor dem Kauf immer die Frage stellen, ob man eher ein Schneidwerkzeug sucht und bereit ist, es dementsprechend zu behandeln oder eine Allzweckwaffe, die im Notfall auch Holz spaltet.
Naja, also wenn ich koche und mir Mühe gebe und Zeit investiere etc und dann bei der zweiten Tomate feststelle, dass sie eher einem Püree, als sauberen Tomatenscheiben ähnelt oder das Hähnchen überall ausfranst, dann hab ich schon kein Bock mehr.
Für wirklich harte Sachen und Brot oder so kann ich ja die alten Messer nehmen...
 

waterstone

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Okay und ich erkenne es einfach, wenn das Holz trocken und spröde wird?
Wenn es spröde wird, ist es bereits zu spät! Nein, das Holz hellt sich einfach nach und nach auf. Und da sollte man vielleicht nicht bis zum letzten Augenblick warten!

Für die "grobe" Arbeit habe ich ein 21 Solinger, da brauch ich mir keine großen Sorgen zu machen (schließlich muss ab und an auch ein 1,5 kg Knollenserie "bearbeitet" werden ;)), für Feinarbeiten das Herder und für Fitzelarbeiten ein Gemüsemesser. Damit kommt man grundsätzlich klar als Hobbykoch.
 

Bukowski

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schneidet gut und bleibt scharf
Ich würde deswegen einen guten Wetzstahl dazukaufen und einfach vernünftig mit dem Messer umgehen.

Der VG10 vom Tojiro beispielsweise ist nicht so gut wetzbar und an sich etwas empfindlicher als der Stahl von Herder. Bleibt dafür bei angemessener (!) Nutzung länger scharf. Die Geometrie ist etwas stabiler, aber auch nicht so stabil wie Solinger Standard. Brotkruste, Knochenkontakt, gefrorenes Schnittgut, grobes Verkanten mit der Schneide oder damit übers Brett schaben usw. vertragen beide Messer nicht, sollte man aber auch keinem anderen Kochmesser zumuten.

Letztlich weiß hier keiner, wie ihr mit den Messern umgeht und was an Stahl und Klingengeometrie das geeignetste wäre. Die Erfahrung macht man eigentlich immer selbst.
 

kaizzzz

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Okay. Jetzt ist die Verwirrung vollständig.

Wetzstab und Schleifstein und Brett mal ausgeklammert.

die Herder Gemüsemesser werd ich mir mal zulegen.

aber : welches sch...Messer nehm ich denn jetzt?

das Herder ist empfindlich, das andere schneidet nicht so gut...Herr im Himmel 😂

Kann bitte einer sagen : „Kauf jetzt das!“ Und gut?

es darf bitte scharf sein, die Schärfe nicht sofort verlieren, nicht gleich kaputt gehen, wenn ich mal was falsch mache und bei richtigem schärfen gut scharf werden.

für Kürbisse oder so würd ich die alten Messer nehmen.

aber : für salat, Fleisch, Karotten, Kartoffeln, was auch immer würd ich dann eben das Messer nehmen.
Also? 😂
 

Bukowski

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Bei der Auswahl Herder Santoku vs. Tojiro DP 3 Lagen Eco würde ich das Herder nehmen, weil das Tojiro in Sachen Stabilität aufgrund des empfindlicheren Stahls meiner Meinung nach keine wesentlichen Vorteile bringt, dafür aber schlechter schneidet. Das habe ich in meinem vorherigen Post auch versucht zu erklären.

Es ist nun nicht so, dass man zur Benutzung eines Herder erst einen Führerschein machen muss, eigentlich reicht klarer Menschenverstand und das hier gesagte zu berücksichtigen.
 
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