Taschenmesser der DDR

Ich möchte wieder mal ein Taschenmesser aus der Leegebrucher Messerschmiede vorstellen. Ist ein richtiger Hand und Augenschmeichler.
Länge: 16,8 cm, davon Klinge:7,5cm








Gruß Ingo
 
Mal wieder was zeigen.
Dieses Logo der Genossenschaftsschmiede GML ist mir bisher nicht bekannt.

Morgen fotografiere ich bei besserem Licht mal das ganze Besteck.

Gruß Ingo



Gruß Ingo
Bild dazu. Links mein erstes altes Klappbesteck von GML:
 
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Danke für das Foto. Das Messer scheint in einem sehr guten Zustand zu sein.

Ich habe das gleiche in schwarz und trage es täglich bei mir.

Ich habe aber auch sehr lange danach gesucht.
 
Habe mal wieder ein Taschenmesser aus der Leegebrucher Messerschmiede bekommen.
Nicht mehr im Bestzustand, aber so noch nie gesehen.
Ein Bekannter aus Leegebruch schrieb mir das es das Messer so gab.
 
Das Muster, erinnert an einen Schmetterling, und die mehrfarbige Lackierung habe ich auch noch nie gesehen und gefällt mir sehr. :super:
Mal wieder: Glückwunsch zum Erwerb.

Gruß Frank
 
Habe mal wieder ein Schmuckstück bekommen. Hier in Weimar hergestellt, aber ohne Logo.

Im Vergleich dazu das Messer rechts, bereits länger in meinem Besitz.
Jetzt geht die Suche nach den blaumarmorierten Schalen los. :D
 
Eigentlich wollte ich die Bilder unter Flohmarktfunde zeigen, aber der Thread ist irgendwie "zerstört".
Hier meine Neuerwerbungen von gestern, Flohmarkt in der Weimarhalle. Ich hatte die Hoffnung auf ein neues Messerchen
schon fast aufgegeben, da ich die üblichen Messer alle schon habe.
Dann das. Ein GML mit Imitat, sogar jagdlich genutzt aber für mich in gepflegtem Zustand.
Und ein Sesta, mit Schalen, die ich so farbig noch nicht sah.
Das beides fast für lau, wenn man die Preise für GML mittlerweile kennt.


Mein Wochenende war gerettet, mein Schatz fand ein bissel Schmuck, alle glücklich. :p
 
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Hallo,
der Thread ist sehr interessant und birgt viel Wissenswertes.
In meiner kleinen Sammlung alter Taschenmesser finden sich beim Restaurieren und Aufarbeiten auch immer wieder schöne und seltene Dinge aus Sebnitz, Weimar, Leegebruch und Dahme. Nach meinen Recherchen ergeben sich sehr oft Verbindungen und Wurzeln der DDR-Taschenmesser ins Sudetenland. Auf einer tschechischen Seite über die Historie von Mikulasovice (Nixdorf) bin ich auch über den Namen Franz Hulicius gestolpert (wurde hier schon ein paar Mal erwähnt). Dieser wird dort als "vyroba nozu" (dt. Klingenhersteller) bezeichnet.
Herzliche Grüsse, Ronald.
 
Hallo,
Auf einer tschechischen Seite über die Historie von Mikulasovice (Nixdorf) bin ich auch über den Namen Franz Hulicius gestolpert (wurde hier schon ein paar Mal erwähnt). Dieser wird dort als "vyroba nozu" (dt. Klingenhersteller) bezeichnet.
Herzliche Grüsse, Ronald.

Ronald, na klasse. Ich habe diese Seite seit Jahren in den Favoriten drin, aber den Namen immer übersehen. Habe ja auch 2 oder 3 Messer von Hulicius, die in der Gegend vermehrt (" ") auftauchen. Das Schönste hat aber der Nutzer Grenzwolf, ein Fahrtenmesser.

Gruß Ingo


Nachtrag: Jetzt habe ich weiter gesucht und noch ein Dokument gefunden:


Josef Klaus und jener Franz Hulicius in einem Dokument. Klaus war in Weimar tätig, habe ich bereits vorgestellt. Die meisten anderen Messerschmiede sind ja dann in Leegebruch gelandet.
Sehr interessant.
 
Last edited:
Und ein Sesta. Wozu soll die kleine Klinge mit dem Schraubenzieher gut sein? Nur der bessseren Handhabung wegen???
sestaschraube.jpg



Gruß Ingo


Danke einem Bild, das Cut grad im Thema Gräfrath einstellte, hier ein Ausschnitt


weiss ich jetzt endlich, worum es sich handelt.
EIN PATRONENZIEHER! (mit Schraubenzieher)
Danke Cut, wäre ich niemals drauf gekommen.
 
Grüße an alle DDR-Messer-Auskenner,
vielleicht paßt zur "Taschenmesser der DDR"-Rubrik meine Frage nach einem "Taschenmesser", wie es zur GST-Standardausrüstung von ZK10-Segelkuttern als Bordwerkzeug gehörte.
Bescheibung:
Griffschalen aus grauem PVC, Unterlage, Feder und Nieten aus Edelstahl,
Klinge, nicht zum Feststellen, ca. 8 cm lang, (Spleiß-)Dorn gerade, ca. 8 cm lang, feststellbar, Drehpunkte für Klinge und Dorn liegen an entgegengestzten Enden, der Feststell-(bzw. Löse-)bügel dient gleichzeitig als Trageöse, sehr stabile Verarbeitung, Außenkonturen abgerundet, Gesamtlänge zusammengeklappt ca. 10 cm. An eine Herstellermarke auf der Klinge kann ich mich nicht erinnern, ebensowenig an die genauen Abmessungen, das Messer ist leider in den WENDEwirren aus dem Bordwerkzeug entWENDEt worden.
Vielleicht erinnert sich jemand an ein derartiges Messer oder kann weitere hilfreiche Angaben machen? Ähnliche Messer sind heutzutage noch mit schwarzen Griffschalen bei der Bundeswehr/Bundesmarine gebräuchlich.
Besten Dank für Euer Interesse oder die Hilfe.
Ahoi!
KOCH

Hersteller war die Messerschmiede Mühlhausen.
 
Tach.
Ja, ich weiss, dass das Thema alt ist. Aber noch immer kann man Taschenmesser aus der DDR erwerben.
Das sind meine Neuen.
Ein einfaches Leegebrucher.
Ein kleines mit der Aufschrift "Dima" (VEB Landmaschinen Dingelstedt), dass auch wieder nur mit PGH und der
1 im Dreieck (QUalitätsmarke) gestempelt ist.
Und ein ganz feines "Wurstprobiermesser", Aufschrift VE Dresdner Fleischkombinat", blau marmoriert und mit
Originaletui!!! Hersteller ist SESTA.
War ein guter Tag!
Gruß Ingo

 
Beide Logo wurden offenbar gleichzeitig benutzt, 1984 taucht das L im ovalem Kreis auf im Zusammenhang mit Modell 600 und 900.
Ihr habt also Beide recht. Ich werde mich zu einem genauerem Zeitpunkt der Benutzung noch erkunden.
foronreihel.jpg





Nochmal was zur Firma "Hulicius", ich kenne jetzt 2 weitere Besitzer eines solchen Messers.Hier meinem Stadtviertel und in der Nähe von Weimar. Die Messer sind laut Ihren Aussagen aus den 60 er Jahren. Deswegen vermute ich, dass "Hulicius" ein kleiner, regionaler Messerhersteller war, der von der Verstaatlichungswelle geschluckt wurde.
Gruß Ingo
Hallo, eigentlich wollte ich was über HULICIUS erfahren, da ich kein Experte für Messer bin. Aber offensichtlich weiß ich dann doch mehr, als das Internet anzeigt. So habe ich mich hier mal angemeldet, da man als Gast nicht antworten kann. Also vielleicht kann ich etwas mehr Licht ins Dunkel bringen. Die Messer stammen von einem alten Mann aus Gotha, der hier in seiner Werkstatt in der Schlichtenstraße Messer hergestellt hat. Damals war ich noch Kind. Ich denke er war ein Selbstständiger Handwerker und nicht Teil eines VEB. Er hat Taschenmesser und Jagdmesser hergestellt. Andere Messer gab es glaube ich auch. Er war auf alle Fälle noch Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre aktiv und wird wahrscheinlich aus Altersgründen aufgehört haben. Ich habe damals bei ihm ein Taschenmesser und ein Jagdmesser gekauft. Die Klingen hat er zugekauft, der Rest war Handarbeit.
Leider kann ich mich an keinen Namen erinnern. Ich hoffe die Infos helfen etwas weiter.

Grüße KW
 
Ich meinte schon identische Klingen und Messer.
Da es dabei die meisten Messer mit Pohl Logo gibt, vermute ich, dass die Klingen durch Pohl hergestellt wurden.


 
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