Ein Praktikum bei Jean-José Tritz

@ramibru: Danke für den Tipp. - Jetzt verstehe ich und recht hat er auch.
Zum Wiegeschnitt: möglich auf jeden Fall - auf Wiegeschnitt ausgelegt/spezialisiert eher Fragezeichen
 
Heute baut JJT den Griff für die Bestellung eines flexenden Fischfilettierers meines Sohnes. Vorgabe war: Bitte genauso wie beim "Nyx", also Griff aus Mooreiche und mit Ebenholzzwinge und eingelassenen Silberpins. Am Heft dann noch einen kleinen "Planeten" aus Silber mit zusätzlichem Goldstaub. Braucht man selbst in der Sterneküche nicht unbedingt, ein Hingucker wird es aber allemal.

Im Einzelnen also: JJT hat ein unscheinbares, längliches Holzklötzchen, bestehend aus Mooreiche und Ebenholz zusammengeklebt, das er nun zunächst mit einer Feile zunächst zu einem Oktaeder raspelt. Das Loch für die Klinge hatte er bereits ausgebohrt...

251121_Jean_Jose_Tritz_40.jpg


Danach geht es an den Tellerschleifer, wo aus acht Kanten so langsam etwas mit sechzehn Ecken wird...

251121_Jean_Jose_Tritz_10.jpg


Aus 16 Eckchen werden 32 und irgendwann sind – schwupps – gar keine Ecken mehr da. Stattdessen ist ein handschmeichlerisches Oval im Querschnitt daraus geworden!

251121_Jean_Jose_Tritz_83.jpg


Der Griff muss aber noch schön gemacht werden, sprich: Abgezogen werden. Dazu wird er eingespannt und mit einer Klinge zu sich hin abgezogen. Dabei muss JJT ziemlich aufpassen, denn die Materialien sind unterschiedlich hart!

251121_Jean_Jose_Tritz_115.jpg


Das Oberflächenfinish geschieht mittels einer Drahtbürste:

251121_Jean_Jose_Tritz_165.jpg


251121_Jean_Jose_Tritz_151.jpg


Die Probe aufs Exempel oder die Klinge auf den Griff: Passt!

251121_Jean_Jose_Tritz_195.jpg


Hier wäre normalerweise schon Schluss, aber "Nyx"da, der Kunde (aka: Sohn) will Blingbling! Also zeigt JJT, dass er auch ein ziemlich versierter Goldschmied ist und es geht an seinen Goldschmiedearbeitsplatz, wo es ungleich filigraner als an einer Esse zugeht...

251121_Jean_Jose_Tritz_520.jpg


Irgendwann auf einer Messe hatte JJT einen der besten Goldschmiede Hamburgs kennengelernt, man hatte sich ausgetauscht und sich gegenseitig besucht, gelehrt und gelernt. Irgendwann konnte der Goldschmied Feuerschweissen und JJT wurde zum Alchimisten.

Zunächst zwickt er von einer Rolle mit Silberdraht nur Millimeter große Stückchen ab und sammelt diese in seinem "The-Taste-Löffel":

251121_Jean_Jose_Tritz_255.jpg


Die Abschnitte kommen dann unter den Brenner, denn beim Schmelzen werden daraus klitzekleine Kügelchen!

251121_Jean_Jose_Tritz_218.jpg


251121_Jean_Jose_Tritz_337.jpg


Nach einer gefühlten Ewigkeit hat JJT eine ausreichende Menge an Silberkugeln produziert:

251121_Jean_Jose_Tritz_538.jpg


Und jetzt wird es friemelig: Mit einem Kleinstbohrer macht er Löcher in den Griff, in die im Anschluss die Silberpins einzeln versenkt werden. Eine wahre Sisyphusarbeit!

251121_Jean_Jose_Tritz_549.jpg


einmal Vogelperspektive bitte:

251121_Jean_Jose_Tritz_585.jpg


Erinnert sich noch jemand an den guten, alten "Geordi La Forge" aus Star Trek? (Danke für den Hinweis @tiffel)

251121_Jean_Jose_Tritz_641.jpg


Nun geht es an den kleinen Planeten, der hinten am Heft den Mond symbolisieren soll. Dazu braucht es Goldstaub. JJT hat einen kleinen Rest des Edelmetalls und feilt vorsichtig ein paar Milligramm davon ab...

251121_Jean_Jose_Tritz_435.jpg


Der Goldstaub wird dann auf eine kleine, in Halbkugelform getriebene Silberkalotte mit einem feinen Pinsel vorsichtig aufgebracht.

251121_Jean_Jose_Tritz_455.jpg


Ein übel nach Schwefel stinkendes Flussmittel hilft dabei, die beiden Metalle unter Zuhilfenahme des Gasbrenners miteinander zu verbinden.

251121_Jean_Jose_Tritz_460.jpg


Hier nun wird der kleine Mond in das Heft eingepasst. Dabei hilft ein zugeschnitztes Bambusstäbchen.

251121_Jean_Jose_Tritz_717.jpg


Und (fast) fertig ist das Messer: JJT muss den Griff nur noch ölen, verkleben, eine passende Saya anfertigen und das Paket verschicken.

251121_Jean_Jose_Tritz_750.jpg


Dass das Paket dann laut Sendungsverfolgung nach drei Tagen als "fehlgeleitet" deklariert wurde und meinen Sohn das Messer erst nach zehn Tagen Laufzeit erreicht hatte, ist eine andere Geschichte, gespickt mit viel Ärger, Frust, Trauer, Wut – und schließlich einem Happy End!
 
Zuletzt bearbeitet:
Dat is aber nich Data mit dem silbernen Visor, sondern Geordi La Forge. "La Forge" heißt zufälligerweise "die Schmiede", also in diesem Zusammenhang eigentlich leicht zu merken.
 
And the beat goes on: Dieses Mal schmiedet JJT ein Gyotu. Ihr erinnert euch noch an die Schablone, die er in einer vorherigen Ausgabe erstellt hatte?
Genau das soll es werden. Ausgangsmaterial ist eine Kugellagerstahl. Das wird ein Dummy für ein Kleinserienmesser werden. Ich fand die Schablone so schick, dass ich kurzerhand ein Messer dieser Form bei ihm bestellt habe. Allerdings etwas getuned. Aber dazu erst in einer späteres Ausgabe...

Doch bevor es ans Schmieden gehen kann, muss der Federhammer justiert werden...

251127_Jean_Jose_Tritz_168.jpg


Immer wieder verrutschen die Halterungen des Hammers. Da muss JJT dann mit einem Handhammer nachjustieren..

251127_Jean_Jose_Tritz_76.jpg


Dann erst kann die Gasesse auf Temperatur gebracht werden und das Pellet aus Kugellagerstahl zum Glühen...

251127_Jean_Jose_Tritz_131.jpg


Hier ist das Pellet als solches noch ganz gut erkennbar. Daraus werden später mindestens mal drei Gyotus der 240mm-Klasse

251127_Jean_Jose_Tritz_186.jpg


Ist schon etwas länger und flacher geworden....

251127_Jean_Jose_Tritz_242.jpg



251127_Jean_Jose_Tritz_290.jpg


Der frühindustrielle Federhammer ist eines der modernsten Geräte in JJTs Schmiede.

251127_Jean_Jose_Tritz_319.jpg



251127_Jean_Jose_Tritz_399.jpg



251127_Jean_Jose_Tritz_485.jpg


Und dann ist da ja noch der mittels Schwungrad angetriebene Hammer...

251127_Jean_Jose_Tritz_517.jpg


Die Angel wird ausgetrieben, so langsam nimmt das Teil eine messerähnliche Form an.

251127_Jean_Jose_Tritz_549.jpg


Zwischendurch und im fortgeschrittenerem Zustand in der Gasesse:


251127_Jean_Jose_Tritz_779.jpg


Genug ist genug: Da ist ausreichend Fleisch drumherum!

251127_Jean_Jose_Tritz_697.jpg



251127_Jean_Jose_Tritz_818.jpg



251127_Jean_Jose_Tritz_843.jpg


Immer wieder der prüfende Blick, ob das Ding auch gerade ist.

251127_Jean_Jose_Tritz_869.jpg


251127_Jean_Jose_Tritz_877.jpg


Dann geht es an den Bandschleifer, an dem die Konturen geschliffen werden – und wo die Funken am Band "kleben" bleiben

251127_Jean_Jose_Tritz_918.jpg


251127_Jean_Jose_Tritz_990.jpg


Beim Abkühlen Entspannen ist für eine Klinge wie für uns während einer Kneipp-Kur

251127_Jean_Jose_Tritz_1076.jpg


Mehr als 20 Bilder darf ich nicht in einem Beitrag posten. Stay tuned...
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich bei dem Schmieden nicht verstehe ist die Tatsache, das es elektrische walzen zum ausschmieden gibt. Dabei wird das Metall auf Temperatur gebraucht und dann mittels der Walzen gestreckt. Das soll viel kraft sparen und auch zeit.
Ansonsten wieder sehr schöne Bilder, die ein Virituelles Zeitzeugnis sind.
 
Was ich bei dem Schmieden nicht verstehe ist die Tatsache, das es elektrische walzen zum ausschmieden gibt. Dabei wird das Metall auf Temperatur gebraucht und dann mittels der Walzen gestreckt. Das soll viel kraft sparen und auch zeit.
Ansonsten wieder sehr schöne Bilder, die ein Virituelles Zeitzeugnis sind.
Jean-José versteht sich als Handwerker, Kunsthandwerker, Künstler, Metallurge, Silber/Goldschmied, Sattler, Drechsler, Tischler... in Personalunion. Und er fertigt alles in exklusiver Handarbeit an.
JJT betreibt keine Manufaktur, jedes seiner Messer ist ein Unikat.
Er ist stolz darauf, dass er nötigenfalls ein Messer komplett ohne Strom herstellen könnte. er möchte maschinelle Hilfsmittel nach Möglichkeit gar nicht einsetzen, das widerspricht seinem Berufsethos.

Oft genug erzählt er von einer bestehenden Maschine, deren Namen ich leider vergessen habe, die – richtig programmiert – ein perfektes Messer exakt reproduzierend hinten ausspuckt. Aber so etwas widert ihn an.
 
Das Strecken der Klinge ist jedoch auch nur ein Schritt von vielen. Wie man das macht ist letztlich egal. JJT macht das ja wie hier zu sehen am Federhammer. Das spart auch Muskelkraft. Per Hand, also hammer und Amboss, ist romantisch. Aber natürlich, wie erwähnt, sehr anstrengend. Zumindest wenn man das regelmäßig macht.

Worauf ich hinaus will. Strecken per rolle geht natürlich (da wird es bei mir bald ein Update geben). Aber, dann ist der Rohling nur länger. Da muss dann noch die höhe rein, die Geometrie, vorher die angel und ggf die Spitze, alles begradigen usw.
Also, nur ein Schritt von vielen.
 
Heute baut JJT den Griff für die Bestellung eines flexenden Fischfilettierers meines Sohnes. Vorgabe war: Bitte genauso wie beim "Nyx", also Griff aus Mooreiche und mit Ebenholzzwinge und eingelassenen Silberpins. Am Heft dann noch einen kleinen "Planeten" aus Silber mit zusätzlichem Goldstaub. Braucht man selbst in der Sterneküche nicht unbedingt, ein Hingucker wird es aber allemal.

Im Einzelnen also: JJT hat ein unscheinbares, längliches Holzklötzchen, bestehend aus Mooreiche und Ebenholz zusammengeklebt, das er nun zunächst mit einer Feile zunächst zu einem Oktaeder raspelt. Das Loch für die Klinge hatte er bereits ausgebohrt...

251121_Jean_Jose_Tritz_40.jpg



[...]

Die Abschnitte kommen dann unter den Brenner, denn beim Schmelzen werden daraus klitzekleine Kügelchen!



251121_Jean_Jose_Tritz_337.jpg


Nach einer gefühlten Ewigkeit hat JJT eine ausreichende Menge an Silberkugeln produziert:
[...]

Und jetzt wird es friemelig: Mit einem Kleinstbohrer macht er Löcher in den Griff, in die im Anschluss die Silberpins einzeln versenkt werden. Eine wahre Sisyphusarbeit!
[...]
Schöner Bericht und wirklich gute Bilder:super:
Zum Obersten: Das sieht mir sehr nach einer Raspel aus, mit der er den Griff raspelt- nicht eine Feile mit der er feilt :hmpf:

Dann zu den Silberperlchen, sind das wirklich Pins? Ich sehe keinen Schaft der zur Befestigung dient, es sind wohl eher Perlen oder Kugeln (oder fehlt da was?):argw:.
Ich vermute das die durch das Klemmen im Loch, mit noch etwas Klebstoff, halten und nicht wie Nägel im Holz stecken:cool:.
 
wieder einmal feinste Bilder und ein lebendiger Blick in die Werkstatt eines grossen Meisters! Mittlerweile erklären sich auch einige Fragen: wenn er eben auch Goldschmied ist, dann könnte er theoretisch Königswasser trinken und ihm würde nix passieren (naja, sehr überzeichnet aber so ähnlich halt;-)))) Königswasser beim Messerschmied oder irgendjemand ist erstmal komisch, beim Goldschmied jedoch quasi täglich Arbeitszeug, da verstehe ich den völlig entspannten Umgang damit.

Die Fotos lobte ich ja schon öfters, aber man muss auch mal den sehr angenehmen "Erzählstil" der in angenehmen Schritten leicht verständlich und anschaulich den Prozess beschreibt loben. So was wünschte man sich öfters.
 
Wieder tolle Bilder und eine Geschichte erzählt. Die Schablone sieht auch ganz gut aus.

Was ich bei dem Schmieden nicht verstehe ist die Tatsache, das es elektrische walzen zum ausschmieden gibt. Dabei wird das Metall auf Temperatur gebraucht und dann mittels der Walzen gestreckt.
Damit kriegst aber nicht den Taper hin wie du es willst, genauso wie die Schmiedestruktur und das unregelmäßige was auch für den Foodrelease von Vorteil ist. Sehe da keinen Sinn bei Geschmiedeten. Man wälzt ja nur aus um gleichmäßige Dicke zu haben und wenn es erst zu dick ist und um Länge zu bekommen. Beispielsweise bei Damast und Laminat. Mit nem Luft oder Federhammer geht das relativ schnell zu strecken wenn man geübt ist. Hab ich auch schon gemacht, war deutlich langsamer, aber dauert jetzt nicht ne halbe Stunde oder so. Wenn jemand aber nur mit nem Hammer und Kraft schmiedet sieht das anders aus. Respekt. Hab ich auch ausprobiert und ist echt schwer und anstrengend.

Grüße,
Julian
 
wieder einmal feinste Bilder und ein lebendiger Blick in die Werkstatt eines grossen Meisters! Mittlerweile erklären sich auch einige Fragen: wenn er eben auch Goldschmied ist, dann könnte er theoretisch Königswasser trinken und ihm würde nix passieren (naja, sehr überzeichnet aber so ähnlich halt;-)))) Königswasser beim Messerschmied oder irgendjemand ist erstmal komisch, beim Goldschmied jedoch quasi täglich Arbeitszeug, da verstehe ich den völlig entspannten Umgang damit
Ich arbeite auch regelmäßig mit Königswasser und kann nur davon abraten, den Respekt vor seinem Werkzeug (egal ob Königswasser oder andere Chemikalien, Messer, Kreissäge...) zu verlieren. Nur weil ich häufig Königswasser benutze, sind meine Augen nicht resistenter dagegen als die von anderen Menschen.
 
Ich arbeite auch regelmäßig mit Königswasser und kann nur davon abraten, den Respekt vor seinem Werkzeug (egal ob Königswasser oder andere Chemikalien, Messer, Kreissäge...) zu verlieren. Nur weil ich häufig Königswasser benutze, sind meine Augen nicht resistenter dagegen als die von anderen Menschen.
das ist natürlich absolut richtig. Mir gings nur um die aussenwirkung, die mich ja erstmal erschreckt hat.
 
Hier schmiedet JJT ein ganz besonderes Messer: Meines!
Es wird die die Klinge im vorangegangenen Post das 240er Gyotu mit 58 mm Höhe, fünf mm an der Angel, Taper bis zu 1 mm an der Spitze.
Der Aufbau wird allerdings San Mai mit TNT666 als Schneidlage...

Hier sieht man das Sandwich: In der Mitte der TNT666, flankiert von Alteisen:

251217_Jean_Jose_Tritz_200.jpg


Die drei Scheiben müssen zunächst feuerverschweisst werden. Das ist schwierig zu fotografieren, weil man selbst nicht hinschauen sollte, wenn man seine Augen nicht schädigen möchte. Daher ein Lob auf die Erfindung des Schwenkdisplays...

251217_Jean_Jose_Tritz_257.jpg


Kritischer Blick, ob die Schweissnaht sitzt. Gerade, wenn man kein Schutzgas-Schweissgerät zur Hand hat, kann es beim Verschweißen von Stählen wie dem Apex Ultra zu Problemen kommen. Bei meinem Klötzchen mit TNT ist aber alles gutgegangen.

251217_Jean_Jose_Tritz_267.jpg


Die verschweißten Sandwiches (links eines mit AU, rechts meines mit TNT) liegen einträchtig in der Gasesse.

251217_Jean_Jose_Tritz_390.jpg


Erst einmal per Hand ein paar Testklopfer auf dem Amboss

251217_Jean_Jose_Tritz_464.jpg


Und dann die Kur mit dem Flussmittel Borax, damit die Bestandteile des Sandwiches auch anständig laminieren.

251217_Jean_Jose_Tritz_476.jpg


Der Federhammer macht mal wieder Zicken. Ein paar Blattfedern sind verrutscht und müssen wieder in Position gebracht werden...

251217_Jean_Jose_Tritz_507.jpg


Man kann noch ganz gut die drei verschiedenen Lagen meines Sandwichs erkennen

251217_Jean_Jose_Tritz_529.jpg


Ein paar Durchgänge später ist es schon deutlich länger und flacher geworden.

251217_Jean_Jose_Tritz_604.jpg


Wenn JJT denkt, dass die Länge ausreichend ist, dann trennt er den provisorischen Galtegriff mit der Flex ab und schneidet einen Teil schräg ab. Aus dem abgeschrägten Teil wird später die Angel...

251217_Jean_Jose_Tritz_700.jpg


Mit "später" ist genau "hier" gemeint.
Schmieden ist wirklich eine schweisstreibende Angelegenheit. Den dicken Wollpulli hat JJT mittlerweile abgelegt...

251217_Jean_Jose_Tritz_778.jpg


Es geht in die richtige Richtung.

251217_Jean_Jose_Tritz_812.jpg


Mit dem motorisierten Hammer gewinnt man Länge und Breite. Wirklich präzise ist das aber nicht, weswegen JJT immer wieder zum Handhammer greift.

251217_Jean_Jose_Tritz_842.jpg


Und natürlich immer wieder am großen Federhammer sitzt...

251217_Jean_Jose_Tritz_861.jpg


Nach diversen Durchgängen sieht der Rohling dann so aus:

251217_Jean_Jose_Tritz_1045.jpg


Da ist mehr als genügend Verschnitt drum herum. Hätte auch fast ein 300er werden können, aber mir reichen 24 cm...

251217_Jean_Jose_Tritz_1070.jpg


Nah dem Anzeichnen der Outline kommt die Blechschere zum Einsatz und die Überstände grob abgeschnitten.

251217_Jean_Jose_Tritz_1115.jpg


Das Feintuning findet dann am Bandschleifer statt.

251217_Jean_Jose_Tritz_1147.jpg


Et voilà: Fertig für heute. Die Form entspricht genau der Vorgabe. Noch wiegt der Rohling 180 Gramm...

251217_Jean_Jose_Tritz_1215.jpg


Und das Beste daran ist: Er ist kerzengerade!

251217_Jean_Jose_Tritz_1240.jpg


Danach war ich in den Urlaub gefahren, wo es mich mit Erkältung erwischt hatte.
Zwischenzeitlich hatte JJT die Klinge gestempelt, auf etwa HRC 70 gehärtet, wovon nach dem Schleifen noch 144,5 Gramm und ca. 66 Rockwell übrig geblieben sind. Bin gespannt, wie es mit dem Messer weitergehen wird... Heute wollte ich eigentlich wieder hin, aber in Hamburg ist "Schnee unter"...
 
Zuletzt bearbeitet:
[...]Damit kriegst aber nicht den Taper hin wie du es willst, genauso wie die Schmiedestruktur und das unregelmäßige was auch für den Foodrelease von Vorteil ist. Sehe da keinen Sinn bei Geschmiedeten. Man wälzt ja nur aus um gleichmäßige Dicke zu haben und wenn es erst zu dick ist und um Länge zu bekommen.
[...]
Man kann sowol Profil über die Länge als auch Breite beim Walzen herstellen. Hörster, Wilkinson und Andere haben Schwerter und Säbelklingen so hergestellt.
 
Zurück