Japanisches Küchenmesser gesucht - beidseitig geschliffener Allrounder - Miyabi 5000er Serie?

Es wurde eine Behauptung aufgestellt, die ich nicht nachvollziehen kann. Takamura R2 (nicht VG10) würde nicht ansatzweise den Preis MIYABI 5000FCD Nakiri Messer 17 cm kosten. Heute gibt es das MIYABI 5000FCD Nakiri für 140 € inkl. Versand. 15€ Unterschied zum dreilagigen VG 10 ohne Damast ist "nicht ansatzweise"? Das Takamura R2 Santoku kostet 160€, wäre also teurer als das Miyabi. Sollte kein Einwand gegen die Takamuras sein.
Ich hatte das mit dem Myabi 5000 MCD verwechselt, sorry! Ich nehme alles zurück!
Tiffel hat natürlich recht!
 
Ja diese seltsamen Zwilling Seriennamen, die sich in einem Buchstaben unterscheiden. Sind doch keine Automodelle.
Kann man die nicht "Maserbirke" nennen. oder "Swash"
Hier gibt es auch noch ein Nashi Santoku. Klinge sieht gut aus, Der Griff vom Sakai Takayuki gefällt mir besser.
 
@tiffel @Taka

Warum genau scheinen euch die Misuzu Urushi Hocho-Messer von Yamato Miyawaki nicht so anzusprechen? Ich verlinke mal genau dasjenige, was mir so gut gefällt, damit es keine Missverständnisse gibt:
Misuzu Urushi Hocho, Santoku (Allzweckmesser), 210 mm | 720069 | Santoku (Allzweckmesser) | 720069 (https://www.dictum.com/misuzu-urushi-hocho-santoku-allzweckmesser-210-mm/720069)
Mir scheint fast alles positiv:

- rostfreier VG10 Stahl und 60 HRC scheint mir ein guter Kompromiss aus Schnitthaltigkeit und Robustheit, da hab ich Vertrauen, dass mir nicht leicht die Klinge ausbricht und den bekomme ich wohl auch geschärft.
- Es ist beidseitig geschliffen.
- Die Klingenform ist ein guter Allrounder aber gleichzeitig außergewöhnlich und besonders.
- Der Griff gefällt mir, Magnolienholz ist ein traditionelles und leichtes Holz, die Urushi-Lackierung ist gleichzeitig schön und funktional (antibakteriell; versiegelt). Die Messingzwinge finde ich sehr vertrauenserweckend.
- Der Preis bei Dictum scheint mir gut zu sein: Zum Vergleich, dieses Messer wird hier Misuzu VG10 Brass-Urushi Japanese Chef's Kiritsuke-Gyuto Knife 210mm with Lacquered Magnolia Handle (https://www.hocho-knife.com/misuzu-vg10-brass-urushi-japanese-chefs-kiritsuke-gyuto-knife-210mm-with-lacquered-magnolia-handle/) für 300 $ gehandelt. Zudem gibt Dictum gerade 14 % und zweimal Schleifen kostenlos obendrauf. Und ich habe mit dem Händler gute Erfahrungen gemacht.

Das, was mich noch etwas zögern lässt:
- Die Klinge hat nicht diese ganz aufregend-tolle Verarbeitung wie die anderen Kandidaten - klar, es ist nur Optik aber auf Damast oder Nashiji-Finish verzichtet man halt hier.
- Zudem ist 21 cm einen Hauch länger, als ich es mir gewünscht hätte. Ich habe europäische Kochmesser in dieser Länge (Dick Premier Nature etwa) und ich kann damit sehr gut umgehen, brauche die ganze Klingenlänge aber einfach selten. Also mir reichen Kochmesser mit 16 oder 18 cm schlichtweg aus - wie oft schneidet man schon einen großen Kürbis o. ä.? Also ich selten...
- Ja und ihr scheint irgendwie nicht ganz begeistert von meinem Fund :D Das verunsichert mich etwas.
 
Mir würde der ovale Griff mit dem spürbaren Übergang zur Zwinge nicht zusagen, ein Santoku ist dies nicht, eher sehr flaches Kiritsuke Gyuto so wie bei hocho-knife beschrieben. Wären nur zwei Punkte die mir spontan einfallen, ohne das Messer genauer gesehen zu haben. Lackiertes Holz mag praktisch sein aber ist für meine Begriffe nicht nötig, hatte noch nie Probleme mit Holz und Feuchtigkeit in der Küche (alle mit Leinöl eingelassen und damit/Holzwachs gepflegt).
 
Also erstmal kannst du den Wiegeschnitt mit dem Misuzu Urushi Hocho komplett vergessen. Die Schneidenkrümmung ist minimal. Dann gefällt mir der Griff überhaupt nicht. Die Stufe zwischen Zwinge und Griff würde mich stören. Die Zwinge ist aus Messing aber irgendwie schwarz lackiert und die fette Fase am Griffende gefällt mir auch nicht. Und das Urushi ist halt ein Klarlack. Super mein Griff ist lackiert. - Kein Gebrauchswert. "antibakteriell versiegelt" - wozu? Ich hab mir an meinen Messergriffen noch keine Krankheit eingefangen. Die Klingenform an sich finde ich schön, wenn die Schneide etwas mehr Bauch hätte. Kann man halt dann nur im Druck oder Zugschnitt benutzen.
 
Ich werde nie verstehen wie Dictum auf ihre Klingendefinitionen kommen...
Ich finde die (wahscheinlich brünierte) Messingzwinge eigentlich ganz spannend, auch mit dem Übergang zum Griff. Erinnert ein bisschen an alte Sabatiers.
Zum Wiegen ist das Klingenprofil allerdings wirklich nicht ideal.
 
Also das 2x schärfen bei Dictum kann man vergessen. Habe ich ausprobiert. Nun kann ich mit mein SHIRO KAMO Bunka zum Herrn Schanz schicken weil das ausdünnen tuh ich mir nicht an. Der hat mir die Schneide derbe verhunzt.
 
Mir würde der ovale Griff mit dem spürbaren Übergang zur Zwinge nicht zusagen, ein Santoku ist dies nicht, eher sehr flaches Kiritsuke Gyuto so wie bei hocho-knife beschrieben. Wären nur zwei Punkte die mir spontan einfallen, ohne das Messer genauer gesehen zu haben. Lackiertes Holz mag praktisch sein aber ist für meine Begriffe nicht nötig, hatte noch nie Probleme mit Holz und Feuchtigkeit in der Küche (alle mit Leinöl eingelassen und damit/Holzwachs gepflegt).
Oval in Form und mit dem angesprochenen Übergang zur Zwinge - das ist aber der ganz typische, traditionelle Wa-Griff. Magnolienholz ist dabei auch das "richtige" Holz und Magnolienholz wird auch eigentlich immer lackiert, weil es sonst eben zum Quellen neigt. So sind auch meine anderen japanischen Messer gebaut. Nur haben die (obwohl hochwertig, Nakagoshi) einen schlechten Klarlack und eine Kunstoffzwinge. Da finde ich Urushilack und Messingzwinge durchaus ein Upgrade.
Dass es wohl eher kein Santoku, sondern ein Kiritsuke-Gyuto ist - da gebe ich dir völlig Recht und das habe ich auch schon selbst in Beitrag #19 auf Seite 1 dieses Threads festgestellt. Nicht ideal, dass Dictum das schöne Stück mangels passender Kategorie unter "Santoku" subsumiert.
Was meinst du aber mit "flach"? Stellst du auf die Klingenhöhe bzw. -breite ab? Die konnte ich leider nicht recherchieren, habe aber bei Dictum angerufen und der Herr am Telefon meinte ca 5 cm in Richtung Griff - das wäre mir "hoch genug", und nicht zu flach, um die Klinge vernünftig an den Fingerknöcheln entlang führen zu können.
 
Also erstmal kannst du den Wiegeschnitt mit dem Misuzu Urushi Hocho komplett vergessen. Die Schneidenkrümmung ist minimal. Dann gefällt mir der Griff überhaupt nicht. Die Stufe zwischen Zwinge und Griff würde mich stören. Die Zwinge ist aus Messing aber irgendwie schwarz lackiert und die fette Fase am Griffende gefällt mir auch nicht. Und das Urushi ist halt ein Klarlack. Super mein Griff ist lackiert. - Kein Gebrauchswert. "antibakteriell versiegelt" - wozu? Ich hab mir an meinen Messergriffen noch keine Krankheit eingefangen. Die Klingenform an sich finde ich schön, wenn die Schneide etwas mehr Bauch hätte. Kann man halt dann nur im Druck oder Zugschnitt benutzen.
Stimmt, wie auch mit jedem Nakiri ist bei so geringer Schneidenkrümmung Wiegeschnitt nicht das erste Mittel der Wahl. Ich beherrsche aber auch Druck- und Zugschnitt und finde - mittlerweile - den Druckschnitt dem Wiegeschnitt ohnehin überlegen. Ich finde ihn sogar sicherer, obwohl man im Gegensatz zum Wiegeschnitt nicht die ganze Zeit Kontakt mit dem Schneidebrett hat.
 
Mich hat auch der Übergang vom Griff zur Zwinge abgeschreckt, mit dem ich wohl nicht klarkommen würde. Wirkt auch total billig.
Die Klingenform wäre für mich ok, da ich eh mehr im Schubschnitt unterwegs bin.

Das ist aber nur meine Meinung, wenn Dir das Messer gefällt, ist doch alles ok.
 
Also das 2x schärfen bei Dictum kann man vergessen. Habe ich ausprobiert. Nun kann ich mit mein SHIRO KAMO Bunka zum Herrn Schanz schicken weil das ausdünnen tuh ich mir nicht an. Der hat mir die Schneide derbe verhunzt.
Tut mir Leid, dass du schlechte Erfahrungen mit Dictum gemacht hast. Bisher war ich da immer zufrieden. Ein Bunka von Kamo habe ich dort nicht gesehen, aber dafür dieses Nakiri von ihm:
Kamo Hocho, Nakiri - Usuba (Gemüsemesser) | 719674 | Nakiri - Usuba (Gemüsemesser) | 719674 (https://www.dictum.com/kamo-hocho-nakiri-usuba-gemuesemesser/719674)
Mit dem 14 % Rabatt kommt man da auf auf 218 € - da könnte ich schwach werden...

Genauso unvernünftig könnte man bei diesen Traummesser hier werden:
Yoshimi Kato Hocho, Gyuto, Fisch- und Fleischmesser | 718485 | Gyuto (Fisch- und Fleischmesser) | 718485 (https://www.dictum.com/yoshimi-kato-hocho-gyuto-fisch-und-fleischmesser/718485)
Mit dem 14 % Rabatt kommt man da auf auf 231 €.

Meine Grenze waren eigentlich 200 €, aber so weit sind wir da nicht drüber...
Also ich bin sehr entschlossen bei Dictum zu bestellen. Ich finde es einfach auch schön, ein bodenständisches Fachgeschäft mit Ladenlokal in Deutschland zu unterstützen, statt den niederländischen Onlineversand.

Entweder ich kaufe eines der beiden in diesem Beitrag oben verlinkten (Kamo oder Kato) und dann ist erstmal sparen angesagt, oder ich bleibe im Budget mit dem Misuzu:
Misuzu Urushi Hocho, Santoku (Allzweckmesser), 210 mm | 720069 | Santoku (Allzweckmesser) | 720069 (https://www.dictum.com/misuzu-urushi-hocho-santoku-allzweckmesser-210-mm/720069)

Schade, dass ich nicht in Bayern wohne, ich hätte zu Dictum so 5-6 Stunden Anfahrt. Und alle drei herschicken und dann wieder zwei zurück ist mir irgendwie zu wild. So ne Messerlieferung für ~600 € finde ich irgendwie verrückt, durch die Gegend zu schicken.
 
Oval in Form und mit dem angesprochenen Übergang zur Zwinge - das ist aber der ganz typische, traditionelle Wa-Griff. Magnolienholz ist dabei auch das "richtige" Holz und Magnolienholz wird auch eigentlich immer lackiert, weil es sonst eben zum Quellen neigt. So sind auch meine anderen japanischen Messer gebaut.
Muss jedem selbst gefallen. Ich hatte derartige Griffe schon in der Hand und mein Fall sind sie nicht, besonders der Übergang. Wenn du den Griff so magst, perfekt.
Was meinst du aber mit "flach"? Stellst du auf die Klingenhöhe bzw. -breite ab? Die konnte ich leider nicht recherchieren, habe aber bei Dictum angerufen und der Herr am Telefon meinte ca 5 cm in Richtung Griff - das wäre mir "hoch genug", und nicht zu flach, um die Klinge vernünftig an den Fingerknöcheln entlang führen zu können.
Die Klingenhöhe sieht brauchbar aus, meinte eher das Profil, ohne großartige Krümmung, eben Kiritsuke mäßig flach. Da du Druckschnitt gerne nutzt passt es aber wieder.
 
@Matthias. Wenn du sowieso im Druckschnitt arbeitest, ist alles klar. Für kleinere Sachen finde ich den Wiegeschnitt ganz gut. Wenn du willst kann ich noch ein paar links zu Chinesen machen. Denn wenn es eh VG10 sein soll und gar nicht besonders dünn sein muss wäre es zu überlegen. Vorteil Damast oder Dreilagen und günstiger Preis. Aber so wie ich das einschätze kommt das nicht in frage, deshalb spar ich mir die Mühe.
 
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