Kai Shun Premier Tim Mälzer Anniversary Edition Kiritsuke | TDM-1783 kaufen?

knifeaddict

Premium Mitglied
@HerrWu

Zitat TO ...letzte Zeile
" Sollte auf jeden Fall nicht rostend sein "

Die Shinogi Linie vom Wakui ist nunmal nicht rostfrei....gutes Messer hin oder her
Und Jörg hat das in seinem Review auch bebildert
 

DirkWitten

Mitglied
Was macht jetzt den einen Hersteller besser oder schlechter als den anderen, außer der persönliche Geschmack bzw. die eigenen Vorurteile?
Keine Ahnung, hat jemand Hersteller hier schlecht gemacht?

Ob ein Hersteller schlechter oder besser ist, ob es Massenware ist oder ein einzelner Schmied, im Prinzip ist es mir völlig wurscht, ich finde das Endergebnis wichtig und wie man damit zurecht kommt - und guck - ich habe nichtmal Vorurteile gegen solche Schmieden, wie Shiro Kamo, denn die dreilagigen Messer mit Aogami Kernlage finde ich richtig gut, sauscharf und mit etwas Geschick und dem richtigen Stein auch sehr gut scharf zu halten.
Allerdings halte ich Damast mit VG10 vom Kai für das Geld echt etwas zu teuer - ob da mal nicht der Anteil für den Tim etwas größer ist.

Das ist doch genau, was Micha meint.. du hast auch Messer mit Damastaußenlagen und VG-10 Schneidkern, die sind nichts besonderes, was soll Kai da schon besser machen.

Genau, deswegen hatte ich es erwähnt, billige Chinamesser mit ähnlichem Aufbau, den Kai für viel Geld anbietet - wer hat behauptet, dass ich die für besonders halte? Ich halte VG10 Scheidlage in diesem Damast eingefasst für eine rein optische Sache, zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass es mehr auf die Schneidlage ankommt als auf die beiden äußeren Lagen und ich halte andere Kombinationen halt für sinnvoller.
 
Zuletzt bearbeitet:

pebe

Premium Mitglied
Und das Wakui hat auch Industrielaminat als Flanken und keine geschmiedete SanMai Klinge. Und nu? Mogelpackung?

Eine feinst ausgeschliffene Klinge mit Schneidlage aus rostendem, wassergehärtetem japanischen Stahl ist halt nicht das ideale allday Messer in einer europäischen Küche.

Meine Kais sind alle nicht nagelgängig, sondern gerade leicht schneidend mit max. knapp unter 0,3mm hinter der Wate. Auch deutsche Hersteller bleiben mit ihren japanischen Messern gerne in der Nähe der etwas sicheren Seite. Aus gutem Grund. Und aus gutem Grund sind auch Schneidlage und Flanken an einem allday rostfrei.

Der Wunsch nach mehr Schneidleistung wurde jedenfalls nicht vom TO formuliert, ob er sich der höheren Empfindlichkeit der dünneren Klingen bewusst ist, auch nicht.

Und es ist kein Sakrileg Damastflanken aus Fertiglaminat schön zu finden, zumal das Ergebnis der Großserie in der Regel besser ist, als es die meisten Manufakturen hinbekommen.

Das Kai nicht zu den günstigen gehört ist richtig und passt zur Größe der Firma. Den Anteil von Herrn Mälzer dürftest Du bei weitem überschätzen.

Ich bin bei Dir, hier im Fachforum für Nerds stehen berechtigt Großserienprodukte nicht im Fokus als Empfehlung, aber man sollte diese nicht immer als überteuerten Ramsch darstellen. Wirklich überteuert sind einige ganz andere.

grüsse, pebe
 
Zuletzt bearbeitet:

HerrWu

Mitglied
Jeder soll das kaufen, was ihm gefällt. Ich für meinen Teil habe jedenfalls nie von Ramsch gesprochen. Auch habe ich lediglich geschrieben, daß die Kooperation mit Tim Mälzer zum Preis sicherlich ihren Teil beiträgt – nicht, daß sie den Preis ins Bodenlose treibt. Mehr habe ich zu den Messern von Kai auch gar nicht zu sagen.
Wie Du ganz richtig geschrieben hast, sind wir ja nicht bei chefkoch.de, sondern in einem Fachforum – da sind verschiedenste Hinweise glaube ich zwingend notwendig.
 

pebe

Premium Mitglied
Naja, Blingbling Damasttapete zur Kennzeichnung finde ich schon reichlich despektierlich.

Wie auch immer. Wenn ein Interessierter hofft, mit den Damastflanken einen Volldamast zu bekommen, der zudem ganz besonders leistungsfähig gegenüber Monostahl ist, dann liegt er komplett daneben.

Wenn demjenigen lediglich die Damastoptik und Griffgestaltung gefällt und er dafür bereit ist etwas mehr zu bezahlen, dann erhält er ein gut gemachtes Messer mit ordentlichen Schneideigenschaften, bei dem er sich vermutlich nicht mit Serienstreuung herumschlagen muss.

grüsse, pebe
 

Bukowski

Mitglied
billige Chinamesser mit ähnlichem Aufbau, den Kai für viel Geld anbietet
Du suggerierst damit, dass die Kais aufgrund des Klingenaufbaus, den es so ähnlich aus China zum günstigen Preis gibt, ihr Geld nicht wert sind, und das offenbar ohne die Kai Messer zu kennen.

Seit wann ist es für die Schneideigenschaften eines Messers relevant, ob die Außenlagen aus Damastlaminatstahl bestehen? Und wieso macht die Verwendung eines bewährten Standardstahls wie VG-10 aus den Kai's überteuerte Messer?

Aogami z.B. hat bei höherer Härte und zumindest ähnlicher Empfindlichkeit nach meiner Erfahrung eine maximal gleichwertige Schnitthaltigkeit. Diese Stähle werden hier ständig empfohlen, auch wenn die Messer jenseits der 200€ liegen. Aogami im 3 Lagenaufbau gibt's aber auch für 80€, wieso ist Shiro Kamo dann teuerer, wenn er auch hochindustriell fertigt?

Oder die japanischen Schwedenstahl-Laser.. kaum jemand würde auf die Idee kommen, zu sagen, ein Ashi wäre das Geld nicht wert, obwohl es auch Monostahlmesser aus "Schwedenstahl" mit Wa-Griff für weniger Geld gibt.
Und warum nicht? Weil das günstige Messer schlechter schneidet und höchstwahrscheinlich schlechter verarbeitet ist.
Aber bei Kai sieht man den Messern offenbar schon an, dass sie nicht mehr können als ein China-Damastmesser für 36€.

Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen und mit zweierlei Maß gemessen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bukowski

Mitglied
@HerrWu Der Vergleich Wakui und Tadafusa war einfach nur ein Beispiel, das verdeutlichen sollte, dass man die Qualität von Messern eben nicht über den Klingenaufbau und den Stahl des Schneidkerns beurteilen kann... Da hätte auch Yoshikane und Tojiro Yasuki stehen können...

Aber Danke für die tolle Info über Wakui.
 

DirkWitten

Mitglied
Du suggerierst damit, dass die Kais aufgrund des Klingenaufbaus, den es so ähnlich aus China zum günstigen Preis gibt, ihr Geld nicht wert sind, und das offenbar ohne die Kai Messer zu kennen.
Bitte unterstelle mir doch nicht schon wieder eine gezielte Absicht etwas schlecht zu reden nur weil ich ...

1.) ... den Verdacht hege, dass solche Mälzer-Messer auch Geld in Mälzer-Kassen spült, was als Feststellung nichtmal automatisch negativ ist.
2.) ... billige Chinamesser besitze, die nach meiner Auffassung gut schneiden und gut scharf zu halten sind und samt Industriedamast in meinen Augen eine reine Optiksache sind.
3.) ... ich eher andere Messer kaufen würde, weil ich die Kombination von Industriedamast samt VG10 für ebendiese Damast-Effekthascherei halte, die es zu hauf im WWW zu kaufen gibt, ist halt meine persönliche Ansicht - und ich habe zwei solcher Teile, nett anzuschauen, aber nicht das, was mir maximal gefällt.

Was Du daraus nun rumkonstruieren willst weiß ich nicht - ist auch ziemlicher Blödsinn daraus zu folgern, dass Kai-Messer ihr Geld nicht wert sind, denn ich schrieb bereits eingangs schon:

Heute würde ich mir solche Teile - egal wovon und wer seinen Namen geben würde, nicht mehr kaufen.

Das steht "egal wovon und wer seinen Namen geben würde" und nicht Kai-Messer sind zu teuer.

Würde ich mir heute ein neues Messer kaufen wollen um langfristig ein "schönes Schneiderlebnis" damit zu haben, dann würde ich mir viel eher z.B. ein dreilagiges Shiro Kamo mit Super Aogami Kernlage im V-Schliff als Bunka oder Santoku für ca 220 Euro kaufen wollen anstelle so eines 265€-Mälzer-Branding-Damast-Teils.

... und hier schließt sich der Kreis, wenn Du das Ganze mal realistisch siehst, dann finde ich Industriedamast samt VG10 zwar nett anzuschauen, aber andere Messer gefallen mir halt besser und nur weil ich nicht auch sofort mit Begeisterung ein Kai-Mälzer, Branding-Messer bestelle, was vermutlich ebenso, wie ein Shiro Kamo mit Super Aogami Kernlage, industriell gefertigte Ware ist, mache ich noch lange keine Aussage über das Können der Kai-Schmiede und die Qualität oder sonstwas - meine Vermutung, dass Mälzer auch daran verdient, ist ja nun mal nicht wertend, sondern eher wahrscheinlich und natürlich auch nur eine Vermutung. Mir gefallen die Shiro Kamo Messer halt und wenn es mir bei Messern nur um Preis/Leistung ginge, dann hätte ich niemals Laguioles für über 200 Euro kaufen dürfen, denn Sandvik gibt es schon viel günstiger.

Also ehrlich, ich weiß echt nicht worauf Du tatsächlich hinaus willst bzw. warum Du solche Inhalte dermaßen verdrehst und auch wenn Du ein riesen Fan von VG10 inmitten von Industriedamst sein solltest - diese Messer werden ja nicht schlechter, nur weil mir andere Messer besser gefallen.
 

pebe

Premium Mitglied
Männers, beruhigt euch wieder.

Es ist alles gesagt. Übrig bleibt anzumerken, dass zwischen taugt nicht und gefällt nicht ein großer Unterschied besteht. Nach den ersten 100 Messern versteht man das meistens besser...

grüsse, pebe
 

Bukowski

Mitglied
@Balmung01 deine Eingangsfrage war ja
Könnt ihr dieses Messer empfehlen?
Nachdem nachdrücklich geklärt wurde, dass Damastlaminat (wie er von Kai und vielen anderen Herstellern verwendet wird) eine rein optische Sache ist, kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass Kai definitiv gute Kochmesser baut.
Ich würde zwar eher die Classic Serie empfehlen, weil sie sich mMn nur in der Optik (der Hammerschlag der Mälzer-Serie hat evtl. eine minimal bessere Schnittgutfreisetzung, das würde ich aber vernachlässigen) und dem günstigeren Preis unterscheiden, aber dann gehen mir die verfügbaren vergleichbaren Alternativen (rostfrei, schneidfreudige 0,2-0,3 über der Fase, leicht konvexer Schliff, japanisches Griffdesign) auch schon aus. Vielleicht werden dir ja noch weitere ernsthafte Alternativen genannt, die deinem Anforderungsprofil entsprechen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bicki

Mitglied
Ist das Kai Shun Premier von Mälzer jetzt was oder nicht? Ich muss zugeben, dass es optisch genau mein Ding wäre...😬
 

Bukowski

Mitglied
Ja, sie sind was. Nämlich sauber gebaute, gut geschliffene Kochmesser aus einem brauchbaren Klingenstahl.

Diese Eigenschaften bleiben unzweifelhaft bestehen, wenn man das ganze Drumherum ausblendet.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bicki

Mitglied
Ja, sie sind was. Nämlich sauber gebaute, gut geschliffene Kochmesser aus einem brauchbaren Klingenstahl.

Diese Eigenschaften bleiben unzweifelhaft bestehen, wenn man das ganze Drumherum ausblendet.

Danke für die Antwort 👍Hab' mir zwar grad ein Masutani Santoku zugelegt aber wer weiss... Ich habe genug Platz zuhause 🤣 Es wäre aber wirklich doppelt-gemoppelt. Ich brauche definitv kein weiteres Messer im Moment. Aber boy, das Ding gefällt mir vom Style her total.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bukowski

Mitglied
Ich glaube nicht, dass die sich im Hinblick auf die Verarbeitung und den Schliff großartig unterscheiden. Ich hatte das "Kiritsuke" aber noch nicht in der Hand.

Ob so'n auf 5.555 limitiertes Kai sich mal als "Investition" rentiert, wage ich auch mal stark zu bezweifeln.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bicki

Mitglied
@Bukowski Ja, das Wort "Investition" war nicht wirklich wörtlich gemeint. Eher ging es mir darum, welches die bessere Anschaffung wäre. Das Kuritsuke find ich schon super stylisch 😋Hoffe halt, dass es handlich ist im täglichen Umgang.
 

Bukowski

Mitglied
Das Profil ist halt etwas bauchiger als das vom Santoku. Eigentlich eher untypisch für ein Kiritsuke. Kommt dann drauf an welche Schnitttechnik man bevorzugt. Die Aussparung am Kehl ist aufjedenfall bequemer im Pinchgrip als ein gerader Kehl.
 

Bicki

Mitglied
Also was ich so gelesen habe, sind Kiritsukes grundsätzlich eher gerade als bauchig. Santokus werden deshalb eher empfohlen als Allrounder, weil sie mehr verschiedene Schnitttechniken unterstützen. Das Mälzer Kiritsuke ist aber auffällig bauchig. Kann es sein, dass er dieses Design bewusst gewählt hat, um es mehr als Allrounder zu positionieren? Optisch gefällt mir das Kiritsuke schon einen ticken besser als das Santoku. Aber ob ich mit dem Santoku in der Handhabe glücklicher wäre? 🤔 Wird wohl nicht ganz einfach, die beiden nebeneinander ausprobieren zu können.