Preisleistungsmesser für Geburtstagskind

pebe

Premium Mitglied
@Bukowski

Ich bin von meinem Kramer derart begeistert, dass ich eigentlich noch eines möchte.

Der Entwurf ist von mir. Mit Carbon oder Wüsteneisenholz und polierten Edelstahlbolster sieht das auch prima aus :steirer:.

iPad mit Stift und verschiedene apps machen‘s möglich..

grüsse, pebe
 

Bukowski

Mitglied
Jo, ist 'nen Super Rohling das Messer. Wann macht Uwe das fertig? :D Ich hab das damals eigentlich auch mit dem Hintergedanken gekauft, aber dann hätte ich kein gutes Messer für's Grobe mehr. Güde oder so ist ja quasi overbuilt..
 

pebe

Premium Mitglied
Überlege, ob ich das nicht besser mit dem 20er mache. Hat ausdünnen vermutlich eher nötig und auch wg Redundanzen. Jetzt ist erst mal ein Ameisen Schnibbler auf dem Weg zu mir - und die Leiste ist eh‘ schon zu kurz. :LOL:

grüsse, pebe
 

Bukowski

Mitglied
Ach, das warst du ;) Bin gespannt was du zu dem Messer sagst.

Insbesondere für feinere Arbeiten wär mir das 26cm ZKramer auch schon fast zu lang. Ein 22,5-23cm wäre perfekt, aber das gibt es leider nicht.
 
Ich finde es spannend, das eine anfrage soviele reaktionen auslöst. Wobei es m.E. ein problem ist, gute messer zu einem günstigen preis zu bekommen. Soviele hersteller die sehr gut und auch noch günstig können, gibt es nicht mehr.
Bei herder ist seit etwa 2018 das problem, das ein mitarbeiter für den walkschliff ausgefallen ist und deswegen die 1922 serie kaum zu bekommen ist. Soweit ich weis, hatte herder nicht viele mitarbeiter, welche den walkschliff beherschen. Einige Messer bei Herder werden nicht mehr so gerfertigt, wie das mal war. Nur habe ich da keinen überblick.
 

richrichy

Mitglied
für kleines Geld ausdünnen zulassen..
Hallo, zusammen, es ist ein sehr interessantes Thema für mich.
Und weil ich immer wieder von "günstig ausdünnen" beim Profi lese, stellt sich mir die folgende Frage: wie günstig ist es genau oder ungefähr? Mir reicht schon ein Preisrahmen oder ein paar frühere exakte Erfahrungswerte, was tatsächlich bezahlt wurde..
Ich meine, allein das Porto sind schon mal hin und zurück 10€. Und ein Messer nur zu schleifen kostet meist 10-20€. Also vermute ich, dass das Ausdünnen mindestens mehr als 30-40€ kosten würde. Zu dem Preis kaufen manche schon ein gutes Herder-Messer.
Oder ist es nur dann relativ günstig, wenn man es zu einem "bespoke" Messer dazu addiert, bei dem allein das unbearbeitete Griffholz mehr kostet als eine durchschnittliche Familie im Monat brutto verdient?

Als Neuling habe ich einfach keine Ahnung, was Ausdünnen genau bewirkt und wie es sich dann anfühlt und nirgendwo wird der Preis offen genannt, sodass die Hemmschwelle ohne Erfahrung erstmal recht groß ist. Für einen Kenner mag es ja eine Standard-Prozedur sein, aber für einen nicht eingeweihten ist sie zumindest erklärungsbedürftig.

Aber es ist natürlich vor allem unsere Verantwortung selbst Recherche zu betreiben und die richtigen Fragen zu stellen.
Ich bin jedenfalls sehr froh, dass es dieses Forum gibt und meine Begeisterung für gute Messer wächst immer mehr. ;)
 

ScottyC

Mitglied
Hallo Richy,

ausdünnen bedeutet, dass die Klinge dünner geschliffen wird; d.h. die Dicke wird reduziert.
Damit ein Messer gut schneidet müssen einige Faktoren stimmen.
Natürlich erstmal dass die Schneide scharf ist; das ist in aller Regel kein Problem.
Das andere ist aber auch die Geometrie des Messers.
Beim Schneiden von harten Sachen merkst du es am schnellsten, z.B. Karotten.
Zu Beginn geht die scharfe Schneide locker in die Karotte; ist die Messergeometrie aber so, dass über der Schneide das Messer sehr schnell breiter wird, dann wird nicht mehr weitergeschnitten, sondern das Schnittgut wird durch deinen Druck gespalten. Bei einem dünn ausgeschliffenen Messer dagegen schneidet das Messer weich und leichtgängig weiter.
Ich habe mir von Jürgen Schanz ein Güde alpha olive Kochmesser ausdünnen lassen.
Ein Forumsmitglied hat dieses Messer vor kurzem "eine Axt" genannt; das trifft es sehr gut :ROFLMAO:
Nach dem Ausdünnen habe ich ein super schneidfreudiges Messer zurückbekommen; das macht jetzt richtig spaß.
Ob es sich rechnet kommt auf das Messer an; für einen Billigheimer würde ich den Aufwand nicht treiben.

Zu den Kosten:
Schick' dem Jürgen Schanz eine Mail; du wirst schnell eine Antwort haben.
Hier sollten wir ihm m.E. nicht vorgreifen.
Soviel vorweg: Du wirst sehr positiv überrascht sein.

Viele Grüße
Rainer
 

güNef

Premium Mitglied
Servus,

Als Neuling habe ich einfach keine Ahnung, was Ausdünnen genau bewirkt und wie es sich dann anfühlt und nirgendwo wird der Preis offen genannt, sodass die Hemmschwelle ohne Erfahrung erstmal recht groß ist. Für einen Kenner mag es ja eine Standard-Prozedur sein, aber für einen nicht eingeweihten ist sie zumindest erklärungsbedürftig.

ausdünnen oder "schanzen lassen" ist ein etablierter Begriff innerhalb der Kochmessergemeinde. Gemeint ist damit, eine über der Schneide zu dicke Klinge dünner schleifen zu lassen um damit leichter und unangestrengter hartes Schnittgut schneiden zu können, also Möhren, Sellerie, Süsskartoffel usw. Das bringt Vorteile und Nachteile gleichermaßen. Die dünn geschliffene Klinge ( beginnend am Klingenrücken über die ganze Flanke bis zur Schneide und dort sanft ballig auslaufend, mit sehr schmaler Schneidfase ) schneidet also leichter, besser und lässt sich viel leichter schleifen und scharfhalten und bei geeignetem Stahl wunderbar und sehr lange mit einen Wetzstahl wetzen. Nachteil ist die gestiegene Empfindlichkeit der Schneidkante, weil jetzt klarer weise dünner und somit anfälliger gegen Ausbrüche und plastisches Verformen. Man sollte also nur geeignete Stähle sehr dünn schleifen lassen, andere und vor allem spröde Stähle und solche die sehr hoch gehärtet sind, da sollte man mehr Reserven lassen, weil man sonst eine instabile Schneide riskiert. Eine dünngeschliffenen Scheide braucht immer einen stumpferen Schneidenwinkel als zuvor, sonst kollabiert die Schneide beim ersten harten Einsatz. Hier haben sich Schleifwinkel zwischen 18° und 20° bewährt. Die Schneidfähigkeit leidet unter solchen Winkeln nicht im geringsten, weil die Wate ja jetzt viel dünner als zuvor ist und viel leichter in das Schnittgut vordringt.

Die Beste und günstigste Adresse hierfür ist Jürgen Schanz. Darum auch der Begriff "schanzen lassen" . Jürgen bietet einen super Service. Du fragst per E-Mail an wann du dein Messer abschicken kannst und was genau du wie willst. Die Mail druckst du dann aus und legst sie mit in das Paket. Das war's.

Die Kosten laufen über den Aufwand. Ein 30er Klinge ausdünnen, Kehl und Klingenrücken verrunden und eventuell noch einen Kropf polieren, oder einen Bart rücksetzen kostet mehr als ein 20cm Kochmesser nur dünnschleifen. Preis wird sich irgendwo zwischen 15,- bis 30,- Euro finden, am besten Anfragen. Ein Porto, auch wenn es Realkosten sind, darfst du nicht einrechnen, dass ist ein anderer Dienstleister als Jürgen Schanz.

Oft werden günstige Messer gekauft, z.B. ein klassisches K-Sabatier um 50,- Euro und Jürgen verwandelt das um 30,- dann ist ein so schneidfähiges und gut wetzbares Messer, dass sich vor japanischen Lasern nicht verstecken braucht. Teure Messer bzw. Customs werden nur von Freaks nochmal dünngeschliffen, normalerweise sollte ausgesuchte Spitzenmesser keine Nacharbeit nötig haben.

EDIT: Mein Beitrag hat sich mit dem von ScottyC überschnitten.

Gruß, güNef
 
Zuletzt bearbeitet:

richrichy

Mitglied
Danke euch für eure Erklärungen und eure Geduld. Das weiß ich zu schätzen.

Mittlerweile habe ich im Forum auch einige Beispiele solcher Arbeit gefunden. Würde mich schon sehr interessieren.

Aber erstmal warte ich auf mein neues erstes custom Messer, das ich bestellt habe. Wird wohl diese Woche ankommen.