Vorstellung Tormek T-1

Moin Lukas

Ist doch Diamant...der zuckt bei SG2 nichtmal.
Wenn überhaupt sind eher Stähle mit zäher Gratbildung die Herausforderung ...z.B. SB1
Das muss man mit der Polierscheibe etwas mehr arbeiten...mehr ist das nicht

Gruss

Micha
 
Hallo,
vll war die Frage andersrum gemeint: Wie geht es einem SG2-Messer nach der Tormek-Behandlung?
Gruß
Tim
 
Ist ne 600er Scheibe...liegt also eher am Anwender...
Genau, das war die Frage ;)

Wie meinst Du das? Wenn ich mir die Bilder von @Besserbissen (auf der 1. Seite) im Vergleich zum 2k Shapton anschaue, erkenne ich zwar einige tiefere Riefen der Dia-Scheibe unter dem Mikroskop, das Ergebnis scheint aber sonst ziemlich vergleichbar zu sein. Worauf müsste ich also bei SG2 achten, im Vergleich zu einem anderen Stahl?
 
Moin Lukas

Ich sehe das eher grundsätzlich und nicht stahlbedingt....
Je dünner und feiner die Fase , desto vorsichtiger sollte man das angehen.
Als ich das Teil zum Testen hatte , hab ich mit einem alten Römer angefangen...das Ergebnis ist abhängig wie genau du den Druck und Führungsgeschwidigkeit halten kannst....das ist eben Übung.
SG2 schleift sich da auch nicht anders wie VG10 oder SB1 , was ich so getestet hab..

Die Scheibe muss sich auch einschleifen , das bringt dann ein feineres Ergebnis und die Riefen dürften kleiner werden.

Persönlich würde ich mit der T1 gar keine PM Stähle schleifen...mir gefällt das Ergebnis auf Steinen besser

Gruss

Micha
 
Moin,

Sehe ich etwas differenzierter, wenngleich ich keinen rotierenden Stein benutze, der die Problematik eher verschärft. Diamanten schleifen erkennbar riefiger und obwohl ich 11 Körnungen bis JIS 3000 auf dem Wicked Edge habe, lasse ich dort weiche Stähle und dünn ausgeschliffene hochgehärtete Klingen deswegen aussen vor.

Normale Klapper mit 0,5mm hinter der Wate und PM Stahl werden perfekt, weil extrem gleichmäßig und mit den permanenten Wechselzügen quasi Gratfrei. Hier macht ausserdem ein rauerer Abschluss eher Sinn und es ist genügend Fleisch bzw Stahl vorhanden.

Am dünnen Japaner oder auch an einem dünnen Perceval mit weichem Sandvik will man in der Regel eine möglichst maximal geschlossene Schneide. An der nagelgängigen Schneide ist mir da zuviel Nacharbeit und zuviel Materialschwund an den dünnen Fasen.

Funktionieren wird das natürlich mit weichen Solinger mit abschließendem Glätten. Vermutlich ist die Tormek auch genau dafür gemacht, um europäische Standardmesser auf eine ordentlich Gebrauchsschärfe zu bringen. Da ist auch genug Material an der Fase.

Mein Herder K schärfe ich als Japanersatz bis JIS 12000. Wie Micha schreibt, wenn‘s mehr als brauchbar ordentlich werden soll, wird‘s aber schwierig.

grüsse, pebe
 
Bemerkenswert: auch Peter Wagner schwärmt von der Tormek T-1
Messerschärfer von Tormek, F. Dick, Horl und Graef im Test (https://www.spiegel.de/tests/kueche/messerschaerfer-von-tormek-f-dick-horl-und-graef-im-test-a-8fced4c9-5826-4e8f-9d9d-e8ed6cf4ea76)

Wenn man bedenkt, dass er vorher von Horl und Graef schwärmte, hat dieser Satz ziemliches Diskussionspotential: "Das Ergebnis des mehrwöchigen Tests: Die Tormek hat meine gesamte Messersammlung – bislang mit der Graef Chef’s Choice plus Horl 2 scharf gehalten – auf einen völlig neuen Schärfegrad gehoben (und gehalten)."

Aber es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn er mal ohne Diskussionspotential geschrieben hätte :).
 
Naja, bei dem ist offenbar alles gut, was ein komplett stumpfes Messer wieder irgendwie reaktiviert.

Ob das jetzt eine kompetente Beurteilung darstellt, ist eine andere Frage. Richtig ist, dass die Tormek im Gegensatz zu vielen elektrischen Schärfern brauchbare Ergebnisse liefert - wenn man sie entsprechend bedienen kann.

grüsse, pebe
 
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Heutzutage nennt sich doch jeder Journalist und darf seinen Meinung und unqualifizierten Beiträge in die Welt hinausposaunen ^^
 
Heutzutage nennt sich doch jeder Journalist und darf seinen Meinung und unqualifizierten Beiträge in die Welt hinausposaunen ^^
Das ist ganz normal, dass ein Journalist nicht Fachmann für ein Gebiet ist, sonst würde er nämlich vermutlich auf dem entsprechenden Fachgebiet arbeiten. Und ein einzelnes Fachgebiet reicht meistens auch nicht, um journalistisch davon leben zu können.
 
Hallo! Ich bin der Andi und das ist mein erster Beitrag. Ich habe keinen Vorstellungsfaden gefunden. Deswegen schreibe ich meine Frage einfach frei weg hier hin. Bei mir ist die Tormek T-1 seit ungefähr 1 Jahr im Gebrauch. Ich bekomme mit der Maschine Papierschärfe hin, was mir völlig reicht. Mit der T-1 bin ich absolut zufrieden. Ich würde sie mir sofort wieder kaufen. Man muss halt wissen, dass kleine und sehr hohe Klingen wegen der Handhabung nicht die Stärken der T-1 sind.

Für meine Jagdmesser nehme ich den Sharpmaker (super zufrieden!). Für krasse Fälle den Scheppach Nassschleifer. Die Liebe zum Messerschleifen begann bei mir von ungefähr 25 Jahren. Ich stufe mich als Anfänger mit Vorkenntnissen ein. Angefangen hat es mit einem Lansky Schärfeset. Freihändig schleifen ist nicht so ganz mein Wetter. Mit dem geführten System erziele ich bessere Ergenisse. Wobei ich den Sharpmaker als geführtes System betrachte. Auch wenn es dazu Übung braucht.

Bei mir ist ein Böker Quadro im Zulauf. Ich bin deswegen schon voller Vorfreude! Das Klappmesser hat einen CPM Klingenstahl. Beim Durchlesen dieses Fadens kam mir die Frage in den Sinn, ob dafür die T-1 das richtige Schärfgerät ist. Dies, obwohl sich Taschenmesserklingen nicht so schön schleifen lassen als ein Küchenmesser. Ich habe einfach eine Unsicherheit, ob ich mich mit dem Sharpmaker an dem CPM Stahl abarbeite. Dann kommt noch dazu, dass ich bei dem Messer einen balligen Schliff unterstelle. Das bekomme ich mit meinen Hausmitteln auf gar keinen Fall hin. Lieber belasse ich das Messer im Werksschliff. Zum Thema balliger Schliff vs. Keilschliff habe ich gestern hier im Forum sehr interessante Beiträge gelesen, die meine Unsicherheit noch verstärkt haben.

Was wäre Eure Meinung? Danke!

PS: Ich würde einen 18 Grad Winkel anpeilen...
 
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Als Ergänzung ein paar Tipps und Tricks zur Tormek T-1.

Teil 2: die Abziehscheibe

Hallo Torsten,

schönes Video zum Thema Abziehscheibe. Die Tipps zum Führen des Messers sind klasse 👍

Du gibst im Weiteren den Tipp, eine Markierung 1cm vor der Griffkante anzubringen, um ca. 18 Grad zu treffen.
Das habe ich mal versucht nachzuvollziehen und habe zwei Fragen:

1. Welche Vorteile ergeben sich eigentlich durch eine schräge Scheibe? Es macht die Führung doch nur schwieriger.

2. Macht in der Praxis wahrscheinlich keinen Unterschied aber durch die unterschiedlichen Durchmesser innen und außen ergeben sich bei paralleler Führung des Messers (also gedacht zum Griff der Maschine) m.E unterschiedliche Tangentenwinkel, am Inneren ca. 18, am Äußeren ca. 19 Grad.
Müsste das Messer folglich nicht leicht schräg, in Richtung Mittelpunkt der Scheibe geführt werden?

46733627an.jpeg


VG
Markus
 
Hallo @faehrte

Das Böker Quadro hat entgegen deiner Annahme keinen balligen Schliff. Die Klinge hat einen Flachschliff mit einer Sekundärfase (V-Fase) an der Schneide.

Da die Klinge hinter dem Ricasso einen leichten Recurve (Krümmung) im Schneidenverlauf hat, tun sich flächige Schleifmedien wie die T1 erfahrungsgemäß eher schwer. Da passt der Sharpmaker grundsätzlich gut.

Ich würde die Schneidfase mit einem Edding markieren und schauen ob mit dem 20°-Winkel des Sharpmakers bis zur Schneidkante Material abgetragen wird. Wenn du die Klinge nicht zu sehr abstumpfen lässt oder dir sichtbare Beschädigungen einhandelst, kommen die Standardstäbe auch gut mit pulvermetallurgischen Stählen klar.

Sollte die Schneidfase des Quadro allerdings einen Winkel von über 20° pro Seite haben, wäre das Umschleifen mit den Standardstäben wahrscheinlich sehr zeitaufwendig, weil der Materialabtrag sehr gering ist. In dem Fall wären z.B. die Diamant- oder CBN-Stäbe eine Option.
 
Das Problem mit dem Recurve sehe ich auch so wie @Bukowski bei der Tormek-Scheibe. Zudem ist bei dicken Taschenmessern auch der Griff beim Abziehen auf der Gummischeibe im Weg.

@alphacma
1. Die Scheibe ist konisch, damit der Griff von langen Messern beim Abziehen nicht gegen die Dia-Scheine auf der anderen Seite kommt.

2. Das ist für mich jetzt dünnes (Mathe) Eis, aber: Wenn ich die eine Ebene der Klinge parallel zur konischen Oberfläche der Scheibe (vom Griff zur Spitze) und die andere parallel zum Tisch (vom Klingenrücken zur Schneide) halte, müsste der Winkel doch an der Scheibe gleich sein?

Siehe hier:
Tormek T-1 // Top-Skills Bonus
 
Guten Morgen!

Danke @Bukowski für Deinen Hinweis! So wie Du es vorgeschlagen hast werde ich es umsetzen. In dem Fall wird die Klinge noch mit Tesa geschützt.
Morgen könnte das Quadro bei mir aufschlagen. Ich bin schon sehr gespannt!

Hoffentlich ist das jetzt nicht zu ins OT: Die Steine vom Sharpmaker bekomme ich am besten mit Scheuermilch sauber. Bremsenreiniger oder Petrolium geht auch.
Gibt es da was effektiveres?
 
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